DEAR EVAN HANSEN (Verfilmung des gleichnamigen preisgekrönten Broadway Musicals) Kinostart 28.10.2021

„Dear Evan Hansen“ feierte 2015 als Musical am Broadway seine Premiere mit großem Erfolg.

Sechs Tony-Awards gewann die Geschichte über einen High-School Schüler, der an einer psychischen Krankheit leidet und sich allein und ausgegrenzt fühlt. Ben Platt, der auch die Hauptrolle im Film spielt, wurde als bester Hauptdarsteller im Musical mit einem Tony ausgezeichnet. Regisseur Stephen Chbosky hat die komplexe Geschichte verfilmt.

Der unter Angststörungen leidende Evan bekommt von seinem Therapeuten die Aufgabe, täglich einen Brief an sich selbst zu schreiben, um sich selbst zu ermutigen.

Als Connor Murphy (Colton Ryan) ein Mitschüler einer der Briefe in die Hände fällt „Lieber Evan Hansen, heute wird ein toller Tag und ich sage dir warum……und ihn bei sich trägt, sich kurze Zeit später das Leben nimmt, kommt Evan in eine missliche Lage. Er wird für den besten Freund des toten Mitschülers gehalten, der ihm einen Abschiedsbrief hinterlassen hat. Dem einsamen Evan eröffnet sich die Chance seines Lebens, nämlich endlich dazuzugehören.

Auch Connor ist ein Außenseiter. Seine Schwester schildert ihn als bösen Freak, der ganz schnell ausrastet und mit dem niemand etwas zu tun haben will. Connors Eltern (Amy Adams, Danny Pino) nehmen mit Evan Kontakt auf, um alles über ihre Freundschaft zu erfahren. Anstatt das Missverständnis aufzuklären, erfindet er tröstende Geschichten über ihre Freundschaft, die auch er im wahren Leben nicht hat. Er wird damit zur grossen Stütze in ihrer Trauer.

Plötzlich findet sich der unsichtbare und unscheinbare Evan im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Zum Gedenken an den Verstorbenen gründet Evan mit seiner Mitschülerin Alana „The Connor Projekt“, eine Plattform, auf der sich junge Menschen denen es ähnlich geht, austauschen können.

Auch Alana leidet an einer Angststörung. Sie geht damit ganz anders um als Evan. Sie schottet sich nicht ab, sondern kompensiert ihr Leiden, in dem sie an Aktivitäten teilnimmt und Schulsprecherin ist und sich in verschiedenen Gruppen engagiert.

All die Dinge die Evan nicht aussprechen kann, legt er Connor in den Mund und tröstet damit auch Connors Schwester.

Gleich am Anfang der Spielfilmadaption singt Evan ein unter die Haut gehendes Lied über Einsamkeit, Trauer und den Wunsch nach Zugehörigkeit. Immer dann, wenn es zutiefst emotional wird, wird gesungen. Ich habe das Drama in der deutschen Synchronisation gesehen und mir den Trailer in der Originalfassung angehört. Ben Platt singt mit einer grandiosen gefühlvollen Stimme, die einen zu Tränen rührt. Da auch die Songs eingedeutscht sind, sollte man sich unbedingt diesen Film im Original ansehen oder mit deutschen Untertiteln. Seine Stimmgewalt trägt die Songs des Films und das vermisst man in der deutschen Fassung.

Die wunderbare Julianne Moore, die Evans Mutter spielt , singt ein gefühlvolles Lied für ihren Sohn, das man unbedingt mit ihrer eigenen Stimme hören sollte. In den meisten Momenten berührte mich der Film sehr und ich bin überzeugt, dass Musical-Fans den Film mögen werden. Auch wenn der Hauptdarsteller etwas zu alt ist, verzeiht man es. Ben Platt spielt seine Rolle schliesslich schon einige Jahre.

USA 2021 137 Min. R: Stephen Chboski („Vielleicht lieber morgen“) D: Ben Platt, Kaitlyn Dever, Julianne Moore, Amy Adams, Amandla Stenberg, Danny Pino, Nik Dodani

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