THE HATEFUL 8 START: 28.01.2016

Es ist Tarantinos 8.Film. Nach „ Django Unchained“ sein zweiter Western, gedreht im breitwandfüllenden 70-mm-Format, unterlegt mit der wuchtigen Musik des Komponisten Ennio Morricone , unvergessen sein „ Spiel mir das Lied vom Tod“.
Ein Mann in einer öden Schneelandschaft zieht drei Leichen hinter sich her. Es ist der kaltblütige Kopfgeldjäger Marquis Warren ( Samuel L. Jackson ) im Bürgerkrieg Soldat. Voller stolz trägt er einen persönlich an ihn gerichteten Brief des Präsidenten Abraham Lincoln bei sich. Wegen des herannahenden Blizzards, hält er eine Kutsche an. Darin hockt der berüchtigte Kopfgeldjäger John Ruth, genannt der „Henker“ ( Kurt Russel) an ihn gefesselt die Gefangene Daisy Domergue ( Jennifer Jason Leigh). Ihr Gesicht „ ziert“ ein blaues Auge und wenn sie ihren Mund aufmacht , gibt es erst einmal „ eine auf`s Maul“. Nach wenigen Metern gesellt sich der labernde Deserteur Chris Mannix ( Walton Goggins) hinzu. Da das Schneetreiben die Weiterfahrt unmöglich, macht finden sie Unterschlupf in einer einsamen Holzhütte namens „ Minnie`s Miederwarenladen“, eine Art Kneipe, Kolonialwarengeschäft und Herberge. Dort treffen sie auf vier weitere zwielichtige Gestalten. Die Spannung zwischen den Männer steigt und Daisy, die Mörderin, verfolgt einen üblen Plan.
„ The Hatefull 8“ besteht aus zwei Teilen, aufgeteilt in mehrere Kapitel. Der erste Teil erinnert an ein wortreiches Kammerspiel, Ein Haufen Männer, die sich mit ihrem lügenbetonten Gequatsche mehr oder weniger geschickt in Szene setzen.
Am besten der gemeine Monolog von John Ruth, der dem ehemaligen General Smithers (Bruce Dern), den wahren Sachverhalt über den Tod seines verstorbenen Sohns genüsslich erzählt.
Der zweite Teil wird von einem Ich-Erzähler eingeleitet, merkwürdige Rückblenden dienen dazu, den Weg für ein blutiges Gemetzel einzuleiten.
Meisterhaft zeigt Tarantino seinen Spass daran, Menschen gegenseitig untereinander auszuspielen. Aber wo sein Film letztendlich hinführen soll, bleibt leider unverständlich. Es gibt keine Figur, mit der man sich in irgendeiner Weise identifizieren kann. Menschen verenden in einer blutigen Gewaltorgie und trotzdem bleibt „ The Hateful 8“ gesamt gesehen ziemlich blutleer. ( 167 Minuten )
Da nicht jedes Kino über das spezielle Breitbandformat verfügt, sollte man sich diesen Schneewestern unbedingt im Berliner Zoopalast anschauen.

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