FRÜHLING IN PARIS (O.T. SEIZE PRINTEMPS) Eine Schülerin erfährt ihre erste zarte Liebe. Start: 17.6. 2021. In Berlin ab 1. Juli. im Kino

Die 16-jährige Suzanne (Suzanne Lindon) lebt mit ihren Eltern (Florence Viala und Frédéric Pierrot) und ihrer großen Schwester im Pariser Viertel Monmartre. Mit ihren Altersgenossen kann sie nicht viel anfangen. Ihre Gespräche über Jungen oder Klassenkameradinnen langweilen sie. Sie wird zwar zu Partys eingeladen, fühlt sich aber unwohl.

Wenn man ihr morgens auf dem Weg zur Schule folgt, sieht man, wie sie einen älteren Mann beobachtet, ihm schüchtern zulächelt und weiter geht. Es handelt sich um den 35-jährigen Theaterschauspieler Raphael (Arnaud Valois). Meistens sitzt er in einem Bistro draußen auf der Strasse oder macht seinen roten Motoroller startklar. Es ist Frühling in Paris. Einen Tag geht sie einen Schritt weiter. Sie schleicht sich ins Theater und beobachtet ihn bei den Proben. Am nächsten Tag, als er draußen eine Pause macht, entdeckt er sie und spricht sie an.

Er lädt sie zur Vorstellung ein. Tag für Tag kommen sie sich näher. Suzanne, die in Jeans und einem weissen lässigem Hemd unterwegs ist, fragt ihren Vater, ob er Frauen in Röcken oder in Hosen hübscher findet. Er entscheidet sich für Röcke. Am nächsten Tag verlässt sie das Haus im Minirock. Und wieder richtet sie es so ein, dass sie Raphael trifft. Er begrüsst sie mit einem Handkuss. Suzanne strahlt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine scheue Romanze. Sie reden nicht viel. Es gibt einen wunderschönen Moment. Beide sitzen draußen, jeder an seinem Marmortisch und doch nebeneinander. Er fragt, ob sie klassische Musik mag und setzt ihr Kopfhörer auf. Es erklingt eine Overtüre von Vivaldi. Beide fangen im Sitzen an zu tanzen, in synchronen, hingebungsvollen Bewegungen, die Augen geschlossen, mit Armen und Oberkörper, in harmonischem Geichklang. Ein Tanz, der mehr als alle Worte sagt. Ein Moment der ungezwungenen Leichtigkeit und Harmonie.

Gefunden haben sich zwei Suchende, die in einer zarten, frühlingshaften Liebe zueinander finden. Für Suzanne ist es die erste Liebe.

Es ist der erste Film der 21-järigen Suzanne Lindon, Tochter von Sandrine Kiberlain und Vincent Lindon. Das Drehbuch hat sie schon geschrieben, als sie noch zur Schule ging und sie sich ähnlich fühlte. Sie bezaubert nicht nur in der Hauptrolle sondern führt auch noch Regie und singt auch noch. Unter Tränen gesteht sie ihrer Mutter, dass sie sich in einen Erwachsenen verliebt hat.

Die Schule ist aus und es beginnen die Ferien.

Sie singt: „Ich wandere durch die Straßen der Stadt, eine Wohnung, eine Party. Ich warte auf etwas, das für immer im Gedächtnis bleibt. Ein Junge, der Anfang des Sommers. Ich weine allein in meinem Zimmer…….“ Suzanne erinnert an die junge Chalotte Gainsbourg. Ein neues Talent ist geboren.

Ihr Film war unter der offiziellen Auswahl der 56 Filme, die im Programm der Filmfestspiele in Cnnes 2020 gezeigt worden wären. Er wurde als einer von 50 Filmen für das internationale Filmfestival in Toronto 2020 ausgewählt.

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