BOB, DER STREUNER START: 12.01.2017

James ( Luke Treadawy),  ein Junkie, der tapfer sein Methadon- Programm durchzieht und das grosse Glück hat in London eine Sozialwohnung bekommen zu haben, hält sich als Strassenmusiker so gerade über Wasser. Sein Leben verändert sich schlagartig, als ein abgemagerter Kater in seiner Wohnung auftaucht. Obwohl sein Geld kaum reicht, beschließt er das ausgehungerte Tier aufzupäppeln und es dann wieder laufen zu lassen. Doch so einfach ist es nicht.  Der rot getigerte Strassenkater lässt sich partout nicht abwimmeln.  Er folgt seinem neuen Herrchen auf Schritt und Tritt. Eigentlich hat James mit sich selbst genug zu tun. In seiner Situation auch noch die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen, ist ihm eigentlich zu viel. Das anhängliche Tier denkt gar nicht daran, das Weite zu suchen. James bleibt gar nichts Anderes übrig. Er gibt dem Kater einen Namen, James und Bob werden unzertrennlich. Von nun an klimpert die Kasse prächtig in Covent Garden. Bob, der es sich auf James Schultern gemütlich macht, wird zum Hinkucker der Passanten. Doch die Neider sind nicht weit. Sie stellen sich ihm in den Weg, sein Drogenproblem ist nicht gelöst und zu allem Ärger verliert er auch noch seine Musikerlizenz. Die sture Bürokratie fackelt nicht lange, seine Gitarre ist er los. Von nun an verdingt er sich als Magazinverkäufer, ähnlich Strassenfeger und Motz. Der treue Bob stets an seiner Seite. Der Vierbeiner wird zum Liebling in Londons Strassen. Die Menschen kaufen wie verrückt seine Zeitung, bitten um ein Foto mit dem drolligen Tier, zum Ärger der weniger erfolgreichen Verkäufer. Mit einer List erwirken sie einen monatlichen Verkaufsstopp. James besorgt von seinem letzten Geld Futter für Bob. Er ist am Boden zerstört. Ein cleverer Journalist der Islington Tribune veröffentlicht einen Artikel über das Gespann. Daraufhin melden sich zwei Literaturagentinnen bei ihm. Sie planen ein Buch über sein Leben mit dem Kater herauszubringen. Es dauert nicht lange und es findet eine öffentliche Lesung seiner Biografie „ A Street Cat named Bob“ statt. Die Menschen stehen Schlange um sich sein Buch signieren zu lassen. Einen Katzenpfoten-Stempel gibt es obendrein dazu.„Bob,der Streuner“ erinnert stark an die Sozialdramen von Ken Loach. Dem Regisseur Roger Spottiswoode ist es gelungen, die wahre Geschichte ohne rührseligen Pathos zu erzählen. Kater Bob ist unschlagbar in seiner tierischen Präsenz.

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