DRIVE MY CAR (Ein Meisterwerk des japanischen Kinos) Kinostart: 23.12. 2021

Schon auf der Berlinale 2021 gewann der japanische Regisseur Ryusuke Hamaguchi den Großen Preis der Jury für sein Drama „Wheel of Fortune and Fantasy“. Es folgte „Drive My Car, basierend auf der gleichnamigen Erzählung von Haruki Murakami, eine fesselnde poetische Adaption, für die er beim diesjährigen Festival of Cannes den Preis für das beste Drehbuch erhielt.

„Drive My Car“ ist auch Japans Oscar -Kandidat 2022 in der Kategorie „Bester internationaler Film“.

Immer wenn das Paar Sex hatte, erzählt die Frau ihrem Mann eine Geschichte……Sie schleicht in Yamagas Haus. Er weiß nichts von ihr. Den Schlüssel findet sie unter einem Blumentopf am Eingang. Sie schaut sich um, lauscht in die Stille. Sie atmet die Luft ein, streckt sich auf seinem Bett aus und unterdrückt ihre Lust zu masturbieren……..

Es ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das immer wieder in das Haus eines Schulfreundes eindringt und jedesmal ein Objekt aus seinem Zimmer mitnimmt und ein eigenes hinterlässt. Sie malen sich die Geschichte in verschiedenen Situationen aus.

Bei dem Paar handelt es sich um die Drehbuchautorin Oto und den Bühnenschauspieler und Regisseur Yusuke Kafuku. Ihre Beziehung scheint glücklich zu sein, obwohl Yusuke sie, als er unerwartet nach Hause kommt, beim Sex mit dem jungen Schauspieler Takatsuki beobachtet. Er verlässt das Haus und redet nicht mit ihr darüber.

Gemeinsam trauern sie am Todestag ihrer Tochter, schlafen miteinander und erfinden Geschichten aus denen vielleicht ein Drehbuch entsteht.

Etwa die erste dreiviertelstunde des Films erzählt die Vorgeschichte der Erzählung, bis ein Unglück geschieht. Erst dann laufen die Titel über das Bild.

Zwei Jahre später, nach dem plötzlichen Tod seiner Frau, deren Verlust er noch immer nicht überwunden hat, entschliesst sich Kafuku Anton Tschechows Stück „Onkel Wanja“ für ein Theaterfest im Kunst -Kulturtheater Hiroshima als Stipendiat, zu inszenieren. Er selbst hat „Wanja“ vor dem Tod seiner Frau auf der Theaterbühne gesspielt. Die Bestimmungen lauten, dass jeder Stipendiat einen Fahrer bekommt. Seine Unterkunft ist eine Stunde vom Theater entfernt. Die Produktionsfirma teilt ihm die stille Misaki zu. Sie einigen sich, dass sie ihn in seinem roten Saab chauffiert. Auf den Fahrten legt er die Kassette ein, auf die seine Frau das Sück „Onkel Wanja“ gesprochen hat. Misaki hört der Stimme seiner Frau gerne zu. Indem er die Kassette wieder und wieder Hört, kann er das Stück in einem besonderen Fluß inszenieren. Auf ihren gemeinsamen Fahrten öffnen sich die beiden und stellen sich ihrer Vergangenheit. Zwei traurige Seelen haben sich gefunden.

Hamaguchis Film ist geheimnisvoll und mit poetischem Tiefgang inszeniert. Trotz einer Länge von fast drei Stunden gelingt es ihm den Zuschauer nicht nur mit melancholischen Bildern, sondern auch mit feinfühligen zwischenmenschlichen Tönen die universellen Themen unseres Lebens zu offenbaren und den Zuschauer in seinen bann zu ziehen. Auch die kleinsten Rollen sind in diesem Meisterwek von großer Bedeutung.

Japan 2021 179 Min. R: Ryusuke Hamaguchi Darsteller: Oto Kafuku: Reika Kirishima, Yusuku Kafukuku: Hidetoshi Nishijiama, Misaki: Misaki Watari, Koji Takasuki: Masaki Okada u.v.a. OT: Doraibu mai ka

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