DER SPION O.T: The Courier (Ein britischer Geschäftsmann wird zum Agenten im damaligen Kalten Krieg) Start: 1.7. 2021

Am 22.Oktober 1962 lauschten 100 Millionen US-Bürger schockiert ihrem Präsidenten Joh F. Kennedy: Die Sowjetunion hatte auf Kuba Atomraketen stationiert, nur knapp 200 Kilometer von der Küste Floridas entfernt. Die Kuba-Krise brachte die Welt an den Rand eines Atomkrieges und war der Höhepunkt des Kalten Krieges.

Das ist der Hintergrund des Spielfilms: DER SPION

Als der Rüstungswettlauf zwischen den USA und der UdSSR im Jahr 1960 auf einen Höhepunkt zusteuerte, beschließt der hochdekorierte Sowjetoffizier Oleg Penkowski (Merab Ninidze) klammheimlich mit dem Westen zu kooperieren. Für ihn stellt das Vorgehen Nikita Chruschtschows eine Gefahr für den Weltfrieden dar. Geschickt wendet sich Oleg, über amerikanische Touristen, hilfesuchend an die amerikanische Botschaft in Moskau. Der M16 in Person von Dickie Franks (Angus Wright) und die CIA- AgentinEmily Donovan (Rachel Brosnahan) beschließen einen harmlosen Geschäftsmann zu rekrutieren, der in Moskau mit Oleg Kontakt aufnehmen soll. Ihr Augenmerk fällt auf Greville Wynne (Benedict Cumberbatch). Noch hört er sich das Angebot amüsiert an, denn von den wahren Hintergründen ahnt er nichts. Seiner Ehefrau Sheila (Jessie Buckley) erzählt der Familienvater, dass er nach Moskau fliegt, um seine Geschäfte auszubauen. Er soll sich wie ein ganz gewöhnlicher Geschäftsmann verhalten, den niemand mit der Regierung in Verbindung bringt, bläut man ihm ein. Als es darangeht, Geheimdokumente aus Moskau herauszuschmuggeln, amüsiert er sich nicht mehr.Trotzdem macht er weiter. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine Freundschaft zwischenWynne und Oleg. Auf Wynnes Schultern lastet plötzlich eine große Verantwortung. Zuhause kommt es zu Streitigkeiten. Aufgrund eines Seitensprungs ihres Mannes, wird Sheila misstrauisch. Die ständigen Reisen ihres Mannes nach Moskau, lassen sie aufhorchen. Die beiden Männer ahnen nicht, dass auch in den Reihen des M16 Agenten für die Gegenseite spionieren.

Dominic Cooke hat das Drama, was auf wahren Begebenheiten basiert, solide inszeniert. Er nimmt den Zuschauer mit in die frühen 1960er Jahre. Hat Archivmaterial aus der damaligen Zeit eingebaut, wie Ansprachen von John F. Kennedy, die aussagen, wie brisant die Lage ist, zumal es nur angemessene Schutzräume für die Regierung gibt. Ostdeutschland riegelt die Grenzen in Berlin ab.

In der Arktis testet die Sowjet-Union eine starke Atombombe.

Es gibt Momente, da hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Gerade,was die politischen Hintergründe betrifft. Zum Ende nimmt die Spannung zu. Es kommt noch einmal zu einer unter die Haut gehenden Begegnung zwischen Wynne und Oleg Penkowsky. Ein derart komplexes Thema in nur 111 Minuten unterzubringen, ist gar nicht so einfach. Besonders, was das gewissenlose Treiben der verschiedenen Geheimdienste betrifft. (GB 2020)

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