EVA-MARIA (Lebensbejahend, mutig, optimistisch und willensstark) Weltpremiere: Dok.fest 2021

Eva-Maria ist eine lebensbejahende, optimistische junge Frau. Dass sie an der Pädagogischen Hochschule Tirol einen Job hat, ist für sie nicht selbstverständlich. Es war ein mühseliger Kampf für die junge Frau, die Anstellung zu bekommen. Der Grund, sie leidet seit ihrer Kindheit an einer spastischen Zerebralparese und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Sie ist willensstark und lässt sich von ihren Träumen nicht abbringen. Mit Anfang 30 hat sie beschlossen, unbedingt ein Kind zu bekommen. Mithilfe einer künstlichen Befruchtung will sie sich diesen Wunsch nun erfüllen. Egal, was die Leute von ihr denken. Unsere Gesellschaft ist noch längst nicht vorurteilsfrei, was dieses Thema betrifft. Beim dritten Versuch hat es endlich geklappt.

Der Filmemacher Lukas Ladner begleitet sie mit der Kamera bis zur Geburt und den ersten drei Jahren mit ihrem Sohn Ben-Fynn. Er ist nicht nur der Filmemacher, sondern auch ihr persönlicher Assistent, zu dem Eva-Maria großes Vertrauen hat. Ursprünglich wollte er einen fiktionalen Kurzfilm machen. Zusammen haben sie viele Filme angeschaut, in denen Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt stehen und festgestellt, dass es gar nicht schön ist, wie sie porträtiert sind. Es wäre doch eine spannende Aufgabe, dem etwas entgegen zu setzen. Durch Eva-Marias Ankündigung, schwanger zu werden, entschlossen sich beide, darüber einen Dokumentarfilm zu machen und zu zeigen, was es bedeutet, mit körperlicher Einschränkung Mutter zu werden.

Eva-Maria zieht von Innsbruck zurück zu ihrer Familie nach Hochburg-Ach in Ober-Österreich, die sie liebevoll unterstützt. Besonders ihre Mutter Renate ist guter Zuversicht. „Das Kind kriegen wir auch noch groß“.

Als sie unterwegs sind, um sich Babysachen anzuschauen und Mutter Renate freudig verschiedene Teile hochhält, ertönt es ganz cool: „Aber nicht zu modisch. Ich will keine Modepuppe“.

Es macht Freude, diese junge Frau, die sich von Schwierigkeiten nicht abhalten lässt, sondern sie auf ihre ganz eigene pragmatische Art und viel Humor meistert, zu begleiten. Besonders der Moment, indem sie das Neugeborene glückselig im Arm hält.

Regie, Drehbuch Kamera: Lukas Ladner. Österreich2021, 97 Min. (OmeU)

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