AUF ALLES, WAS UNS GLÜCKLICH MACHT (Ein Film über FREUNDSCHAFT, Liebe, Hoffnung) Kinostart: 14.10. 2021

Als Jugendliche sind die vier Freunde Giulio, Gemma, Paolo und Riccardo unzertrennlich. Unterschiedliche Lebensweisen treiben die vier auseinander und bringen sie auch immer wieder zusammen.

Italien 1982. Die zwei Freunde, der draufgängerische Giulio und der sanftePaolo amüsieren sich in einer Disco in Rom, während draussen eine Demonstration stattfindet. Bewaffnete Polizisten und gewaltbereite Demonstranten stehen sich gegenüber. Neugierig gehen die beiden hinaus,geraten in den Tumult und sehen mitan, wie Riccardo angeschossen und schwer verletzt wird. Sie zögern nicht und bringen ihn in ein Krankenhaus. Von dem Tag an, werden die drei unzertrennliche Freunde. Sie kaufen einen alten Sportwagen, motzen ihn auf und brausen durch die Strassen Roms und geniessen das Leben am Strand. Seit seiner Genesung wird Riccardo von seinen neuen Freunden „Sopravissuto“, der Überlebende genannt. Zu ihnen gesellt sich die schöne Gemma, die jeden Spass mitmacht und in die sich der sensible Paolo spontan verliebt. Sie ist seine erste grosse Liebe, bis Giulio ein Verhältnis mit ihr beginnt, welches aber nicht von langer Dauer ist. Gemma muss überraschend nach Neapel ziehen und gerät auf die schiefe Bahn. Giulio entwickelt sich vom Pflichtverteidiger zum Staranwalt und gibt für seine Karriere seine früheren Ideale auf. Paolo hofft auf eine Festanstellung als Lehrer, Ricardo scheitert als Autor und wird von seiner Frau, die auch den Sohn mitnimmt, verlassen.

Über einen Zeitraum von fast vier Jahrzehnten folgt der italienisches Regisseur Gabriele Muccino dem Schicksal seiner Protagonisten. Er zeigt das Leben in all seinen Facetten. Ehen werden geschlossen, Kinder werden geboren, Freundschaften gehen auseinander und kommen wieder zusammen, man liebt und man trennt sich. Es wird gelacht und geweint, geliebt und gelebt. Und weil das alles wie im wirklichen Leben passiert, wachsen einem die vier regelrecht ans Herz, mit ihren Macken, ihren Hoffnungen, ihren Verletzungen, ihrem Humor und dem alltäglichen Irrsinn.

Der Song „Dreams are My Reality“ ist das Leitmotiv des Films, der nebenbei auch noch so einiges über das Italien der vergangenen Jahrzehnte erzählt.

In einer Silvesternacht treffen sich alle wieder: „Wir trinken auf alles, was uns glücklich macht. Wer keine Fehler gemacht hat, hebe die Hand“. Dem kann man sich nur anschliessen.

Bewegendes, emotionales Kino über das Leben, die Freundschaft, die Hoffnung und die Liebe.

Italien 2020 129 Min. Regie: Gabriele Muccino („Das Streben nach Glück“) D: Pierfrancesco Favino, Micaela Rmazotti, Claudio Santamaria, Kim Rossi Stuart

FLY ( Junge Häftlinge sollen durch eine Tanztherapie resozialisiert werden) Kinostart: 14.10.2021

Die 20-jährige Bex (Svenja Jung) verursachte einen folgenschweren Unfall und muss im Gefängnis vor ihrer Entlassung ein Resozialisierungsprogramm absolvieren. Sie soll an einem Tanzworkshop teilnehmen. Doch die rebellische Einzelgängerin verweigert sich, da sie an einen Erfolg nicht glaubt. Anwältin Dr. Goldberg (Katja Riemann) und die Pädagogin Sara (Nicolette Krebitz) bleiben hartnäckig. Sie engagieren die Tanztherapeutin Ava (Jasmin Tabatabai) ein ehemaliger Star der Breakdanceszene, von der sie glauben, mit den Knackis klar zu kommen. Bex öffnet sich langsam ihren Mithäflingen und willigt ein.

Ava: „Mir ist völlig egal, wie ihr tanzt. Mich interessiert die Geschichte, die ihr mit dem Tanz erzählt. Tanz ist Hingabe.“

Nach und nach findet Bex im Tanz eine Möglichkeit, zurück ins Leben zu finden, allerdings mit Komplikationen.

Was in den Gemäuern des Gefängnisses begann, weitet sich aus in die Öffentlichkeit der Stadt Berlin. Strassen und Plätze werden zur Bühne der tanzfreudigen Knackis. Sie schlagen Salti über Autos, nutzen Treppen und Geländer für ihre choreographierten Tanzszenen und scheuen nicht davor zurück, als die Behörden den Kurs nicht weiter genehmigen, dort aufzutauchen und die Räumlichkeiten mit ihren Moves in „Schwingungen“ zu versetzen. Mit ihrem Tanzeinlagen holen sich die Gefangenen den öffentlichen Raum gewissermassen zurück.

Die weitgehend vorhersehbare Geschichte wechselt zwischen gespielten Szenen und mitreissenden choreographierten Tanzeinlagen. Von den Tänzern ist Svenja Jung ( „Die Mitte der Welt“) die einzig erfahrene Schauspielerin. Alle anderen tanzen bei der renommierten Tanztruppe „Flying Steps“ oder sind Weltmeister im Hiphop, wie Majid Kassib in der Rolle des Fahid oder Ben Wichert, in den sich Bex im Film verliebt und der hier in seiner ersten Hauptrolle zu sehen ist.

Dass die „Tänzer- Knackis“ schauspielerisch überfordert wirken, indem ihre Texte zeitweilig hölzern daherkommen, mag man ausnahmsweise verzeihen. Was sie tänzerisch liefern, macht es wieder wett.

Deutschland 2021 113 Min. R: Katja von Garnier D: Svenja Jung, Jasmin Tabatabai, Nicolette Krebitz, Katja Riemann, Aleksandar Jovanovic

HINTERLAND (Historischer Serienkiller-Thriller) Kinostart: 7.10.2021

HINTERLAND spielt in Wien, 1920. Geprägt ist der Film durch ein ungewöhnliches Szenenbild.

Der ehemalige Kriminalinspektor Peter Perg (Murathan Muslu) kehrt versehrt mit seiner Truppe nach dem verlorenen Krieg aus russischer Gefangenschaft zurück nach Wien, in eine Welt, in der nichts mehr ist, wie es mal war. Den Kaiser gibt es nicht mehr, Österreich ist jetzt eine Republik. Das alte Wertesystem ist verschwunden. Als Perg in seine alte Wohnung kommt, erkennt man ihn kaum, nur sein Hund rennt wedelnd auf ihn zu. Seine Frau ist mit dem Kind auf`s Land gezogen.

Des nachts wird Perg von Albträumen geplagt. Viele Kriegsheimkehrer sind in Obdachlosenheimen untergebracht. Eine Zumutung für die kriegstraumatisierten Männer.

Ein Ritualmörder, genannt „das Monster von Wien“, versetzt die Stadt in Aufruhr. Alle Opfer waren mit Perg im Gefangenlager. Bei jedem bestialischen Mordritual spielt die Zahl 19 eine Rolle.

Der amtierende Polizeirat (Marc Limpach) verlangt von seinen Leuten einige Strolche und Zigeuner festzunehmen. Mit ihm hat Perg bis zum Beginn des Krieges zusammengearbeitet, wird verhaftet, doch dann wieder freigelassen. Er darf ermitteln, mit dem Versprechen, wenn er erfolgreich ist, kann er in seinen alten Beruf zurückkehren.

Zusammen mit der Gerichtsmedizinerin Theresa Körner (Liv Lisa Fries) und dem jungen Kommissar Paul Severin (Max von der Groeben) macht sich Perg auf die Suche nach dem Mörder und wird von seiner Vergangenheit eingeholt.

Für seinen Thriller hat Regisseur Stefan Ruzowitzky („Die Fälscher) eine ungewöhnliche Bildprache gewählt. Er hat ein Szenenbild gewählt, das an expressionistische Stummfilmklassiker wie „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920) erinnert. Bilder, die den Betrachter emotional ansprechen und ihn innerlich erschüttern. Verzerrte Perspektiven, Häuser mit schiefen Fenstern, krumme Strassen, schräg ineinander stürzende Stadtlandschaften. Alles ist aus den Fugen geraten. Offensichtlich eine Metapher für den damaligen Zustand der Gesellschaft und dem zerrissenen Gemütszustand des Protagonisten Perg. Gedreht wurde vor einem Bluescreen, die Hintergründe digital eingefügt. Die Atmosphäre, dunkel und depressiv.Zwischendrin die vom Krieg gezeichneten Soldaten und die bestialisch zugerichteten Mordopfer.

„Hinterland“ punktet mit Bildern, die man so noch nicht gesehen hat.

Österreich, Luxeemburg, Belgien 2021 98 Min. R: Stefan Ruzowitzky D: Murathan Muslu, Liv Lisa Fries, Max von der Gröben, Stipe Erceg, Matthias Schweighöfer

TÖCHTER Kinostart: 7.10.2021 (Drama)

Marthas (Alexandra Maria Lara) Verhältnis zu ihrem Vater Kurt (Josef Bierbichler) ist mehr als angknackst. Dass er zum Sterben in die Schweiz fahren will, ist für sie kein Problem. Dafür braucht er nicht nur das Geld seiner erfolgreichen Tochter, sondern auch eine Mitfahrgelegenheit. Sie soll ihn in seinem klapprigen Golf dort hinbringen. Für Martha eine Zumutung, da sie seit einem traumatischen Unfall nicht mehr hinter dem Steuer gesessen hat. Sie bittet ihre beste Freundin Betty (die wunderbare Birgit Minichmayr), die gerade in Rom verweilt, weil sie dachte, es sei für sie hilfreich, religiös zu werden, ihren krebskranken Vater in die Schweiz zu kutschieren. „Das Einzige,was er wirklich in seinem Leben geplant hat, ist sein Tod“. Also holen sie ihn aus seiner verräucherten Wohnung, setzen ihn auf die Rückbank seines mit leeren Bierdosen vermüllten Autos und fahren los. Betty, die nach einem Zusammenbruch Antidepressiva schluckt, hat auch ein Vaterproblem. Ihr Stiefvater Ernesto ist einfach abgehauen als sie noch ein Kind war und liegt angeblich begraben in einem Bergdorf in Italien. Ihre Mutter hat ständig neue Männer angeschleppt.

Während der Fahrt grantelt Kurt vor sich hin, schimpft auf emanzipierte Frauen, schwärmt davon, dass das Beste an den Hafenstädten die Nutten seien und die Toten sind die besten, weil sie ganz entspannt sind. Der Roadtrip Richtung Suizid ist gepflastert mit so einigen Überraschungen. Es stellt sich heraus, dass Kurt seine Tochter aufs übelste belogen hat, sein Todestermin in der Schweiz stimmt nicht, er wollte einen Gratistrip zu seiner früheren großen Liebe nach Stresa, am Lago Maggiore. Sie setzen ihn dort ab und starten auf eigene Faust durch. Sogar Martha setzt sich wieder ans Steuer. Der in den verwinkelten, ialienischen Gassen demolierte Golf steckt auf einer Mauer fest. Martha nutzt das Desaster, um wenigstens Italien kennenzulernen. Die beiden „Töchter“ trennen sich. Betty macht sich auf die Suche nach Ernestos Grabstelle, da sie sich damals nicht von ihm verabschieden konnte. Ihre Reise führt sie bis auf die ägäische Insel Amorgos, wo sie ihren totgeglaubten Vater aufspürt. Auch Kurt und Martha tauchen plötzlich auf.

„Töchter“ basiert auf dem gleichnamigen Bestsellerroman von Lucy Fricke, die mit der Regisseurin Nana Neul auch das Drehbuch schrieb. Eine tragikomische Reise zweier Frauen um die 40, vereint durch das Versagen ihrer Väter und dem damit verbundenen Schmerz, auf der Suche nach ihren Wurzeln. Der „Menschenfeind“ Kurt und die chronisch missmutige Betty, unterhalten, trotz aller Dramatik, mit pointierten Wortgefechten.

Deutschland 2021 122 Min. R: Nana Neul D: Birgit Minchimayr, Alexandra Maria Lara, Josef Bierbichler, Giorgio Colangeli, Gundi Ellert

SCHACHNOVELLE (Literaturverfilmung) Ganz große Bilder. Ganz großes Schauspiel. Kinostart: 23.9. 2021

Wien 1938. Die Nationalsozialisten sind in Österreich einmarschiert. Der Notar und Treuhänder Dr. Josef Bartok (Oliver Masucci) und seine Frau Anna (Birgit Minichmayr) wollen mit dem Schiff nach New York reisen, um der drohenden Gefahr zu entkommen. Die Strassen sind voller Menschen, die den Anschluss an Nazideutschland fordern. Bartok wird am12. März 1938 in seinem Büro von der Gestapo verhaftet und in das Hotel Metropol gebracht. Anna fährt voraus. Der Gestapo -Chef Böhm (Albrecht Schuch) erhofft sich, von ihm Informationen und Zugang zu den Vermögenswerten derer, die zu den besseren Kreisen Österreichs gehören, zu bekommen. Die Codes für die Konten befinden sich allein in Bartoks Kopf. Er wird unter Hausarrest gestellt, isoliert und verhört. Um in der Isolationshaft nicht den Verstand zu verlieren und Informationen zu verraten, stiehlt er ein kleines Buch. Es ist ein Schachbuch. Erst ist er enttäuscht, doch dann beginnt er, sich mit den Partien und Zügen zu beschäftigen. So gelingt es ihm die Isolationsfolter und die Verhöre zu überstehen. Später beginnt er das gesamte Buch auswendig zu lernen und spielt die in dem Buch beschriebenen Züge, mit aus Brotresten geformten Figuren nach. Das Spiel wird zu seinem Rettungsanker. Er wird gleichzeitig zum Spieler und Gegner in einer Person, was im Verlauf seiner Haft zu einer erheblichen psychischen Störung seiner Persönlichkeit führt.

Unter den vielen Literaturverfilmungen dieses Jahres sticht „Schachnovelle“ durch herausragende schauspielerische Leistungen hervor. Fast alle Schauspieler verfügen über Theatererfahrungen, was ihnen in diesem dichten und beklemmend authentisch erzählten Kammerspiel zugute kommt.

Schuch spielt den Gestapotypen mit süffisanter Höflichkeit und erschreckend diabolischen Zügen. Ihm gegenüber Masucci, er brilliert als Wiener Weltbürger, der verzweifelt und dem Wahn verfällt. Ein großartiges Schauspieler- Duell, was sich die beiden da liefern. Zug um Zug.

Regisseur Philipp Stölzl findet dazu zutiefst bewegende Bilder. Ganz großartig auch, wie er Wien 1938 bildreich nachgestaltet. Stölzl hat die literarische Vorlage von Stefan Zweig etwas umgestaltet, in dem er die Haftzeit in den Vordergrund gerückt hat und nicht die Schiffsüberfahrt in die USA, die Bartok nach seiner Haftentlassung angetreten hat und bei der er auf den amtierenden Schachweltmeister trifft. Sie verwickeln sich in ein dämonisches Spiel, ohne Sieger.

Ganz große Kinobilder, ganz großes Schauspiel. Auch Birgit Minichmayr, präsent wie immer.

Deutschland 2020 ; 111 Min. Regie: Philipp Stölzl D: Oliver Masucci, Albrecht Schuch, Birgit Minichmayr, Rolf Lassgard, Samuel Finzi

A-HA – THE MOVIE Kinostart 14.9.2021 (Dokumentation)

In Norwegen der 1970er-Jahre eine Rock-Band zu gründen galt als Ding der Unmöglichkeit.Noch nie hatte das Land eine Band hervorgebracht, die über die Grenzen hinaus internationale Erfolge feierte. Morten Harket, Magne Furuholmen und Pal Waaktaar-Savoy der Band a-ha haben es geschafft. Es gibt kaum einen Song aus den 1980er-Jahren der zu einem solchen Ohrwurm wird wie „Take on Me“, mit dem dem sie 1985 ihren internationalen Durchbruch schafften und der zum Nummer-eins-Hit in den USA wird. Das der Weg bis dahin steinig war, erfährt man in diesem aussergewöhnlich ehrlichen Dokumentarfilm „a-ha The Movie“. Magne und Pal gründeten im Alter von 12 Jahren ihr erste gemeinsame Band. Sie träumten von einem internationalen Erfolg. Als Depeche Mode und andere Bands in den frühen 80ern berühmt wurden, fuhren die beiden Freunde ohne Rückfahrkarte nach London. Ihr großes Idol war Jimi Hendrix, der aus den USA nach London gereist war, um den Durchbruch zu schaffen. Naiv und beseelt von dem Gedanken, es genauso zu machen, erweckte ihren Ehrgeiz und sie gaben nicht auf. Als sie nach vielen Monaten immer noch nichts erreicht hatten und auch kein Geld mehr hatten, trampten sie nach Hause.Dort fanden sie, was ihnen noch gefehlt hatte: Den Sänger Morten Harket mit der aussergewöhnlichen Drei-Oktaven-Stimme. So hat alles angefangen. Mit dem Ruhm, der dann folgte, hatten sie nicht gerechnet. Kreischende Mädchen und Frauen lagen ihnen zu Füssen, ihre Hingabe galt besonders dem schönen Morten mit seiner hinreissenden Stimme. Damit hatten Pal und Magne so nicht gerechnet. Seine Stimme war das Sahnehäubchen ihrer selbstgeschriebenen Songs und er stand fast immer im Mittelpunkt.

Mit entwaffnender Ehrlichkeit sprechen die drei Musiker über die Schattenseiten des Ruhms. Der unerwartete Erfolge und musikalische Differenzen, Vermarktung, Kompromisse, der Streit über Rechte und Geld und die Schwierigkeit von zwischenmenschlichen Beziehungen belasten ihre Freundschaft bis heute.

Fünf Jahre lang begleiteten Thomas Robsahm & Aslaug Holm die norwegische Band. Sie sammelten Archivmaterial, führten Interviews und begleiteten sie auf ihren Touren und machen die Eigenheiten jedes einzelnen Bandmitglieds sichtbar. So offen und ehrlich hat man das noch nie gesehen. Freundschaft war nie die Grundlage von a-ha. Ihre Grundlage ist die Musik.

( Das Video zu „Take on Me“ gilt als eines der originellsten Musikvideos aller Zeiten. 1986 wurde es bei den MTV Video Awards für acht Preise nominiert, von denen es sechs gewann, einschließlich des Preises für das Beste Video des Jahres). Das muss ich mir sofort ansehen.

Norwegen/Deutschland 2020 108 Min. R: Thomas Robsahm und Aslaug Holm

DUNE (Science-Fiktion) Kinostart: 16.9. 2021

Der Francokanadier Denis Villeneuve („Blade Runner 2049“, „Arrival“, „Sicario“ hat sich einen langgehegten Kindheitstraum mit dem Wüsten-Epos „Dune,“ eine Mischung aus „Game of Thrones“ und „Star Wars“, in dem Timothée Chalamet einen mit besonderen Kräften gesegneten Heilsbringer spielt, erfüllt. Der Haupthandlungsort ist ein Planet fast ohne Wasser, bestehend nur aus Sand und Felsen, mit Temperaturen bis zu 60 Grad und Sandstürmen mit 800 km/h, bevölkert mit gefrässigen kilometerlangen Sandwürmern, die den Ort bewachen. Diese Ödnis namens Arrakis ist der hart umkämpfte Haupthandlungsort, denn nur auf Arrakis gibt es das „Spice“ , eine Art Gewürz, welches das Leben der Menschen verlängert, ihnen übernatürliche Kräfte verleiht und als Treibstoff für die Raumfahrt unverzichtbar ist. Dort leben die Fremen, was niemand sonst kann, weil sie im Gleichgewicht mit dem Wüstenplanetenleben. Heute würde man sagen: „Das ist eine „Null-Emissions-Kultur“.

Es ist das Jahr 10 191. Herzog Leto Atreides (Oscar Isaac) herrscht über den üppigen Planeten Caladan. Auf Befehl des Padischah Imperators soll Leto Calladan verlassen und sich auf Arrakis niederlassen. Natürlich geht es um „Spice“, dessen Abbau er erhöhen soll und sich mit den Fremen

und deren Anführer Stilgar (Javier Bardem) arrangieren. Das unterdrückte Naturvolk hofft auf einen Erlöser. Begleitet wird Leto von seiner Konkubine Lady Jessica ((Rebecca Ferguson) vom mysteriösen Schwesternorden Bene Gesserit, geführt von Gaius Helen Mohiam (Charlotte Rampling) die mit spirituellen Fähigkeiten einen Übermenschen erschaffen will. In Letos Begleitung auch sein 15-jähriger Sohn Paul Atreides (Timothée Chalamet), der als zukünftiger Herzog bestens ausgebildet wird. Unterstützt wird er von seiner Mutter Lady Jessica, dem Vertrauten und Kampfausbilder Halleck (Josh Brolin) und dem Berater seines Vaters, ein Mensch mit den Fähigkeiten eines Computers. Vor seiner Abreise erscheint Paul in einem Traum eine junge Fremin Chani (Zendaya). Noch hat der brutale Herrscher Baron Harkonnen (Stellan Skarsgard) auf Arrakis das Sagen. Er soll von Herzog Leto ersetzt werden. Leto wittert eine Falle. Die Harkonnen Armee rüstet sich für den Angriff gegen Arrakis. Kann der junge Paul, der aufgrund eines Orakels ein Messias für die Fremen ist, den Planeten retten? Auf Arrakis angekommen, erhalten Paul und seine Mutter zwckmässige lederne Kostüme, die Schweiss, Tränen und Urin in Trinkwasser umwandeln können. Eine Überlebensgarantie.

Der absolute Star dieser imposanten Verfilmung ist Timothée Chalamet, der vor der Kamera so unglaublich jung aussehen kann, glänzt mit einem wahnsinnigm Charisma. Villeneuve vergleicht es mit den Stars aus den Stummfilmen der 20er-Jahre.

Villeneuves Neuverfilmung „Dune“ hat alles, was ein Klassiker braucht. Erstklassige Besetzung und Kostüme und Kulissen und der mitreissend choreografierte Kampf um einen wertvollen Rohstoff aus der Wüste und der Score von Hans Zimmer ist großartig. „Dune“ ist mehr als ein typischer Science- Fiction- Film in dem es um eine entfernte Zukunft der Menschheit geht, sondern um das Heute. Der Raubbau und der kriegerische Kampf um Recourcen und der Klimawandel, schreien nach Veränderung. Sollte der Film ein Erfolg werden, plant Denis Villeneuve eine Fortsetzung.

USA 2021 156 Min. R: Denis Villeneuve D: Timothée Chalamet, Rebecca Ferguson, Oscar Isaak, Josh Brolin, Zendaya, Dave Bautista, Javier Bardem

JE SUIS KARL (Ein provokativer Film, der vor den Neuen Rechten warnt) Kinostart: 16.9.2021

Ein Mietshaus in Berlin-Fridrichshain. Hier wohnt eine glückliche Familie mit zwei kleinen Kindern. Die große Tochter Maxi (Luna Wedler) ist schon aus dem Haus. Alex Baier (Milan Peschel) und seine Frau Ines freuen sich. Sie haben den geflüchteten Yusuf über die Grenze nach Deutschland geholt. Gerade noch hat Alex ein Paket für die Nachbarin angenommen. Alex muss nochmal kurz weg. Es gibt einen Riesenknall, als das von einem unbekannten Boten ins Haus gebrachte Paket explodiert. Bei dem Bombenanschlag sterben Ines und die beiden kleinen Kinder. Zeugenaussagen verweisen auf einen islamistischen Täter. Alex vergräbt sich in seinem Schmerz, während Maxi wie paralysiert und voller Trauer durch die Strassen läuft, gejagd von sensationslüsternen Reportern, die sie mit Fragen belästigen. Maxi versucht ihnen auszuweichen.

Ein junger, attraktiver Mann bietet ihr verständnisvoll seine Hilfe an. Karl (Jannis Niewöhner) lädt sie bei sich zu einem Kaffee ein und schlägt ihr vor, ihn zu einem Treffen der Jugendorganisation „Re/Generation Europe“, deren Kopf er ist, nach Prag zu begleiten. Maxi überlegt nicht lange und willigt ein, in der Hoffnung, dass sie ein Ortswechsel von ihrer Trauer ablenkt. Seine freundliche und zurückhaltende Art gefällt ihr. Zu diesem Zeitpunkt weiss sie noch nicht, dass Karl für das Bombenattentat verantwortlich ist. Karl, der Anführer der europaweit operierenden Neonazi- Bewegung hat ihr nicht zufällig geholfen , sondern verfolgt mit ihr einen perfiden Plan. Maxi ist fasziniert von den hippen jungen Leuten, die der älteren Generation den Kampf ansagen, gerät dabei aber immer tiefer in die Fänge rechter Ideologen. Man hat es hier nicht wie gewohnt mit dumpfbackigen „Glatzen“ in Bomberjacken Springerstiefeln zu tun, sondern mit schönen jungen Menschen, die aus einem Hochglanzmagazin entsprungen sein können. Ihr wahres Gedankengut wird in Hinterzimmern entwickelt, draußen geben sie sich modern und zeitgemäß, reden von einer besseren Zukunft, reden von Gemeinschaft und Stärke und inszenieren sich als die einzigen glaubwürdigen Verteidiger der Freiheit. Sie täuschen, in dem sie Slogans von den Linken übernehmen und damit ihre eigenen Anliegen verschleiern und für den Mainstream attraktiver werden. Maxi zieht mit Karl weiter nach Brüssel. Dort tritt in einer ihrer Shows eine französische Politikerin auf, die fatal an Marie Le Pen erinnert. Sogenannte „Opfer“ erzählen erfundene Geschichten, Futter für die Neuen Rechten, die nun auf subtile Weise ihren Feindbildern Ausdruck verleihen können. Da Maxi ein wirkliches Opfer ist, fühlt sie sich noch stärker zu der Gruppe hingezogen. Sie trösten und versprechen Lösungen. Die heuchlerische Inszenierung ist schwer zu durchschauen.

Regisseur Christian Schwochow, der sich schon in seiner NSU-Triologie „Mitten in Deutschland“ mit der rechten Szene beschäftigt hat, geht mit „Je suis Karl“ nun einen Schritt weiter. Er deckt auf, dass diese Neuen Rechten, noch viel schwieriger zu fassen sind. Sie lassen sich nicht mehr genau identifizieren. Sie sind klüger und gebildeter als das braune Volk auf den Neonazi-Aufmärschen.

Das Drehbuch zu seinem Film schrieb Thomas Wendrich, der auch schon das Drehbuch zu „Mitten in Deutschland: NSU“ geschrieben hat.

Schwochow benutzt den modernen hippen Look der Neuen Rechten und zeigt uns damit, dass eine schöne Verpackung, einen rassistischen Inhalt haben kann. Sein Film ist ein provokanter Warnschuss.

Deutschland/Tschechien 2021 126 Min. R:Christian Schwochow D: Jannis Niewöhner, Luna Wedler, Milan Peschel, Edin Hasanovic, Anna Fialová

HERR BACHMANN UND SEINE KLASSE (Eine faszinierende Langzeitdoku über einen außergewöhnlichen Lehrer und seine Schüler) Kinostart: 16.9. 2021

Die wenigsten von uns würden nochmal freiwillig die Schulbank drücken. Die wenigsten von uns gehen ins Kino, um sich einen dreieinhalb Stundenfilm über einen Lehrer und seine Multikulti-Schüler der Georg-Büchner-Gesamtschule in in Stadtallendorf, Hessen, anzuschauen. Für „Herr Bachmann und seine Klasse“ sollte man es aber unbedingt tun. Herr Bachmann ist ein Lehrer, den wir alle zu gern gehabt hätten und den wir fast alle nie gehabt haben.

Die Schüler „seiner“ 6b sind zu beneiden. Dieter Bachmann trägt trägt Strickmützen und AC/DC – Shirts, probt mit seiner Klasse Bob Dylan Songs und Dolly Parton`s „Jolene“. Im Klassenzimmer steht ein Sofa, es gibt Musikinstrumente und geschnitzte Holzfiguren. Seine Schülertruppe besteht aus zwölf Nationen, von Brasilien bis Kasachstan. Sie reden in allen Sprachen, Türkisch, Bulgarisch, Russisch. Einige können Deutsch, andere weniger. Ihr Eltern kamen nach Deutschland, weil sie in ihrer Heimat keine Arbeit gefunden haben. Die meisten von ihnen arbeiten nun bei einer Eisengießerei oder bei Ferrero, der dort seine größte Produktionsstätte hat. Einen Lehrplan durchzuackern, wäre hier sinnlos. Bachmanns Ziel ist es, dass seine Schüler sich verständigen und untereinander Rücksicht nehmen und sich gegenseitig helfen. Für jedes Kind hat er ein offenes Ohr, hört sich ihre Sorgen und Nöte an, isst in der Pause mit ihnen, albert und scherzt. „Wenn alle durcheinander quatschen, dann klatschte ich, dann klatschen alle und es ist Ruhe. Ich nenne es das Echo-Klatschen“. Auch das Jonglieren hat er ihnen beigebracht. Aber seine Leidenschaft ist das gemeinsame Musikmachen. Als es um Homophobie ging, griff er zu seiner Gitarre und und spielte und sang ein Lied über zwei Jungen im Mittelalter, die sich mögen. Immer wieder schafft er Raum für Kommunikation. „Die Schulnoten, das seit nicht ihr, das ist nur eine Momentaufnahme“, tröstet er. Wenn die Schüler Hunger haben, dürfen sie essen, wenn sie Durst haben, dürfen sie trinken. Bachmann setzt sein Augenmerk nicht auf Defizite, sondern auf die einzelnen Fähigkeiten und persönlichen Eigenarten der Kinder und lässt sie Dinge tun, durch die sie erfahren und spüren können, dass sie wertvoll sind und Potential haben.

Ein ganz großes Lob gebührt auch der Filmemacherin Maria Speth und ihrem Team, die es verstanden haben, nicht nur das Vertrauen des Lehrers, sondern auch das der Schüler zu gewinnen. Schon nach kurzer Zeit ist die Scheu vor der Kamera vergessen. Ein ganzes Schuljahr verbringt der Zuschauer mit Maria Speths preisgekrönten Dokumentarfilm in Bachmanns 6b. Und das beste daran, man hat mit der Zeit , nicht nur den Lehrer lieb gewonnen, sondern auch seine Schüler. Drei Jahre hat sie mit dem Schnitt zugebracht. Bachmann ist längst in Rente und seine Schüler fast erwachsen. Die Freude war groß, als alle erfuhren, dass der Film im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale lief und den Silbernen Bären gewonnen hat.

Dieter Bachmann: „Wir brauchen eine Schule, die ein buntes Abbild unserer Gesellschaft ist. Und Lehrer, die Kinder liebhaben“. Dem ist nicht zu widersprechen.

Deutschland 2021 217 Min. Regie: Maria Speth ( IN DEN TAG HINEIN, MADONNEN)

SMALL WORLD ( Ein Film, der in die Abgründe des Kinderhandels führt) Kinostart: 16.9.2021

PRESSETEXT DES FILMVERLEIHS:

„Die Geschichte beginnt in Polen, wo ein 4 Jahre altes Mädchen aus einer der umliegenden Städte verschwindet. Ihre Mutter findet bald heraus, dass die russische Mafia ihre Tochter entführt hat. Als die Frau zu einem Grenzübergang eilt, um ihr Kind zu retten, wird sie von einem Polizisten, Robert Goc, wegen überhöhter Geschwindigkeit angehalten. Das Eingreifen der Polizei verzögert die Verfolgung und das Kind wird hinter der Ostgrenze entführt. Schon bald wird Robert, der sich schuldig fühlt, weil er die Entführer nicht aufhalten konnte, in eine internationale Ermittlung verwickelt, um das Mädchen zu finden. Die Spur zu der entführten Ola taucht ein paar Jahre später in Russland auf.

Der Menschenhandel ist der am dynamischsten entwickelte Zweig der Kriminalität in der heutigen Welt. Jedes Jahr werden 1,5 Millionen Kinder für sexuelle Ausbeutung, Betteln, Organhandel oder Rituale verkauft. SMALL WORLD handelt von einem dieser Kinder. Das Drehbuch wurde auf der Grundlage von Dokumentationen erstellt.

Patryk Vega, der Regisseur möchte, dass dieser Film ein „Aufschrei“ ist, bei dem sich Schauspieler aus verschiedenen Ländern gegen den weltweiten Kinderhandel zusammen schliessen. Er möchte jedoch betonen, dass es ihm sehr wichtig ist, nicht die direkten brutalen Bilder von Kindern zu zeigen, die misshandelt werden“.

Eine Mutter entdeckt, dass ihr Kind weg ist. Verzweifelt rennt sie auf die Strasse, dort liegen abgeschnittene Haar und russische Süßigkeiten. Sie setzt sich ins Auto und verfolgt einen Transporter mit russischem Kennzeichen. Als sie von der Polizei gestoppt wird und denen wild gestikuliernd unter Tränen klar macht, was passiert ist, sind die Entführer längst über alle Berge. Dank des Einsatzes von Robert Goc, wird sie ihre Tochter Ola, erst nach 12 Jahren wiedersehen.

Russland, 3 Jahre später.

Oleg, ein Russe, muss mit seinen fünf adoptierten Kindern wegen einer Gasexplosion seine Wohnung fluchtartig verlassen. Als die Polizei nach dem Auslöser sucht, entdecken sie in seiner Wohnung pornographische Kinderfotos. Er wird festgenommen. Es ist erschütternd wie die weinenden Kinder der Polizei hinterherrufen, was sie denn mit ihrem lieben Pappi tun. Aus einem Mangel an Beweisen wird er wieder laufen gelassen. Er bringt die Kinder zu seinem Bruder, der sie an eine kriminelle Gruppe aus Moldawien verkauft. Widerlich das Geschachere um den Preis. Robert kommt leider zu spät. Der nächste Fall führt ihn nach Großbritannien. Nach dem tragischen Tod eines der minderjärigen Mädchen, stößt der Polizist auf eine Spur,die zu einer der britischen Wohnungen führt. Dort findet er einen Fotografen und ein geheimnisvolles junges Mädchen. Als er sie nach ihrem Namen fragt, antwortet sie mit kindlicher Stimme: „Candy oder Stella oder Sugar oder Kitty. Wie sich später herausstellt, ist es Ola, die er sucht. Das Mädchen entkommt, der inhaftierte Fotograf wird wegen der einflussreichen Beziehungen der Künstlerin Jasmina wieder freigelassen. Die obszönen Fotos bezeichnet sie als Kunst. Robert schäumt vor Wut. Weiter verfolgt er Olas Spur. Sie führt ihn zu einer mysteriösen Party. Er trifft auf Menschen in einer düsteren Maskerade, bei der kleine Kinder für okkulte Rituale benutzt werden. Leider wird der Polizist enttarnt . Ola wird ihm weggenommen und erneut verkauft, diesmal nach Asien. Vier Jahre sucht er in Thailand nach dem Mädchen, bis er endlich ihre Spur gefunden hat. Sie hat ein Verhältnis mit John, dem Mann, der sie in Großbritannien gekauft hat. Ein Choleriker, der sie misshandelt dann wieder verwöhnt und wieder misshandelt……. Robert will sie zurück nach Polen bringen.Ola weigert sich. Erst als sie schwanger ist und John sie zu einer Abtreibung zwingt, geht sie unter Tränen weg. Robert hilft ihr, sich zu verstecken, besorgt ihr einen Pass bei der polnischen Botschaft und das Ticket nach Polen. Vorher macht er noch ein Foto von ihr und schickt es ihrer Mutter. Nach zwölf Jahren kehrt sie zurück, in eine Welt, die ihr völlig fremd ist.

Das ist der rote Faden eines Films, dessen Bilder man kaum ertragen kann. Patryk Vega schreckt nicht davor zurück diese abartige Szene in all ihrer Brutalität zu zeigen, dass man völlig vergisst, Zuschauer eines Spielfilms zu sein. Alle Schauspieler, angefangen bei den Kindern, den Polizisten den Tätern, den Opfern, sie spielen eine bittere Realität, die einer Dokumentation gleich kommt.

Ganz großartig das Spiel von Robert, der sich jahrelang in diesem Sumpf bewegt und einer „Achterbahn“ von Emotionen ausgesetzt ist, zeigt gnadenlos, was das mit einem macht. Kaum erträglich mitanzusehen, wie die Kinder sich ihrer Umwelt anpassen, lautlos leiden, sich in die Opferrolle fügen, denn sie kennen ja nichts anderes. Die Brutalität die in diesem Film zum Ausdruck kommt wirkt, noch lange nach und das ist auch gut so. Robert kehrt nochmal zurück nach Großbritannien, mischt sich wieder unter eine mystriöse Maskerade, überwältigt die Sicherheitskräfte und beginnt mit einem Maschinengewehr auf die Peiniger zu schießen. Dann befreit er Dutzende von Kindern und lässt sie vor dem Haus frei, wo sich die Polizei um sie kümmert. Psychologisch verständlich.

Polen 2021 Regie: Patryk Vega D: Enrique Arce, Marieta Zukowska, Aleksei Serebryakov,, Piotr Adamczyk, Julia Wieniawa