DOG-Das Glück hat vier Pfoten (Channing Tatum kommt auf den Hund: Vereint im Kriegstrauma) Kinostart: 19.5. 2022

Dem traumatisierten und entwurzelten Kriegs-Veteranen Jackson Briggs (Channing Tatum) geht es nicht gut. Sein freudloser Fast-Food-Job kotzt ihn an und er möchte unbedingt wieder zu seiner Einheit zurückkehren. Dass der Ex-Ranger starke Tabletten nehmen muss, ist mit ein Grund, warum sein Vorgesetzter die Einwilligung verweigert. Ausserdem braucht der mehrfach am Kopf verletzte Ex-Soldat ein Gesundheitsschreiben, welches ihm die Ärzte nicht ausstellen wollen.

Doch dann macht ihm sein Vorgesetzter ein Angebot: Wenn er Lulu, eine äusserst agressive belgische Malinois-Hundedame, ebenfalls schwerst kriegstraumatisiert, rechtzeitig zur Beerdigung ihres verstorbenen Herrchens , dem Elitesoldaten Rodriguez bringt, bekommt er einen neuen Marschbefehl.Rodriguez war in derselben Brigade im Irak unterwegs wie er und ist bei einem Autounfall um`s Leben gekommen. Briggs geht auf den Deal ein. In seinem alten Ford begeben sich die beiden auf einen abenteuerlichen Roadtrip durch Amerika. Briggs spricht mit der Hündin wie mit einem guten Kumpel. Schnell bemerkt er, dass Lulu ähnlich traumatisiert ist wie er, beide haben gedient und wurden verletzt und haben Verluste erlebt. Mit dem Unterschied, dass Briggs seinen Job freiwillig gemeistert hat und Lulu keine andere Wahl hatte.

„Wir beide benehmen uns, als würde dein Daddy von oben auf uns herunterschauen“

Abgerichtet wurde die Army-Hündin auf „arabisch“ aussehende Menschen.

Mann und Hund raufen sich zusammen.Treffen auf Vorurteile, erleben falsch verstandenen Patriotismus, kommen in komische als auch brenzlige Situationen. Mensch und Hund eint in diesem Fall das gleiche Schicksal. Sie sind beide Veteranen, für die in der Gesellschaft kein wirklich humaner Platz mehr ist.

Der Tenor dieses Buddy-Dramas ist ziemlich düster und melancholisch. Ein Film über Freundschaft, Empathie, Einsamkeit aber auch Neuorientierung.

Am Ende des Abspanns steht der alles entscheidende Satz: „In Memory of Lulu“. Lulu war Tatums Hund, der an Krebs gestorben ist. Das hat ihn dazu bewegt, eine Geschichte zwischen Zweibeiner und Vierbeiner zu erzählen und der Filmhündin denselben Namen zu verpassen.

2017 hatte Tatum als ausführender Produzent an der HBO- Dokumentation „War Dog: A Soldier`s Best Friend“ mitgearbeitet.

Mit diesem, seinem Regiedebüt DOG, hat Channing Tatum die Trauer um seine Hündin verarbeitet.

„Die wissen morgen bei der Beerdigung deines Daddys nicht, was für ein Held du gewesen bist“, lauten seine Worte an die Hündin.

Vorgesehen ist, dass Lulu nach Rückkehr der Beerdigung getötet werden soll.

USA 2022; 97 Min; R: Channing Tatum D: Channing Tatum, Luke Forbes, Ethan Suplee, Kevin Nash, Q´orianka Kilcher

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