FIREBIRD (WENN DIE LIEBE GEHEIM BLEIBEN MUSS…..) KINOSTART: 17.5. 2022 zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-und Transphobie. In Berlin stellen Hauptdarsteller Tom Prior und Regisseur Peeter Rebane den Film persönlich vor. Zusammen mit unserem Partner All Out stellen wir für jedes verkaufte Kinoticket einen Gratis- Screeninglink für eine LGBTIQ-Person zur Verfügung, die in ihrem Land Repressionen ausgesetzt ist und nur erschwerten Zugang zu queeren Filmen hat. Interessant ist auch, dass Hauptdarsteller Tom Prior Russe ist und Oleg Zargordnii Ukrainer.

FIREBIRD basiert auf den Memoiren des russischen Schauspielers Sergey Fetisow und seinem Buch „Die Geschichte von Roman“. Er war in den 1970er-Jahren auf einer sowjetischen Luftwaffenbasis in Estland stationiert.

Dass Peeter Rebanes Spielfilmdebut über verbotene schwule Liebe in der Sowjetarmee auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges- einen dermassen aktuellen Filmstart in Deutschland bekommen würde, hätte man nicht geahnt. Noch heute sind queere Menschen in Russland schwersten Repressionen ausgesetzt.

Am 17.Mai, dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-und Transphobie (IDAHOBIT) startet FIREBIRD in den deutschen Kinos in Special Screenings. Bei der Premiere des Films auf dem Internationalen Filmfestival in Moskau wurde versucht, die Aufführung zu behindern und das Filmteam zu diffamieren.

Estland in den 1970er-Jahren.

Der junge, künstlerisch interessierte Soldat Sergey (Tom Prior „Kingsman:The Secret Service“, „die Entdeckung der Unendlichkeit“ ) absolviert seinen Militärdienst in HAAP SA LU, im Sowjetisch besetzten Estland, während seine beste Freundin Luisa als Sekretärin des Basiskommandanten arbeitet.

„Aufstehen! Nutzlose kleine Ratten! Keine Mama, die euch hilft!“ Das ist der Jargon, mit dem die Soldaten geweckt werden. Sergey zählt die Tage bis zum Ende seines Militärdienstes auf der Luftwaffenbasis.Er träumt davon, in Moskau Schauspieler zu werden. Als der smarte, russische Kampfjetflieger Roman (Oleg Zagordnii) auf die Basis versetzt wird, verfällt Sergey dem Charme des Piloten.

Roman zeigt Sergey, der viel fotografiert, wie man Fotos entwickelt. Es bleibt Roman nicht verborgen, dass Sergey das Theater liebt. Heimlich nimmt er ihn mit zur Aufführung von Strawinskys „Feuervogel“. Sergey ist fasziniert von den Tänzern. Von nun an bewegen sich die beiden auf dem schmalen Grat zwischen Liebe und Freundschaft, noch nicht bemerkend, dass sie bespitzelt werden.

Der KGB wurde anonym informiert. Der Name des Gefreiten wurde in der Anzeige nicht erwähnt. Die Situation wird für beide immer brenzliger. Beide riskieren ihre Freiheit und ihr Leben, sollten sie so weiter machen.

(Artkel 121: Eine sexuelle Beziehung eines Mannes mit einem Mann wird mit einer Gefängnisstrafe von 5 Jahren im Arbeitslager belegt.)

Sie müssen sich entscheiden: Leben sie ihre verbotene Liebe weiter, oder entscheiden sie sich, eine Ehe mit einer Frau einzugehen, um den bürgerlichen Schein zu bewahren. Luisa ist in Roman verliebt. Von dem Verhältnis der beiden Männer ahnt sie nichts. Nach dem Wehrdienst trennen sich die Wege der beiden Männer. Noch Jahre später ist ihre Liebe noch längst nicht vergessen.

Regisseur Peeter Reban nennt sein Debut einen mitreissenden Liebesthriller. Und das ist er auch. Der Film zeigt deutlich, was derartige Verbote nicht nur mit den akut Betroffenen macht, sondern auch mit Personen um sie herum.

Großbritannien/Estland 2021; 107 Min. R: Peeter Rebane, D: Tom Prior, Oleg Zagordnii, Diana Pozharskaya, Jake Thomas Henderson

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