DRIVEWAYS (Ehemaliger Kinostart: 12.11.2020) Zum Glück jetzt auf verschiedenen Streaming-Plattformen zu sehen.

Eigentlich sollte dieser kleine und doch ganz große Film am 12.11.2020 in den Kinos starten. Doch dann kam Corona und die Kinos mußten schließen. Nun kann man diese wunderbare Filmperle auf verschiedenen Streaming – Plattformen sehen: (Cineplex Home, Amazon Prime, Maxdome, Magenta TV, Sky Store, Videocity und in Kürze auch bei Google).

Kathy (Hong Chau) reist mit ihrem achtjährigen Sohn Cody (Lucas Jaye) in den kleinen Ort, in dem ihre ihr entfremdete Schwester April kürzlich verstorben ist. Sie will den Hausstand auflösen, dann das Haus verkaufen und dann schnell wieder weg. Eigentlich keine große Sache. Doch dann ist der Strom abgestellt und im Dunkeln ist kaum etwas zu erkennen. Die alleinerziehende Kathy muss mit ihrem Sohn in einem Motel übernachten. Am nächsten Tag offenbart sich den beiden ein totales Chaos. Das Haus ist vollgestopft bis zur Zimmerdecke. Eine regelrechte Messie- Hölle.

Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als einen großen Container zu bestellen und anzufangen mit der Entrümpelung.Währenddessen, freundet sich der sensible und schüchterne Cody nach und nach mit dem 83-jährigen koreanischen Kriegsveteranen Del, der vor Jahren seine Frau verloren hat, an.

Täglich besucht er den Alten. Der brummige Del und Cody leisten sich gegenseitig Gesellschaft. Sie sitzen auf seiner Veranda und reden miteinander. Es kommt der Tag, da ist das Haus leer und renoviert. Kathy ist sich nicht mehr sicher, ob sie es wirklich verkaufen will. Auch Del steht vor einer schweren Entscheidung.

Del wird gespielt von dem großartigen Brian Dennehy, der im April diesen Jahres starb. „Driveways“ ist einer seiner letzten Filme.Der Film ist fast so etwas wie sein Vermächtnis. Es geht um Trauer und Verlust, um Nähe und Freundschaft und wie auf leise und zärtliche Weise Fremde zueinanderfinden.

Del taut immer mehr auf. Er erzählt ganz viel aus seinem langen Leben. Cody wird immer stiller. Er hört nur noch zu, nickt bejahend, auch wenn er nicht alles versteht. Feinfühlig spürt er, daß es ums Zuhören geht und um die Freundschaft zu dem alten Mann.

Auch Kathy wird emotional gefordert. Während sie Stück für Stück die Habseligkeiten ihrer Schwester aus dem Haus trägt, begreift sie mit tiefen Bedauern, daß sie die Verstorbene kaum gekannt hat.

Regisseur Andrew Ahn ist es völlig unaufgeregt gelungen, einen Film über das Leben mit all seinen Facetten , die es so mit sich bringt, zu drehen. Familie, Freundschaft, Einsamkeit, Liebe und Tod.

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