ANNETTE ( Fantasy- Melodrama mit Adam Driver und Marion Cotillard) Regie: Leos Carax Kinostart: 16.12. 2021

Das 74. Filmfesival Cannes wurde mit Leos Carax` Musical ANNETTE eröffnet. Ab dem 16.12.2021 nun in unseren Kinos.

„Annette“ ist Rock-Oper, und Musical, das Libretto und die Songs stammen von der amerikanischen Pop-Legende Sparks der Brüder Russel und Ron Meal, die auch am Drehbuch mitgeschrieben haben.

Zugeschnitten ist das polarisierende Werk auf seine Hauptdarsteller Adam Driver und Marion Cotillard, betitelt nach ihrem Baby Annette, eine animierte Gliederpuppe aus Holz.

Driver spielt einen kontroversen Stand-up Comedian Henry McHenry, dessen Markenzeichen es ist, in einem grün-grauen Bademantel mit Kapuze in seiner Soloshow die Zuschauer, obwohl er sie beschimpft, zum Toben zu bringen. Cotillard spielt Ann, eine berühmte Sopranistin, die Abend für Abend auf den Opernbühnen dramatisch sterben muss und anschlissend frenetisch beklatscht wird. Beide sind ineinander verliebt.

Das Drama beginnt, die Leinwand bleibt schwarz. Eine Männerstimme fordert absolute Stlle, Aufmerksamkeit und Konzentration auf die Show, die gleich beginnt.

Wirklich komisch sind Henrys Auftritte wahrlich nicht. Sie sind begleitet von Selbsthass und unkontrollierter Wut. Und da Driver nun wirklich kein begnadeter Sänger ist, rezitiert er seine Publikumsbeschimpfungen eher rrhythmisch, mal lauernd und intensiv, erschreckend gefährlich, wälzst sich auf dem Boden, um dann wieder auf der Bühne ruhig hin-undherzugehen. Wenn er seine Frau mit dem Motorrad vom Theater abholt, ist die Klatschpresse begeistert von diesem Traumpaar.

Besonders bizarr wird es, als ihr Baby geboren wird. Ein Mädchen, dem sie den Namen Annette geben. Eine Holzpuppe mit roten Haaren und abstehenden Ohren,, von beiden abgöttisch geliebt. Ein Wesen, das an „Chucky- Die Mörderpuppe erinnert. Als später aus ihrem Mund ein wunderschöner Gesang ertönt, ist Ann schon tot. Vom eigenen Vater ermordet. Vielleicht ist es die ruhelose Seele der Mutter, die in dem Körper des Kindes irrt. Aber, wer weiss, wer weiss?

Schon mit seinem Film „Holy Motors“ (2012) hat das „Enfant terrible“ des französischen Films, Leos Carax, mit einer durch ein leeres Kaufhaus flanierenden Kylie Minogue und sprechenden Autos etwas gewagt, was nicht jedermanns filmischen Geschmack getroffen hat. Auch in seinem überdrehten Fantasy-Melodrama „Annette“ lässt er Fragen unbeantwortet. Zum ersten Mal hat er in englischer Sprache gedreht, wobei fast jedes Wort gesungen wird. Verarbeitet hat er aktuelle Themata, wie #me too, Macht, Erfolg, Eifersucht und die Rolle der Boulevard-Medien. Aber auch Liebe, Tod und Selbstzweifel. Sein Film ist faszinierend und verstörend zugleich. Er erhielt für seinen Film den Regiepreis. Die Film-und Medienstiftung NRW hat seinen Film mit 500.00 Euro unterstützt.

Frankreich, Belgien, Deutschland, Japan, Mexico, Schweiz 2021 Min: 141 R: Leos Carax D: Adam Driver, Marion Cotillard, S. Hellberg

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