DIE EPOCHE DES MENSCHEN: DAS ANTHROPZÄN Kinostart: 10.9. 2020

Zwei Filmemacher und eine Filmmacherin (Jennifer Baichwal, Nicolas de Pencier, Edward Burtynsky) haben in mehr als drei Jahren in 20 Ländern auf 6 Kontinenten: Australien, Chile, China, Deutschland, Frankreich, Ghana, Großbritanien, Indien, Indonesien, Italien, Kanada, Kenia,, Malaysia, Nigeria, Norwegen, Russland, in der Schweiz, in Spanien, Südafrika und in den USA gedreht. Sie zeigen uns beeindruckende Bilder, die auf provokante und unvergessliche Weise zeigen, was der Mensch auf seinem Planeten anrichtet. Die Auswirkungen dieses verheerenden

Raubbaus sind längst bekannt, teilweise bedingt durch den Klimwandel. Sie reichen von Regenwaldabholzungen, Ausrottung von Tierarten, Hungersnöten, bis hin zum Anstieg des Meeresspiegels.

Gleich zu Beginn des Films sieht man ein lodernes Flammenmeer, aufgenommen im Nairobi National Park. Dort wird das beschlagnahmte Elfenbein von 10.000 Elefanten zu riesigen Haufen aufgeschichtet und verbrannt. Es hat einen Schwarzmarktwert von 150 Millionen Dollar. So versucht man den Wilderern und Hehlern ihre illegale Geschäftemacherei zu zerstören.

In der Atacama – Wüste in Chile geht um Lithium, ohne das keine E – Autobatterie und kein Smartphone hergestellt werden könnte.Es wird in riesigen Verdunstungsbecken gewonnen und landet schließlich in einer Fabrik wie der des US – Autobauers GM im US – Bundesstaat Michigan.

Nach dem Vorschlag der „Anthopocene Working Group“ sollte unser Erdzeitalter Anthropozän genannt werden. Ein Namensvorschlag für das Erdzeitalter, in dem der Mensch für die geologischen Veränderungen des Planeten verantwortlich ist. Dazu gehört die Umformung der Oberfläche durch landwirtschaftliche Nutzung, Industralisierung und Verstädterung, Ressourcenabbau und der Vortrieb von Tunneln, die Verlagerung von Sedimenten, der Bau immer weiterer Staudämme, das Absinken des Grundwasserspiegels und die vom Menschen verursachte Zunahme von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor in den Böden. Über die Namensgebung sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig.

Fünf Massenaussterbungen hat die Erde schon hinter sich. Eine nächste, vom Menschen direkt verursachte, steht uns womöglich bevor.

Ob die Menschheit noch eine lebenswerte Zukunft hat, liegt in unser – aller – Hand.

Die Aufnahmen dieser wachrüttelnden Dokumentation sind fantastisch und muten teilweise fast surreal an, dass man mehr staunt als betroffen zu sein. Die einzelnen Sequenzen werden von Hannes Jaenicke mit entsprechenden Kommentaren verbunden. Insgesamt eine bildgewaltiges Werk, das, wenn man die Bilder verarbeitet hat, sehr nachdenklich stimmt. Unsere Welt ist schön.Und doch auch bedroht und zerbrechlich. Nicht nur zu Lande, auch in den Meeren.

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