MOONAGE DAYDREAM (Eine aussergewöhnliche Hommage an den Ausnahmekünstler DAVID BOWIE) Kinostart: 15.9. 2022

Filmemacher Brett Morgen konnte für seine Dokumentation über das Leben des Künstlers David Bowie, geboren unter dem Namen David Jones, 1946 in Brixton geboren, auf Tausende Stunden Videomaterial zurückgreifen. Was für ein Glücksfall. Vier Jahre lang hat er sich mit dem Material beschäftigt, welches ihm aus Bowies Privatnachlass zur Verfügung stand.

„Moonage Daydream“ hatte in Cannes seine Weltpremiere und kommt nun regulär in unsere Kinos.

Wer ist dieser Typ, der immer wieder neue Charaktere kreierte, in denen er verschwand und als Ziggy Stardust, Major Tom oder Aladdin Sane bis hin zu Thin White Duke auf der Bühne auftauchte. Es ist jetzt fünfzig Jahre her, als er mit der androgynen, rothaarigen Kunstfigur Ziggy Stardust irritierte. Man muß es nicht mehr betonen, dass er zu den einflussreichsten Musikern der Popgeschichte gehörte. Und deswegen ist diese 140 Minuten dauernde Doku auch alles andere als gewöhnlich. Es gibt keine Interviews mit Freunden oder Zeitzeugen, sondern nur das ausgesuchte, zusammengeschnittene Archivmaterial mit entsprechenden Hinweisen. Wir erleben diesen vielseitigen Künstler in einer lebendigen Collage, streckenweise getaucht in knallbunte Farbexplosionen, unterlegt mit O-Tönen und und seiner Musik. Wir tauchen ein in seine Gedankenwelt, z. B. seine Faszination für Nietzsche und Caspar David Friedrich. Wir sehen seine Paintings, die Portrais zeigen, von Menschen mit schmerzvollem Gesichtsausdruck und Ausschnitte aus seinen Filmen. Wir erfahren, dass er als Kind kein Spielzeug mochte aber ein Album, namens TOY herausbrachte. Auch spielte er am Broadway Theater.

I hate to waste days“ sagt er an einer Stelle. Seine Kostüme wählte er oft danach aus, dass die Übergänge zwischen männlich und weiblich in einander flossen. Auch Ausschnitte aus seiner Zeit in Berlin, in der sein Hit „Heroes“ entstand und er sich sehr wohl fühlte, wird von Morgen gezeigt. Seine Faszination von allem Kosmischen ist bekannt. Fazit: ER WOLLTE IMMER EIN ROCKSTAR SEIN. Und wie ihm das gelungen ist, hat Brett Morgen in einem wahren Bilderrausch inszeniert.

Am liebsten mochte ich ihn, wenn ich ihn ab und zu ganz ungeschminkt im „Dschungel“ in Berlin nachts sah.

Deutschland/USA 2022; 140 Min.; Regie: Brett Morgen, der bereits Dokumentationen über Kurt Cobain und die Rollingstones inszenierte.

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