MAGIE DER MOORE START: 24.09. 2015

Der Naturfilmer Jan Haft hat es sich  in mühevoller Geduldsarbeit zur Aufgabe gemacht, die Magie des Moores mit seiner Kamera einzufangen.

Fünf Jahre Drehzeit, 500 Drehtage, 80 Drehorte, 10 Flugtage mit dem Heli, Kamera-Drohne und Heissluftballon“. Und nicht nur das. „ 250 Stunden Rohmaterial, Pirschgänge mit der Kamera und tagelange Tarnzeltaufenthalte bei Tag und Nacht.“Ein falscher Fußtritt kann das Ende bedeuten. Überall im Moor gibt es geheimnisvolle Orte, von den Menschen kaum erkennbar. Nicht eine Landschaft birgt so viele Geheimnisse und unterschiedliche Emotionen wie das Moor. Ein merkwürdiger Lebensraum, für den Menschen fremd und kaum begehbar. Und dennoch verbirgt sich in seiner“ Düsterheit“ auf sumpfigen Boden eine Vielfalt von prächtigen Pflanzen und Tieren. Wir erleben Bären und Wölfe auf ihren Streifzügen nach Nahrung. Wir beobachten Kraniche, die im Bruchwald liebevoll ihre Jungen füttern, tanzende Kreuzottern, fleischfressende Sonnentau-Pflanzen, Moose, deren Sporen mit lautem Krach explodieren, in Jahrtausenden von der Natur geschaffen. In einmalig spektakulären Bildern verschafft uns Hofer ein bunt schillerndes Kaleidoskop einer fremdartigen Flora und Fauna, die in ihrer „märchenhaften“ Art zu schützen und zu bewahren ist. Ganz nebenbei erfahren wir, dass Moore ein riesiger Co-Zwei Speicher sind und damit elementar für unser Klima sorgen. Von 2010 bis 2015 war das Team  an 80 verschiedenen Drehorten unterwegs, in Deutschland, Schweden, Finnland, Dänemark, Norwegen und der Slowakei. Spannend ihr Blick auf die kleinsten Bewohner des Moores und ihre Lebensweise. Das Moor, eine Heimat für grosse und kleine Tiere, eine unglaubliche Vielfalt an Formen,die sich in diesem Biotop tummeln.

Das Moor, nicht Land und nicht Wasser, nicht See und nicht Wald. Birkhühner und Doppelschnepfen versammeln sich im frostigen Winter und veranstalten ihre Balzrituale. Unmengen von Kleinstlebewesen, Moorameisen und die Moosbeere, Relikte aus der Eiszeit, haben es geschafft, sich den heutigen Bedingungen anzupassen.

Durch Torfabbau werden 5000qm²  Moor mittlerweile abgebaut. Nur noch ein Prozent unserer Moorlandschaften ist noch intakt. Mit der Zerstörung  verringert sich immer mehr der Lebensraum der Tiere und Pflanzen. Die für das Klima nützlichen Co-Zwei Speicher werden trocken gelegt. Langsam setzt ein Umdenken ein. Man versucht zu retten, was noch zu retten ist. Man hat begriffen, das diese versteckten „ Naturjuwele“ einen „ Rausch ungewohnter Formen und Farben darstellen und in Wirklichkeit ein unbeschreiblich schönes Naturschauspiel sind“. Die Renaturierung dieser einzigartigen Moorlandschaft ist ein Prozess von Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten. Axel Milberg leiht der „Magie der Moore“ ,sanft wie ein Märchenerzähler aus vergangenen Zeiten, seine Stimme. Für alle Naturfreunde ein unvergessliches Erlebnis. Naturmuffel sollten sich erst recht auf den Weg machen. Umdenken nicht ausgeschlossen!

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