MASTER CHENG IN POHJANJOKI Kinostart: 30.7. 2020 (Wie Master Cheng den Finnen die Kochkunst näherbrachte und dabei für sich selbst die Liebe fand)

Nach dem Tod seiner Frau reist der chinesische Koch Cheng (Chu Pak Hong) mit seinem kleinen Sohn Nunjo nach Lappland, um einen Mann zu finden, der ihm vor einigen Jahren finanziell geholfen hat. Nun kann er endlich seine Schulden bezahlen. In dessen Heimatort Pohjanjoki fragt er jeden, der ihm begegnet nach „Fontrong“. Doch niemand scheint ihn zu kennen. Da Cheng kein Wort finnisch spricht, hapert es an der Kommunikation. Auch die hilfsbereite Restaurntbesitzerin Sirkka (Anna – Maija Tuokko) kann ihm nicht weiterhelfen. Weder sie, noch ihre Gäste, haben je von „Fontron“ gehört. Cheng und Nunjo bleiben zum Essen. Es gibt Wurst mit Kartoffelbrei, unser finnisches Nationalgericht, erklärt ihm Sirkka. „Wurst ist unser Gemüse“. Weil die beiden nicht so recht wissen wohin, bietet Sirkka ihnen eine Unterkunft an. Aus Dankbarkeit hilft er ihr fortan in der Küche, argwöhnisch beäugt von ihren männlichen Gästen , die sich täglich hier versammeln, denn ihre Gaststätte ist soetwas, wie ein sozialer Treffpunkt in der kleinen Gemeinde.

Als ein Bus mit chinesischen Touristen vor ihrem Laden hält und die Truppe bei ihr Einkehren will, sieht Cheng deren angewiederten Gesichter beim Anblick der Speisekarte. Schnell schaltet er und serviert ihnen eine schmackhafte Hühnersuppe, die sogar von den einheimischen Gästen mit Genuss verspeist wird.

Cheng versteht sein Handwerk. Zuhause in Shanghai besass der Meisterkoch bis zum Tod seiner Frau, ein gutbesuchtes Restaurant. Er war berühmt für seine gesunden, wohlschmeckenden Zutaten, die so manches Wehwehchen heilen konnten. Der Touristenführer war so begeistert, dass er weitere Touristengruppen ankündigt. Sirkka bittet Cheng, zu bleiben. Master Cheng kocht sich in die Herzen der Einheimischen. Und siehe da, bei den wortkargen Männern ändert sich so einiges.

Als sein Touristenvisum abläuft, schmieden die Dorfbewohner einen Plan, in der Hoffnung, dass er bleiben kann.

Vor der idyllischen Kulisse finnischer Seen und Wälder, hat Mika Kaurismäki, der ältere Bruder von Aki Kaurismäki, eine herzerwärmende Feel-Good-Komödie gedreht, die chinesische Esskultur mit finnischem Lebensgefühl verbindet und die positiven Seiten der Globalisierung zeigt. Ein Film, der von seiner Atmosphäre und den liebevollen Details lebt und natürlich, von der Präsenz seiner Protagonisten.

(Gewinner des Publikumspreises bei den Nordischen Filmtagen Lübeck 2019)

Laufzeit: 114 Min.

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