HALLELUJAH: LEONARD COHEN, A JOURNEY, A SONG (Im Mittelpunkt des Portraits steht sein Song „HALLELUJAH“) Kinostart: 17.11. 2022

Der Dichter und Romanautor Leonard Cohen, der aus einer wohlhabenden jüdischen Familie stammt, startete seine Karriere erst im Alter von 32 Jahren. Davor behauptete er, daß er weder singen noch Gitarre spielen könne.

1967 New York City. Judy Collins sang mit ihm zusammen „Suzanne“. Er war total nervös, verließ die Bühne, kam aber wieder zurück und wurde danach berühmt. Er konnte keine Noten lesen, schrieb aber total poetische Texte. Ihm schwebte vor, ein reifer Mann zu werden, der in seinen Songs von seinem Leben berichtet. Ihn beschäftigte besonders, die Fragen des Lebens zu lösen. Obwohl er sehr comfortabel lebte, verlor er nicht aus den Augen, wieviel Leid es auf der Welt gibt.

1967 kam sein Album SONGS OF LEONARD COHEN heraus. Es folgte SONGS OF LOVE AND HATE. Auf keinen Fall wollte er sich auf seinen Alben wiederholen. Es gibt Leute, die sagen, seine Songs haben eine filmische Qualität.

Paris 1962. Cohen schrieb etwa zwei Jahre an seinem Song „Hallelujah“. „Ratso“, Reporter beim Rolling Stone Magazin, kommt es vor, als hätte der Song 180 Strophen. Er schrieb immer wieder neue Verse.

„Coumbia Records“ wollte sein dazugehöriges Album „Various Positions“ nicht. Der CEO von Columbia sagte ihm ins Gesicht: „Du bist zwar großartig, aber wir wissen nicht, ob du etwas taugst.“ Auch sein Anzug wurde kritisiert. Ein Album, das bereits bezahlt wurde abzulehnen, kommt höchst selten vor. So ging HALLELUJA ersteinmal unter.

Dann sang Bob Dylan den Song. Sie trafen sich in einem Café in Paris. Über viele Umwege wurde HALLELUJAH zu einem Hit. Gecovert wurde er von John Cale, der sich die frechen Strophen heraus pickte. Er hörte ihn im Beacon Theatre in N.Y. und war begeistert. Er ist Mitbegründer von „The Velvet Underground“. Alle dachten, es sei Jeff Buckley, der den Song sang. Später sang Buckley die Version von Cale. „Hallelujah“ ist ein Lied,welches total offen ist für verschiedene Interpretationen. Jeff hat den Song ziemlich offen sexuell interpretiert und machte sich damit angreifbar. Er beendete fast alle seine Konzerte mit diesem Lied.

2001 wurde der Song durch den Kinofilm „Shrek“ zum Bestseller. Alles Unanständige wurde weggelassen. Inzwischen hat sich „Hallelujah“ weltweit verbreitet. Keine Casting – Show ohne seine Interpretation. Auf Hochzeiten und Trauerfeiern wird es gerne gesungen, eine Hymne, ein Versprechen, ein Song, der inzwischen ein Eigenleben führt. Egal, was man glaubt. Irgendetwas trifft auf jeden zu. Auch sehr beliebt bei Straßenmusikanten.

Daniel Geller und Dayana Goldfine konzentrieren sich in ihrem Portrait auf die Erfolgsgeschichte dieses unsterblichen Songs. Ihr Dank geht an Robert Kory,Trustee of the Leonard Cohen Family Trust und Cohens Manager seit 2004, für das reichhaltige Material. Cohens Leben bildet den Rahmen für die unglaubliche Geschichte dieses Songs.

Nach seinem Klosteraufenthalt, begann für den fast 70jährigen Cohen eine intensive Schaffensphase. Seine früheren Depressionen sind gänzlich verschwunden. Er bat Sharon Robinson, Songs mit ihm zu schreiben. Doch dann passiert es, daß seine Assistentin und Geschäftsführerin all sein Geld, seine Rücklagen, alles gestohlen hat. Also ging der 70-. jährige wieder auf Tour. Erst in kleinen Sälen, dann wurden sie größer und größer. Bis zu 3 Stunden stand der fast 80-jährige auf der Bühne. Er ging auf die Knie und sang HALLELUJAH. Wenn er sang, meinte man in einer Kirche zu sein.

Der Film beginnt mit einer Szene von seinem letzten Auftritt am 21. Dezember 2013 wo er auf die Knie sinkt und es ertönt HALLELUJAH. Er starb am 7.November 2016 in Los Angeles.

„HALLELUJAH: LEONARD COHEN, A JOURNEY, A SONG wirft tiefgründige Fragen zu Religion, Glauben, Skeptizismus und zu denjenigen psychologischen und religiösen Konstanten in unserem Leben auf, die uns ebenso eine Stütze sein können, wie sie uns hindern, uns selbst zu entfalten-unser ganzes Leben lang. Oder wie Cohen es ausdrücken würde: „The broken Hallelujah.“ (Regiestatement)

USA 2021; 118 Min.; R: Dan Geller, Dayna Goldfine; D: Larry „Ratso“ Sloman, Adrienne Clarkson, Judy Collins, John Lissauer, Dominique Isserman

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