SCHWEIGEND STEHT DER WALD ( Ein dunkles Geheimnis, das bis in die Nazizeit reicht, begangen in einem oberpfälzischem Dorf, kommt ans Tageslicht.

1999 kehrt die junge Forststudentin Anja Grimm (Henriette Confurius) in die Oberpfalz zurück, um den Wald zu kartieren, in dem ihr Vater 1970 plötzlich auf einer Wanderung spurlos verschwunden ist. Sie nimmt Bodenproben des Waldes, auch da, wo sie eigentlich nicht herumstochern soll. Das hat Folgen. Sie spürt schnell, dass ihre Arbeit nicht gern gesehen wird. Ein Typ mit einem Gewehr taucht auf und bedroht sie. Es handelt sich bei ihm um Xaver Leibach gegen den sie damals eine Anzeige wegen Mordes an ihrem Vater erstattet hat. „Die Stinkf….muß weg, brüllt der pensionierte Kommissar (August Zirner), der unbedingt verhindern will, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Hinzu kommt, dass der Neffe von Xaver, Rupert Gollas (Noah Saavedra) wegen finanzieller Knappheit aus dem Waldstück, in dem Anja gräbt, einen Märchenwald anlegen will, um den Tourismus anzulocken. Besagter Leibach erschlägt genau jetzt seine Mutter mit einem Spaten und nimmt sich in der Psychatrie das Leben.

Schicht für Schicht trägt Anja den Waldboden ab, entdeckt merkwürdige Unregelmässigkeiten und kommt nach und nach einem düsteren Geheimnis auf die Spur. Man versteht, warum der Ortskommissar unbedingt will, dass sie so schnell wie möglich verschwindet. Sein Sohn (Robert Stadlober), der auch Polizist ist, ahnt Böses.

In ihrem Spielfilmdebüt setzt sich Saralisa Volm mit dem Mythos Wald auseinander. Beeindruckende Drohnenaufnahmen zeigen Bilder eines düsteren Waldes, mystisch und undurchdringlich, ein Ort, dessen übles Geheimnis bis in die Nazizeit reicht.

Alle im Dorf wissen Bescheid aber alle schweigen. Auch die jungen Leute, wie der Sohn des Kommissars. Hauptsache die eigene Schuld wird verdrängt.

Ein düsteres Märchen, nicht ohne Grund heißt die akribisch grabende Studentin Grimm mit Nachnamen und gleichzeitig eine atmosphärisch dichte Kriminalgeschichte aus der bayrischen Provinz, basierend auf der Romanvorlage von Wolfram Fleischauer mit einem bösen Ausgang.

Deutschland 2022; 94 Min.; Regie: Saralisa Volm; D: HenrietteConfurius,Noah Saavedra, August Zirner, Robert Stadelober

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