MEINE SCHÖNE INNERE SONNE START: 14.12. 2017

Die geschiedene erfolgreiche Pariser Künstlerin Isabelle (Juliette Binoche), une femme entre deux ages, fühlt sich einsam und leer. An Liebhabern mangelt es nicht. Jede neue Liaison ist getragen von Hoffnung, einer grossen Erwartung und der bitteren Enttäuschung.

Isabelle sucht nach einer Liebe frei von Kompromissen, getragen von dem Wusch, bedingungslos geliebt  zu werden. Gemeinhin gesagt, sie ist auf der Suche nach der sprichwörtlichen Stecknadel im Heuhaufen. Zu unterschiedlich scheint die Kluft zwischen dem, was Frauen wünschen und Männer bereit sind zu geben. Berührend losgelöst erlebt man Isabelle, wenn sie über eine auf dem Boden ausgebreitete Leinwand ausgelassen tanzt und dabei malt.

Als sie auf einen von Selbstzweifeln geplagten Schauspieler (Nicolas Duvauchelle) trifft, ist sie überzeugt endlich jemanden getroffen zu haben, der die gleiche Sehnsucht nach einer Liebesintensität hegt wie sie.

Sie ist verliebt. Nach einer gemeinsamen Nacht entscheidet er sich gegen sie. Ratlos überlegt sie, die Suche aufzugeben. Oder soll sie vielleicht doch zu ihrem Mann zurückkehren und dem Vertrauten, was sie verbindet eine Chance geben? Doch auch das erneute Treffen mit ihm zeigt, dass sie ihr Leben nicht miteinander teilen können.

Um sich abzulenken, fährt Isabelle mit einigen Künstlerfreunden auf`s Land. Auch hier fühlt sie sich wieder missverstanden. Die Oberflächlichkeit mit denen die Männer mit ihrer Vorstellung von einer erfüllten Paarbeziehung umgehen, löst ihn ihr einen gewaltigen Wutausbruch aus.

Und wieder lässt sich Isabelle voller Hoffnung mit Sylvain (Paul Blain) auf eine neue Liaison ein. Er gehört zu einer anderen sozialen Schicht und das macht ihn für sie interessant. Er liebt Isabelle. Doch auch diese Liebe zerbricht.Was sie an ihm so interessant fand, weicht ihrer Unentschlossenheit, sich mit ihm an ihrer Seite, über ihre eigenen sozialen Schranken hinwegzusetzen und sich bei ihren Freunden nicht mehr anerkannt zu fühlen. In ihrer Verzweiflung sucht sie einen Wahrsager (Gérard Depardieu) auf. Er, der selbst ein „Opfer“ von zurückgewiesener Liebe ist, pendelt mit ihr Fotos aus. Strahlend sitzt sie ihm gegenüber. Er rät ihr offen zu bleiben, offen für Dinge, die kommen werden…..sie soll ihren eigenen, einzigartigen Lebensweg gehen und sie wird eine schöne, innere Sonne finden.

Wäre da nicht Madame Binoche, die ihre Rolle wie immer mit einer für sie einzigartigen Hingabe spielt, wäre das Drama durch seine Geschwätzigkeit (das mag an der deutschen Synchronisation liegen) ziemlich uninteressant. Binoche, die von der Kamera geliebt wird, bezaubert mit ihrem betörenden Lachen, ihrer Sinnlichkeit und ihrer starken Präsenz.

Advertisements

DIE LEBENDEN REPARIEREN START: 7.12. 2017

Für den Teenager Simon beginnt der Tag wie so viele andere auch. Bevor er das Haus verlässt, macht er noch schnell ein Handyfoto seiner schlafenden Freundin. Erist mit seinen Freunden zum Surfen verabredet. Die drei sportlichen Jungen fahren ans Meer. Auf dem Rückweg verliert der Fahrer des Autos kurz die Kontrolle. Simon ist nicht angeschnallt. Auf der Intensivstation im Krankenhaus in Le Havre  stellt man eine niederschmetternde Diagnose. Simons Herz schlägt noch, doch er ist hirntot. Nur noch Maschinen halten ihn am Leben.

Seine Eltern Marianne (Emmanuelle Seigner) und Vincent (Kool Shen) stehen vor einer emotional schwerwiegenden Entscheidung. Stimmen sie einer Organspende zu oder nicht.

In Paris lebt die etwa 50-jährige Claire (Anne Dorval). Ihr Herz ist schwer angegriffen und wird nicht mehr lange schlagen. Natürlich hat sie Angst vor dem Tod aber auch Angst vor einer Operation. Auch die Entscheidung mit dem Herzen eines Toten weiterzuleben fällt ihr schwer.

Maylis de Kerangal schildert in ihrem Roman „Die Lebenden reparieren“ die Trauer, die Verzeiflung und die Not der Entscheidung bei den Angehörigen, sowie den klinischen Alltag der Ärzte,  Krankenschwestern und Pflegern.

Regisseurin Katel Quillévéré schaut im Film besonders hinter die Kulissen des Krankenhausalltags. Sie zeigt  den medizinischen Ablauf der Transplantation mit viel Feingefühl und bemerkenswerter Behutsamkeit. Das Verhalten der Ärzte (Tahar Rahim) und (Bouli Lanners), die ihre Arbeit mit grossem Respekt und menschlicher Würde verrichten, wünscht man sich als Patient in jedem Krankenhaus.

Die Handlung bewegt sich in einem Zeitraum von 24 Stunden. Erzählt werden eigentlich zwei Geschichten, die des Spenders und der trauernden Eltern und die des Empfängers, Claire, die mit sich hadert und die mit dem Zuspruch ihrer beiden Söhne eine Entscheidung trifft.

Mit besonderer Sensibilität führt uns K. Quillévéré an ein Thema heran,  was für die Mehrheit der Zuschauer mit einer Scheu vor der Auseindersetzung behaftet ist.

Es gibt Stimmen, die von einer kitschigen Betroffenheitsarie sprechen und der Meinung sind, dass viele Fragen unbeantwortet bleiben. Das kann man so oder so sehen.

ZWISCHEN ZWEI LEBEN – THE MOUNTAIN BETWEEN US START: 7.12.2017

Nach dem der Linienflug wegen stürmischer Wetterverhältnisse gestrichen wurde tun sich zwei Fremde zusammen und chartern, entgegen jeder Vernunft, eine private Propellermachine Beide haben wichtige Termine, die sie nicht aufschieben wollen. Ben, ein Chirurg (Idris Elba), der zu einer dringenden Operation erwartet wird und die Fotojournalistin Alex (Kate Winslet), die ihren Hochzeitstermin nicht versäumen will, vertrauen dem freundlichen Piloten Walter (Beau Bridges), der ihnen verspricht, sie pünktlich an ihrem Zielort abzusetzen. Mit an Bord, Walters zutraulicher Labrador. Die kleine Maschine hebt ab. Kurze Zeit später kracht sie in eine schnee-und eisbedeckte Bergkette. Der Pilot erlitt einen Herzinfarkt. Alex und Ben samt Hund überleben den Absturz. In der eisigen Wildnis beginnt für sie ein kräftezehrender Überlebenskampf. Zwei Fremde, die unter extremen Umständen gezwungen sind, sich aufeinander zu verlassen. Für Winslet und Elba eine schauspielerische Tour de Force. Regisseur Hany Abu-Assad lag viel daran, das Überlebensdrama so realistisch wie möglich zu inszenieren. Die Aufnahmen der verschneiten Wildnis und des bizarren Bergpanoramas sind eine Wucht.

Als die beiden nach Tagen eine leere Hütte entdecken kommen sie sich auch als Paar näher. Und nun entwickelt sich der spannende Kampf ums Überleben zu einer ziemlichen Schmonzette und ist auf dem Weg  zu einer Abenteuerromanze. Von da an schweiften meine Gedanken ab und ich überlegte, wie der Film wohl geworden wäre, hätte man die Hauptakteure mit zwei 70-jährigen besetzt.

A GHOST STORY START: 7.12. 2017

„Ghost Story“ ist kein Horrorfilm, so der Titel vermuten lässt. Es ist ein zutiefst berührender Film über Liebe, Trauer, Vergänglichkeit und das Leben. Ein sich liebendes Paar (Rooney Mara und Casey Affleck) wird durch einen Autounfall jäh getrennt. Zurück bleibt eine trauernde Frau, die im Leichenschauhaus bei ihrem Mann verweilt. In einer endlos erscheinenden Einstellung wird man Zeuge eines schmerzvollen Abschieds. Nachdem sie den kalten, fahlen Raum verlassen hat, bleibt das Bild noch stehen und gibt dem Zuschauer die Gelegenheit, seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Es passiert etwas Unerwartetes: Unter seinem weissen Leichentuch steht der Tote langsam auf und kehrt zurück zu seiner Frau. Der Hauptschauplatz ist das Haus, in dem die beiden glücklich gelebt haben und in dem sich jetzt alles nach und nach verändert. Ein Haus voller schmerzlicher Trauer. Ein Geist, gehüllt in ein weisses Tuch mit kohlschwarzen Augenlöchern, gefangen in einer mysteriösen Zwischenwelt, muss  tatenlos mitansehen, wie die junge Witwe ohne ihn mit dem Leben fertig wird. Ein stummer, für sie unsichtbarer Zeuge ihres leidvollen Schmerzes. Verhaftet in der Illusion, seiner Frau in ihrer Trauer beizustehen,  langsam begreifend, dass er als Geist, losgelöst von jeglicher Zeit existiert. Ein passiver Beobachter, der dazu gezwungen ist, zu erfahren wie das Leben, so wie er es kannte, sich auflöst und die Frau, die er liebte in eine Zukunft ohne ihn entschwindet.

Die immer wiederkehrenden, minutenlangen Einstellungen bringen dem Zuschauer die schmerzhaften Gefühle von Trauer und Verlust spürbar nah. Der Film lebt von einer derart melancholischen Bildsprache, die man so noch nicht gesehen hat. Besonders herzergreifend eine Szene, in der Mara einen ganzen Kuchen ißt, wie sie das macht, rührt zu Tränen. In den langen Passagen, die einem Stummfilm ähneln, gibt es kurze Momente, die durchaus komisch sind.

Erstaunlich, wie Casey seine Trauer spürbar macht, obwohl er unter seinem Tuch absolut nicht sichtbar ist. Jegliches Zeitgefühl ist aufgehoben. Es vergehen Tage, Wochen, Jahre. Alles um ihn herum verändert sich und er womöglich  in der Zwischenwelt stecken bleibt, in abgrundtiefer Verlorenheit.

David Lowery hat einen sehr künstlerischen und auch sehr speziellen Film gedreht. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine derart liebevolle Geschichte, die tief berührt und man unweigerlich daran erinnert wird, über die Vergänglichkeit des Lebens nachzudenken.

BO UND DER WEIHNACHTSSTERN START: 07.12.2017

Für Eltern von kleineren Kindern empfehle ich den Animationsfilm „BO und der Weihnachtsstern.“ Erzählt wird die Geschichte vom allerersten Weihnachten, dem Tag, an dem das Jesuskind geboren wird. Der kleine Esel Bo hat die Schnauze voll. Tag für Tag muss er ständig im Kreis herumlaufen, um die Dorfmühle des unfreundlichen Müllers in Bewegung zu halten. Zu gerne möchte er die königliche Karawane sehen. Er fasst all seinen Mut zusammen und flieht. An seiner Seite die weisse Taube Dave. Doch es kommt alles anders als gedacht. Bo, der sich auf der Flucht verletzt hat, findet für einige Tage Unterschlupf bei der schwangeren Maria und ihrem Mann Josef. Maria wurde von Gott ausersehen, seinen Sohn Jesus auf die Welt zu bringen. Am Himmel leuchtet ein ganz besonderer Stern in ungewöhnlicher Helligkeit. Maria und Josef folgen ihm und machen sich auf den Weg nach Bethlehem. Den Esel lassen sie zurück. Der schlaue Bo bekommt mit, dass der König Herodes zwei böse Hunde auf die Fährte des Paares schickt, um das Jesuskind zu kidnappen, denn er duldet keinen anderen „König“ neben sich. Bo hat nur einen Gedanken, er muss Maria warnen.

Also folgen er und der Vogel, das Schaf Ruth, welches seine Herde verloren hat, drei lustige Kamele, und einige andere Stalltiere dem hellen Stern in Richtung Bethlehem. In Bethlehem angekommen, suchen Maria und Josef vergeblich eine Herberge. Der gemeine Müller hat sich den Esel wieder geschnappt und sperrt ihn zu anderen Tieren in einen Stall. Bo schafft es wieder auszureissen. Er führt Maria und Josef zu dem Stall. Schaf Ruth hat seine Herde wiedergefunden und die gesamte Tierkarawane versammelt sich in- und um den Stall, indem Maria ihr Kind zur Welt bringt. Auch die Hunde kommen reumütig zurück, um die Geburt des neuen Messias Jesus zu erleben. Bo und seine Tierfreunde sind die Helden dieser Nacht, die von nun an jedes Jahr am Heiligen Abend gefeiert wird. Erzählt wird die Geschichte der Geburt Jesu fast ausschliesslich aus dem Blickwinkel der Tiere, was für Kinder das Verstehen der Ereignisse besonders spannend und verständlich macht.

DER MANN AUS DEM EIS START: 30.11.2017

1991 fand eine Gruppe Bergwanderer am Tisenjoch einen mumifizierten Toten.Nach gründlichen medizinischen Untersuchungen stellte sich heraus, dass der Mann bereits mehr als 5300 Jahre tot war. Wahrscheinlich starb er durch einen abgeschossenen Pfeil, der ihn von hinten in die Schulter traf. Die Steinzeitmumie bekam den Namen Ötzi. Er war etwa 45 Jahre alt, muss wohl in verrauchten Hütten gelebt haben. Befund: Eine geschwärzte Lunge. Er litt an Arteriosklerose. Seine Muskeln waren stark ausgebildet.

Regisseur Felix Randau beschäftigt sich in seinem Film DER MANN AUS DEM EIS mit dem Schicksal dieses Mannes und versucht ungklärte Fragen in einem fiktiven Plot zu beantworten.

In der deutsch-österreichisch-italienischen Co-Produktion wird die Steinzeitmumie nun zum Leben erweckt. Jürgen Vogel spielt Kelab, einen Anführer einer Sippe von Steinzeitmenschen, der die Ermordung seiner Familie ertragen muss. Er und seine Frau Kisis (Susanne Wuest) leben in einer jungsteinzeitlichen Siedlung in den Südtiroler Alpen, vor über 5300 Jahren. Alles ist friedlich. Eine Frau liegt in den Wehen. Rührend leistet Kelab der jungen Frau spirituellen Beistand, doch die Gebärende stirbt. Nach der Totenfeier wird das Neugeborene in einer traditionellen Zeremonie in der Gemeinschaft aufgenommen.Während Kelab auf der Jagd ist, wird die Siedlung von Krant (André M. Hennicke) und seinen beiden Söhnen Tasar (Sabin Trambera) und Gosar (Martin Augustin Schneider) brutal überfallen und das Heiligtum der Gemeinschaft, ein Schrein, geraubt. Als Kelab zurückkehrt entdeckt er das alle Mitglieder seines Stammes ermordet wurden, einschliesslich seiner Frau und seinem Sohn. Nur das Neugeborene hat überlebt. Von grenzenloser Trauer übermannt gibt es für ihn nur eins: Erbitterte Rache. Mit dem Baby und einer Ziege macht er sich auf den Weg, die die Täter zu finden.

Viel gesprochen wird in dem Rachedrama nicht. Und wenn, dann in einer Urform des Rätischen. Das ist auch nicht nötig, denn Kelab und seine Widersacher brüllen mehr, als das sie reden. Vor der Kulisse des beeindruckenden Alpenpanoramas spielen sich Szenen von äusserster Brutalität ab.

Randaus Film ist ein archaisches Abenteuerwerk um Rache und Läuterung mit einer originalgetreuen Ausstattung, indem Jürgen Vogel durch die klimatischen Verhältnisse an die Grenze des Erträglichen stösst. In etwa vergleichbar mit Leonardo DICaprio in THE REVENANT.

COCO – LEBENDIGER ALS DAS LEBEN START: 30.11.2017

COCO, der neue Film aus dem Hause Pixar spielt im mexikanischen Reich der Toten. Man feiert den traditionellen Día de los Muertos. Die Menschen stellen Fotos ihrer verstorbenen Familienmitglieder auf und bereiten deren Lieblingsessen vor. Auf den Friedhöfen wird gefeiert, Kinder verkleiden sich als Skelette, es wird Musik gespielt und getanzt. Der zwölfjährige Miguel Rivera, der  sich selbst das Gitarrenspiel beigebracht hat und unbedingt seinem grossen Gesangsidol Ernesto  de la Cruz nacheifern möchte, ist sehr traurig. Bei ihm zu Hause ist es seit Generationen strengstens verboten Musik zu machen. Miguels Ururgroßvater hat damals seine Familie verlassen. Er konnte seinen Traum, ein Musiker zu sein, nicht aufgeben. Ein bürgerliches Familienleben war ihm lästig. Der Junge möchte seine Familie so gerne überzeugen, wie ehrenhaft es ist Musik zu machen, besonders in einem Land, in dem Musik eine ganz grosse Rolle spielt. Als er sich heimlich seine Gitarre schnappt, um auf dem Marktplatz mit den Menschen und den Toten, die zu Besuch sind zu musizieren, erwischt ihn seine Großmutter , reisst ihm das Instrument aus der Hand und schmeisst es auf den Boden. Miguel weiss sich nicht anders zu helfen, er klaut Ernestos Gitarre aus dem Mauseleum. Es dürfen nur die Toten das Totenreich verlassen, deren Foto von den Familien aufgestellt wird. Ernestos Foto gehört nicht dazu, über ihn werden auch keine Geschichten mehr erzählt. Er gehört zu denen, die endgültig verschwinden. Während die Lebenden und die Toten miteinander feiern geschieht etwas Magisches: Miguel befindet sich plötzlich im Reich der Toten und trifft auf seine Vorfahren. Unter den skurrilen Knochenmenschen befindet sich der von Miguel vergötterte Ernesto, der auch im Jenseits ein beliebter Star ist. Was Miguel noch nicht ahnt, Ernesto entpuppt sich als ein gerissener Gauner. Es ist eine bizarre Welt in der der Junge gelandet ist. Hier sind die versammelt, denen der Ausflug ins Diesseits verwehrt ist. Die klappernden Skelette sind so etwas wie Menschen zweiter Klasse, obwohl beide Welten auf den ersten Blick in ihrer Buntheit, der Musik und Freude ähnlich sind, leben die im Jenseits in verwahrlosten Orten, geplagt von Schuldgefühlen, resultierend aus negativen Verhaltensweisen, die sie zu Lebzeiten begangen haben.

An Miguels Seite sein treuer Hund Dante, ein sogenannter Xolo Hund, ein mexikanischer Nackthund, der Nationalhund Mexikos, eine Rasse, deren Name sich ableitet von dem aztekischen Gott Xolotl und dem aztekischen Wort für Hund Itzcuintli, der man nachsagt Haus und Hof vor bösen Geistern zu schützen und der auch heilende Kräfte nachgesagt werden. Miguels Abenteuer im Totenreich kann erst dann beendet werden, wenn es Miguel gelingt, seinen Grossvater aus der Stadt der Toten zu befreien.

COCO ist ein herrlicher Augenschmaus für alle Sinne. Die Bilder sind von einer faszinierenden Buntheit und fröhlicher Morbidität. Anrührend und komisch, ernsthaft und nachdenklich zeigt er einen wichtigen traditionellen Bestandteil der mexikanischen Kultur. Ein Tag, geprägt durch die Kraft des Erinnerns und dem familiären Zusammenhalt der Generationen. Ein farbenprächtiges Erlebnis für die ganze Familie.