SON OF THE SOUTH (Ein weißer Student aus Alabama schließt sich dem Kampf gegen Rassismus an und setzt dabei sein Leben auf`s Spiel) Kinostart: 26.8. 2021

Bob Zellner ist einer der wenig bekannten Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung der Sechzigerjahre in den USA. In „Son of the South“ wird die Geschichte des weißen Mannes aus Alabama, der sich dem Kampf gegen Rassismus anschließt, erzählt

1961. Im amerikanischen Süden ist der Rassismus gegenüber der schwarzen Bevölkerung seit ewigen Zeiten tief verwurzelt. Der junge weiße College-Student Bob Zellner wuchs in diesem Klima des Hasses auf. Er ist der Enkel eines Ku-Klux-Klan-Mitglieds. Als Sohn eines Methodistenpfarrers und als einer der Jahrgangsbesten hat Bob Zellner die besten Aussichten auf eine akademische Laufbahn.

Bob und vier seiner Kommilitonen wollen nichts anderes als eine Arbeit über die Festlichkeiten in der ersten Baptistenkirche in ihrer Heimatstadt Montgomery schreiben. Es ist eine Recherche für eine Hausarbeit. Die Kirche ist von Polizisten umzingelt. Weil sie an einer „Negerveranstaltung“ teilgenommen haben, stehen sie vor Gericht. Der Richter verlangt, dass sie „freiwillig“ die Universität verlassen. Der Ku-Klux-Klan taucht auf und fordert die 5 „Negerliebhaber“ auszuliefern. Die vier Kommilitonen verlassen den Ort. Sie fürchten um ihr Leben. Durch Beziehungen seines Vaters kann Zellner seine Haut noch retten. Dieses Erlebnis hinterlässt Spuren bei ihm. Er spürt, dass er sich nun entscheiden muß, zwischen Nobel-Uni oder den Einsatz für die Rechte der Schwarzen. Inspiriert von den Worten Martin Luher Kings und der schwarzen Aktivistin Rosa Parks (Sharonne Lainer), die er auch persönlich kennenlernt, schließt er sich nach und nach der schwarzen Bürgerrechtsbewegung an. Seiner Freundin Carol- Anne gefällt das gar nicht. Die beiden wollen heiraten. Sie versteht nicht, dass er seine glorreiche Zukunft auf`s Spiel setzen will.

Auch nicht, als er ihr erzählt, wie er als Jugendlicher gezwungen wurde, aus dem Auto heraus, mit einem Schläger, auf Schwarze einzuprügeln. Eine Tatsache, die er nie vergessen hat. Sein Einsatz beginnt, als ein Bus voller schwarzer Aktivisten Montgomery erreicht und sie schon beim Aussteigen vom weißen Mob geprügelt und bespuckt werden, mit den Worten, dass sie den Frieden im Ort zerstören wollen. Zellner hilft bei der Rettung der Verletzten. Von nun an beteiligt er sich an weiteren Protestaktionen, um die Freiheitskämpfer zu unterstützen und setzt dabei sein Leben auf`s Spiel, denn gegen die schwarze Bürgerrechtsbewegung wird immer mehr Gewalt angewendet. Zwischen den kämpferischen Afro-Amerikanern wirkt Zellner, gespielt von dem talentierten Lucas Till, der in seinem weißen Hemd, das Klischee eines Mittelklassebürgers abgibt, wie ein Fremdkörper und man begegnet ihm anfangs skeptisch und ist um so überraschter, wie ernst er seinen Auftrag nimmt. Er war der erste weiße Südstaatler, der dem SNCC ( „Nonviolent Coordinating Commitee) beigetreten ist. Er nahm an Kampagnen zur Wählerregistrierung teil, wurde während seiner aktiven Zeit 17mal verhaftet und eingesperrt und ist noch heute politisch aktiv.

Das Biopcic über einen Mann, der aus Überzeugung alles auf`s Spiel setzte und nicht bereit war, mit dem Strom mitzuschwimmen, ist seinem Freund und Mentor John Robert Lewis (1940 – 2020) gewidmet. In Anbetracht der jüngsten Ereignisse in den USA, ist der Film von Barry Alexander Brown, dem langjährigen Cutter von Spike Lee, der den Film produziert hat, sehenswert und wichtig. Der Film basiert auf den Memoiren Bob Zellners „The Wrong Side of Murder Creek“.

USA 2020 Min.105 D: Lucas Till, Lex Scott Davis, Lucy Hale, Jake Abel, Julia Ormond

Werbung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s