IL TRADITORE (Ein Mafiaboss bricht sein Schweigegelübde) Kinostart: 13.8.2020

IL TRADITORE („Der Verräter) ist die Geschichte des Mafiabosses Tommaso Buscetta, genannt Don Masino. Ein Mafioso, der sich für einen Ehrenmann hält, loyal hinter der Cosa Nostra steht, seinen eigenen Prinzipien folgt und wenn es drauf ankommt, sich auch mit den Mächtigen anlegt. Sein Wunsch ist es, eines Tages in seinem eigenen Bett zu sterben.Von Ende der 70er bis Anfang der 80er Jahre sieht er sich mit der zunehmenden Macht der Corleonesi konfrontiert, an deren Spitze der brutale Totò Riina, auch die Bestie genannt, steht. Er und seine Anhänger missachten die Prinzipien der Cosa Nostra. Sie töten Frauen und Kinder und eleminieren alles, was ihnen im Wege steht. Das Abkommen, sich den Heroinhandel zu teilen, hat sich nicht bewahrheitet. Buscetta verlässt seine alte Familie und beschliesst, sich mit seiner dritten Frau und den jüngeren Kindern, ein ruhiges Leben in Brasilien aufzubauen. Aber die Mafia so einfach zu verlassen, ist schier unmöglich. Er wird von der Organisation gejagd. Als ihn ein Anruf erreicht, erfährt er, dass eine Vielzahl von Verwandten und Freunden der Wut des Corleonesi – Clans zum Opfer gefallen sind. Man weiss, wo er ist. Die brasilianische Polizei reagiert. Er wird verhaftet und gefoltert. Nach einem missglückten Suizidversuch, liefert man ihn nach Italien aus. Er ist besselt von dem Gedanken, seine ermordeten Söhne zu rächen. Buscetta trifft eine Entscheidung, die die Mafia erschüttert. Er schliesst einen Pakt mit dem Untersuchungsrichter Falcone (Fausto Russi) und bricht sein der Cosa Nostra gegenüber geschworenes Schwreigegelübde. Im Gegenzug erhält er Garantien, die seinen persönlichen Schutz und sein Überleben sichern. Im sogenannten „Maxi – Prozess von Palermo wurden 475 Personen angeklagt. Die Gerichtszenen enthalten durchaus komische Momente. Buscetta, der seinen ehemaligen Kollegen stilsicher im perfekt geschnittenen Anzug und Sonnebrille gegenüber sitzt und erklärt , was für ihn ein „Siciliano Vero“ ist, sieht mit an, wie einige von ihnen aus dem Prozess ein Gaudi machen. Der Prozess endet mit 360 Schuldsprüchen.

!992 wurde Falcone ermordet. Jetzt geht Buscetta noch einen Schritt weiter. Er schildert die Verbindungen zwischen der Mafia und italienischen Politikern. Er warf dem früheren italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andredotti Verwicklungen mit der Mafia vor.

Als alles vorbei war, veränderte Buscetta mithilfe einer kosmetischen Operation sein Aussehen, ging erst nach Brasilien, dann in die USA, wo er den Rest seines Lebens unter der Obhut des US – amerikanischen Zeugenschutzprogramms verbrachte.

Regisseur Marco Bellocchio macht es dem Zuschauer nicht leicht. Es ist schier unmöglich, sich die unzähligen Namen und Gesichter zu merken und auseinanderzuhalten und den verschiedenen Details der Handlung zu folgen. Sein 153-minütiges Epos ist eher ein perfekter Serienstoff.

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