DAS MÄDCHEN, DAS LESEN KONNTE START: 10.01.2019 OT: Le semeur

Der Film DAS MÄDCHEN, DAS LESEN KONNTE beruht auf der autobiografischen Erzählung der südfranzösischen Bäuerin Violette Ailhaud in den Jahren 1851 – 1855.

Unter der Herrschaft Louis Napoléon wurden alle aufständischen Männer eines provenzialischen Dorfes ermordet, verschleppt oder verbannt. Die trauernden Frauen, die sich nun sich selbst überlassen sind, müssen sich um die Feldarbeit kümmern und die Ernte einfahren. Vorsichtshalber trainieren sie  Selbstverteidigung für den Fall, dass die Soldaten wieder zurückkommen. Doch Niemand erscheint in dem abgelegenen Dorf. In ihrer Ratlosigkeit beschliessen sie, dass der erste Mann, der auftauchen sollte, von allen Frauen geschwisterlich geteilt wird, um eine weitere Generation zu zeugen und damit die Zukunft ihres Lebensortes gesichert ist.

Ein junger Schmied, Jean, (Alban Lenoir) verirrt sich in ihr Dorf. Er hat seit dem Umsturz 1851 die Erlaubnis erhalten, herumzureisen. Violette (Pauline Burlet) kümmert sich um ihn und bringt ihn, in einem leerstehenden Haus unter. Sie übernimmt es auch, ihm von der Vereinbarung zu berichten, dass er mit allen Frauen, so sie denn bereit wären, zu schlafen.

Violette ist die Einzige, die lesen kann. Sie verliebt sich in Jean und teilt mit ihm die Liebe zur Literatur und ihr revolutionäres Ansinnen. Sie ist die erste Frau, die von ihm schwanger wird.

Marie Francen hat ihren Film im Bildformat 4:3 gedreht. Ihre Bilder erinnern an betörende, sonnendurchflutende impressionistische Gemälde. Fast zu schön, um wahr zu sein, zeigt sie die Möglichkeit einer sinnlich anmutenden feministischen Utopie.

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KALTE FÜSSE START: 10.01.2019

Der Kleinkriminelle Denis (Emilio Sakraya) ist in Not. Weil er seine Schulden nicht begleichen kann, verlangen seine Auftraggeber von ihm, in die abgelegene Villa des reichen Unternehmers Raimund (Heiner Lauterbach) einzubrechen. Was Denis nicht ahnt, der reiche Raimund hat einen Schlaganfall erlitten, und liegt bewegungslos am Boden, auch sein Sprachzentrum funktioniert nicht, so das er sich weder gegen den Eindringling wehren kann und kaum  einen Laut von sich geben kann. Widerwillen taucht seine Enkelin Charlotte auf. Sie soll sich um den Großvater kümmern, wenigstens so lange, bis ein Pfleger kommt. Die einzige Chance nicht als Einbrecher erkannt zu werden ist die, in die Rolle des Krankenpflegers zu schlüpfen. Da das Anwesen auch noch durch einen Schneesturm von der Aussenwelt abgeschnitten ist, kommt der wirkliche Pfleger erst dann, wenn die Zufahrt wieder einigermassen frei ist und das kann Tage dauern.

Ein Kammerspiel mit drei Personen nimmt seinen Lauf.

Charlotte (Sonja Gerhardt ) ist ziemlich unwillig, wollte sie doch mit ihrem Freund verrreisen und ihr Verhälnis zu dem „Alten“ ist auch nicht das beste. Denis bemüht sich redlich den Krankenpfleger zu spielen und Raimund versucht krampfhaft, das Lügengebilde des Jungen zu entlarven. Für eine Polizeianwärterin hat Charlotte eine ziemlich lange Leitung, bis sie endlich bemerkt, dass mit Denis etwas nicht stimmt. Eigentlich würde man sagen: „Beruf verfehlt“. Doch zu spät. Die beiden haben sich schon ein bisschen verliebt. Platte Witze, überdrehte Action und natürlich ein versöhnliches Ende, machen aus dem Filmchen alles andere, als eine köstliche, bitterböse Komödie. Verschenkt.

Regie: Wolgang Gross ( „Rico, Oskar und das Herzgebreche“). Drehbuch: Christof Ritter  („Das total verrückte Wochenende“).

BEN IST BACK START: 10.1.2019

Ivy (Kathryn Newton) ist entsetzt als ihr jüngerer Bruder Ben (Lucas Hedges) plötzlich zu Weihnachten vor der Tür steht. Zwei Weihnachtsfeste hat er schon versaut. Eigentlich sollte er noch in der Entzugsklinik sein, um seine Drogensucht in den Griff zu kriegen. Ben scheint es äusserlich gut zu gehen und so schlägt seine Mutter Holly (Julia ROBERTS) ihm vor, dass er einen Tag bleiben kann, unter der Bedingung, dass sie ihn keine Sekunde aus den Augen lässt. Danach muss er wieder zurück in die Reha. Sein Stiefvater Neal (Courtney B. Vance) bleibt misstrauisch. Bens kleine Stiefgeschwister sind überglücklich, dass ihr grosser Bruder wieder da ist.

Beim Einkaufen, treffen Holly und Ben zufällig den Arzt, (er ist inzwischen dement), der ihm die süchtig machenden Schmerzmittel verschrieben hat. Holly`s Gefühle sind aufgewühlt, in ihrer Wut schreit sie ihn an: „Ich wünsche ihnen einen qualvollen, schmerzhaften Tod“.

Während die Familie in der Kirche ist, wird bei ihnen eingebrochen. Nur der Hund ist weg. Offensichtlich ein Racheakt, der Ben galt.

Mutter und Sohn machen sich auf die Suche nach dem Tier. In einem unbeachtetem Moment haut Ben mit dem Auto seiner Mutter ab und macht sich auf eigen Faust auf die Suche….

Bens dramatische Vergangenheit holt ihn ein.

Holly ist verzweifelt. So sehr sie ihren Sohn liebt, so sehr fürchtet sie auch seine Krankheit. Sie setzt alles daran, ihr Kind zu finden und macht sich auf das Schlimmste gefasst. Aus Liebe zu ihm, entwickelt sie übermenschliche Kräfte, bis sie begreift, dass sie ihm nicht helfen kann.

Schon in „Manchester By The Sea“ (2016) zeigte Hedges sein schauspielerisches Talent, in der aufwühlenden Darstellung eines zu einem Waisen gewordenen Teenagers. Er wurde dafür mit einer Oscar – Nominierung belohnt. In „Three Billboards Outside Ebbing Missouri“ sah man ihn als Frances McDormands Sohn, sowie in „Lady Bird“.

Unter der Regie seines Vaters Peter Hedges spielt er Ben, der in seiner inneren Zerrissenheit zwischen der Sehnsucht nach einem normalen Leben und der lauernden Sucht hin-her geworfen wird, mit unglaublicher Intensität und Feingefühl.

Auch Julia Roberts in ihrer Performance als leidenschaftlich Mutter, die wie eine Löwin um ihren Sohn kämpft, um dann festzustellen, dass Ben sich nur alleine helfen kann, wenn überhaupt, spielt so stark, wie lange nicht mehr. Ein schonungsloses Drama, voller Hoffnung und Verzweiflung.

COLETTE START: 3.1. 2019

Nach „Mary Shelley“ folgt nun „Colette“. Wieder handelt es sich um eine Frau, die sich gegen die übermächtige Männergesellschaft durchsetzen muss. Auch sie schafft es, dank ihres schriftstellerischen Talents. Doch bevor das Mädchen vom Lande, Sidonie- Gabrielle Claudine Colette zu Ruhm und Ehren kommt, hat sie so einige Hürden zu überwinden.

Anfang des 20. Jahrhunderts veröffentlicht die smarte Französin (Keira Knightley) eine durchschlagende Roman-Staffel über eine Heldin namens Claudine.

Um sich ihren Traum von der grossen Stadt zu erfüllen, heiratete die 19-jährige Colette 1893 den Verleger und Lebemann Henry Gauthier-Villars (Dominic West), der sie in die mondäne Pariser Gesellschaft einführte. Ein Bonvivant, der seine von Ghostwritern verfassten Romane und Kritiken unter dem Pseudonym „Willy“ veröffentlicht. Ziemlich schnell merkt die junge Colette, dass sie sich zwischen den Salondamen nicht wirklich wohlfühlt. Sie ist zutiefst enttäuscht, als sie ihren Mann bei Prostituierten erwischt. Ihre Ehe hat sie sich anders vorgestellt. Es folgen seinerseits winselnde Versprechungen, die jedoch nicht lange anhalten

Anstatt seine Schreiberlinge anständig zu bezahlen, gibt er das Geld mit vollen Händen für seine Vergnügungen aus.

Als das Geld knapper wird, mucken seine Ghostwriter auf. In seiner Not bittet er seine Frau, für ihn zu schreiben, mit den Worten, dass sie ja so begnadet formulieren kann. Sie verfasst einen semi-biografisschen Roman „Claudine erwacht“, in dem sie ihre Kindheitserinnerungen schildert. Statt dankbar zu sein, mäkelt er herum. Der Roman sei zu weibisch und zu süsslich. Das Buch schlägt ein wie eine Bombe, allerdings unter seinem Namen. Alle Frauen wollen aufeinmal wie Claudine sein.

Claudine wird zu einer regelrechten Marke, zig Produkte tragen den Namen Claudine. Gathier- Villars wird von den Frauen vergöttert.

In schneller Folge, schreibt sie nun einen Roman, nach dem anderen, die weiterhin unter seinem Namen veröffentlicht werden. Doch dann wendet sich das Blatt.

Colette verliebt sich in eine reiche Amerikanerin und beginnt gegen ihren Mann zu rebellieren. Das  Süffisante dabei ist, dass auch ihr Mann, die Dame zu unterschiedlichen Zeiten besucht. Immer öfter nimmt sich Colette die Freiheiten heraus, die sich schon ihr Mann seit eh und je gönnt.

Regisseur Wash Westmoreland ( „Still Alice“) beschreibt ein Stück Zeitgeschichte, in der der Name Claudine  in aller Munde ist. Er zeigt das Aufbegehren einer Frau, die ihr Recht auf sexuelle Freiheit und Eigenständigkeit einfordert. Eine Frau auf der Suche nach sich selbst, die sich über gesellschaftliche Konventionen non chalant hinwegsetzt.

FILMLISTE 2018

FILMLISTE 2018

Beste Filme:

THE FLORIDA PROJEKT, GLÜCKLICH WIE LAZZARO, LUCKY, THREE BILLBOARDS OUTSIDE MISSOURI, BLACK kKLANSMAN, AN ELEPHANT IS SITTING STILL, CALL ME BY YOUR NAME, SHOPLIFTERS, LEAVE NO TRACE, BOHEMIAN RHAPSODY, MARVIN.

Zweitbeste Filme:

LOVELESS, A STAR IS BORN, LETO, A SHAPE OF WATER, I, TONYA, GEGEN DEN STROM, NICO, SAVAGE, DIE SPUR.

Drittbeste Filme:

ISLE OF DOGS, FEINDE – HOSTILES, NICO, WINDRIVER, DOGMAN.

Viertbeste Filme:

INCREDIBLE 2, DESTINATION WEDDING, CANDELARIA – EIN KUBANISCHER SOMMER, 3 TAGE IN QUIBERON, A QUIET PLACE, A CAKEMAKER, MEINE TOCHTER – FIGLIA MIA, A BEAUTIFUL DAY, PIO, LADY BIRD.

Beste Deutsche Filme:

DER HAUPTMANN, NACH DEM URTEIL, ZWISCHEN DEN GÄNGEN, NAOMIS REISE, DAS SCHÖNSTE MÄDCHEN DER WELT, STYX., 25 km.

Bester deutscher Dokfilm.

GARTEN DER STERNE, ZENTRALFLUGHAFEN, MR. GAY SYRIA, SPK KOMPLEX.

Beste Wiederaufführung.

DER HIMMEL ÜBER BERLIN

Shitliste.

DIE VERLEGERIN, SUPERDADDY, BOOKCLUB, DER ANDERE LIEBHABER,

STEIG.NICHT.AUS!, ABGESCHNITTEN, VERPISS DICH SCHNEEWITTCHEN,

WOHNE LIEBER AUSSERGEWÖHNLICH, FIFTY SHADES OF GREY, MORTAL ENGINES, MARIA MAGDALENA, INTRIGO – TOD EINES AUTORS.

Bestimmt einige vergessen und viele nicht gesehen.

DIE FRAU DES NOBELPREISTRÄGERS O.T. THE WIFE START: 03.01. 2019

Morgenstund hat Gold im Mund…..In aller frühe klingelt das Telefon bei dem Ehepaar Joan (Glenn Close) und ihrem Ehemann Joe Castleman (Jonathan Pryce).

Die Stimme am Telefon verkündet, dass er den Nobelpreis für Literatur in Stockholm verliehen bekommt. Joe`s Traum geht in Erfüllung.

Ausgelassen hüpfen die Eheleute in ihrem Bett auf und ab. Freudigst machen sie sich in Begleitung ihres Sohnes David (Max Irons) aus ihrer Heimatstadt Connecticut auf den Weg in die schwedische Hauptstadt. Das dieser Anruf ihr Leben nachhaltig verändern wird, ahnen sie nicht.

Während die Zeremonie der Preisübergabe akribisch vorbereitet wird, trifft sich Joan, die  sich etwas überflüssig vorkommt, mit einem aufdringlichen Journalisten, Nathaniel Bone (Christian Slater), der sich vorgenommen hat, eine Biografie über ihren Mann zu schreiben. Zögerlich steht sie ihm Rede und Antwort. Je öfter sie ihn trifft, jetzt 40 Jahre später, nach ihrem Kennenlernen mit Joe, beginnt sie ihre Rolle als Ehefrau und Mutter in Frage zu stellen. In ihrer Ehe lief längst nicht alles so, wie es nach aussen hin den Anschein hat. In Rückblenden wird ihre Geschichte erzählt. Die  junge Joan wird von Glenns Tochter, Annie Starke gespielt.

Joan lernte ihren Mann am College kennen. Dort war er Dozent für kreatives Schreiben. Joan war eine seiner begabtesten Studentinnen. Wie es leider in den 50er-Jahren so üblich war,  gab sie ihre Ambitionen ihrem Mann zuliebe auf. Hinzu kam, dass schreibende Frauen damals so gut wie kaum anerkannt wurden.

(„Hinter jedem erfolgreichen Mann, steckt eine Frau, die ihm den Rücken frei hält“. ) Bei einer Frage, nach ihrer Rolle in der Ehe, antwortet sie verschmitzt: „I´m the king-maker“.

Die Heile-Welt -Fassade bekommt Risse. Joan, die weit mehr ist als eine aufopfernde Ehefrau, die genervt ist, von den egomanischen Zügen ihres Mannes und dessen zahlreichen Affairen, deckt seine Lebenslüge mit gekonnter Ironie nach und nach auf.

Bevor es zu einem Streit kommt, klingelt wieder das Telefon. Ihre Tochter verkündet die Geburt des Enkelkindes. Beide sind zu Tränen gerührt…

Close und Pryce sind grossartige Spielpartner. Auch Slater, den man schon lange nicht mehr auf der Leinwand sah, besticht durch eine beachtliche schauspielerische Leistung.

Als Vorlage diente dem schwedischen Regisseur Björn Runge, der 2003 veröffentliche, gleichnamige Roman der US-Autorin Meg Wolitzer. Das Drehbuch schrieb Jane Anderson.

Herausgekommen ist „Bestes Schauspieler Kino“.

MARY SHELLEY START: 27.12. 2018

FRANKENSTEIN oder der moderne Prometheus,

diesen Roman schrieb die 19-jährige Engländerin Mary Shelley 1816. Ein Meisterwerk der Literaturgeschichte.

Der Film „Mary Shelley“ begleitet sie, bis zur Veröffentlichung ihres Buches.

Großgeworden ist sie in einer ziemlich armen Familie, ihr Vater William Godwin, Philosoph und Buchhändler, der bekannt war für seine anarchistischen Schriften. Ihre Mutter, Mary Wollstonecraft, die wenige Tage nach ihrer Geburt starb, („Krieger, wie deine Mutter, haben nie lange gelebt“, Worte ihres Vaters) veröffentlichte 1792 eine für damalige Zeiten bedeutende Schrift, mit dem Titel:“Eine Verteitigung der Rechte der Frau“. Ihr Hauptwerk ist die Untersuchung über die  „Politische Gerechtigkeit“, 1793. Ein Werk, dass als „utopischer Anarchismus“ bezeichnet wird. Obwohl die junge Mary (Elle Fanning) ihre Mutter nicht kannte, wird sie von ihr vergöttert.

Die Anfangsszene zeigt Mary, wie sie am Grab ihrer Mutter sitzt und Horrorromane liest. In ihrer Freizeit liebt sie es Gothic- Stories zu schreiben. Zuhause läuft alles ziemlich chaotisch ab, es dreht sich alles um Lesen und Schreiben. So richtig wohl fühlt sie sich nicht, da sie sich mit ihrer Stiefmutter nicht versteht. Ihr Vater macht kurzen Prozess und schickt Mary nach Schottland, wo sie bei Verwandten unterkommt. Dort soll sie sich ihrem grossen Talent, der Schriftstellerei widmen, ihre  eigenen Worte finden, nicht die Worte anderer. Sie lernt den jungen wilden Poeten Percy Bysshe Shelley (Douglas Booth) kennen und verliebt sich in ihn. Es entwickelt sich eine stürmische Liebesbeziehung, die von Höhen und Tiefen gekennzeichnet ist. Zu der sich später noch ihre Stiefschwester Claire (Bel Powley) dazugesellt, eine Ménage á trois. So nach dem Motto, wir sind doch unkonventionell und frei. Das Geld ist knapp und Percy, der schon ein Kind aus erster Ehe hat, ist nicht sehr erbaut als Mary schwanger wird und ein Frühchen zur Welt bringt, das kurze Zeit später stirbt. Mary fällt in eine Depression. Um sich abzulenken, fahren sie nach Genf, wo sie sich mit dem exzentrischen, berühmten, selbstverliebten Lord Byron und dem Wissenschaftler John Polidori auf Byron´s Anwesen treffen. Es war regnerisches Wetter, alle langweilten sich, Byron schlug vor, jeder solle doch etwas schreiben und sie schlossen eine Wette ab, wessen Traktat das bessere ist. So entstand der berühmte Roman FRANKENSTEIN, geschrieben von einer Frau,, gerade mal 19 Jahrealt, die darin verklausuliert.ihren Schmerz, ihre Einsamkeit an der Seite eines sorglosen Hallodris und ihre traurige Entfremdung in Gestalt eines Schauerromans schildert. Man könnte es als einen Geniestreich bezeichnen. Besonders , da Fanning ihre Rolle sehr ernsthaft und aufrecht spielt und ihre Emotionen hinter einer fast coolen Fassade versteckt. Ein bisschen mehr Radikalität hätte ihr gut getan.

Haifaa Al-Mansour („Das Mädchen Wajda) erzählt die Geschichte aus Marys Sicht, die sich in einem unschönen Strudel von Ereignissen befindet, denen leider oftmals eine innere Logik fehlt.

Worum geht es in FRANKENSTEIN? Es ist die Geschichte eines jungen Wissenschaftlers, der sich mit Chemie beschäftigt, forschte und experimentierte, solange, bis es ihm gelang, tote Materie zu beleben. Er schuf aus Leichenteilen ein Wesen, ein Monster, hässlich und abstossend. Man geht stark davon aus dass sich hinter dem Monster die Person Percy Shelley verbirgt.