MOONFALL ( Roland Emmerich, der Master of Desaster lässt es mal wieder krachen) Kinostart: 3.2.2022

Eingangs sieht man einen kurzen Rückblick in das Jahr 1969. Das Apollo11 Team landet auf dem Erdtrabanten. Es sieht so aus, als ob sie was übersehen haben, denn der Mond birgt ein dunkles Geheimnis und droht Jahrzehnte später aus der Umlaufbahn zu geraten, angetrieben von außerirdischen Kräften. Es droht eine Kollision mit der Erde. Den zwei ausgemusterten Astronauten Jo Fowler (Halle Berry) Brian Harper (Patrick Wilson) und einem Verschwörungstheoretiker (John Bradley) bleiben nur wenige Tage, die Welt aus dem All zu retten und das drohende Unheil zu stoppen. Nach einer Space-Shuttle-Fast-Katastrophe bekam Jo einen Büro-Job und Brian flog ganz raus. Er hat seine Frau und seine Wohnung verloren und ist wegen des Todes seines Kollegen und Freundes, der mit an Bord war, von Schuldgefühlen geplagt. Am liebsten würde das Militär den Erdtrabanten mit Atomraketen pulverisieren, da das aber keine gute Idee ist, düst die Crew in der ausrangierten Raumfähre, die nochmal zum Einsatz kommen darf, ins All.

Riesige Flutwellen überschwemmen die Städte, Erdbeben und Vulkane reißen die Böden auf, Häuser und Autos fliegen duch die Luft. Eine Überlebenschance besteht nur auf höher gelegenem Gelände. Alles, was nicht niet-und nagelfest ist, wird mitgerissen, außer den Familienmitgliedern von Jo und Brian, die es noch in letzter Minute schaffen, mit einem Auto davonzukommen.

Seinem Lieblingsthema, der Zerstörung der Erde, ist Emmerich treu geblieben, nur, daß man das in seinen vorhergehenden Filmen schon besser gesehen hat. In „Moonfall“ bleibt die Dramatik auf der Strecke. Auch ein wirklicher emotionaler Funke, was die Familiengeschichte der Protagonisten betrifft, springt leider nicht rüber. Daß ausgerechnet der Verschwörungsanhänger K:C. Housemann, der über absurde Umwege zum Weltretter wider Willen wird, ist mehr ärgerlich als humoresk. Für ein 150 Millionen-Budget ist das Katastrophenspektakel enttäuschend.Emmerich bearbeitet leider zu viele Themen und verzettelt sich dabei.

USA, Kanada, China, GB 2022; 120 Min. Regie: Ronald Emmerich D: Halle Berry, Patrick Wilson, John Bradley, Donald Sutherland

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