HARRIET – DER WEG IN DIE FREIHEIT (Nach einer wahren Begebenheit. Eine Frau riskiert ihr Leben, um der Sklaverei ein Ende zu setzen) KINOSTART: 9.Juli 2020

Harriet Tubman hatte Hunderte von Sklaven zur Freiheit verholfen. Eigentlich sollte sie deshalb dieses Jahr mit ihrem Portrait auf einem 20 Dollarschein geehrt werden, angeregt von B. Obama. Doch unter dem gegenwärtigen US-Präsidenten gehe das nicht, meinte sein Finanzminister. (Bekannt wurde sie als Fluchthelferin der Organisation UNDERGROUND RAILROAD)

Maryland, 1849

Araminta Ross, genannt „Minty“ (Cynthia Erivo) und ihre Familie sind als Sklaven an die Besitzer einer Plantage gebunden. Den Traum von einem besseren Leben für sich und ihre Familie hat sie noch nicht aufgegeben. Als ihr Besitzer stirbt, soll sie von ihrer Familie getrennt, in den Süden verkauft werden. Minty ergreift die Flucht und schlägt sich durch bis Pennsylvania, wo die Sklaverei für unrechtmässig erklärt wurde. Sie wird Mitglied der Underground Railroad, einer Anti – Slavery Society, ein aus Sklavereigegnern bestehendes Netzwerk, das sich zur Aufgabe gemacht hat, gefangenen Schwarzen zur Flucht zu verhelfen. Sie benennt sich um in Harriet Tubman. Nachdem sie sich von den körperlichen Strapazen einigermassen erholt hat, kehrt sie unter dem Decknamen „Moses“ immer wieder und wieder zurück, um ihre Familie und weitere gefangene Sklaven zu befreien. Besonders traurig, das Geständnis ihres Mannes, der eine andere Frau geheiratet hat, in der Annahme, sie sei tot. Kopfgeldjäger machen Jagd auf sie. Ihr Schutz ist, dass sie „Moses“ für einen Mann halten. Über 70 Menschen führte sie in die Freiheit. Später, während des Amerikanischen Bürgerkriegs, war sie an der Rettung von hunderten Sklaven beteiligt.

Ihre Kraft und ihren Mut hat sie aus ihrem tiefen Christlichen Glauben geschöpft. Deshalb wohl auch die Wahl des Namen Moses, der mit Gottes Hilfe sein Volk in Sicherheit gebracht hat. Sie kämpfte Zeit ihres Lebens gegen die Sklaverei in den USA.

Regisseurin Kasi Lemmons hat mit ihrem Film einer grossen Freiheitskämpferin ein glorreiches Denkmal gesetzt. Inszeniert als spannendes Abenteuer, führt ihr Film sein Publikum in die Geschichte der Amerikanischen Sklaverei. Getragen von dem mitreissenden Spiel der grossartigen Cynthia Erivo, die dafür prompt für einen Oscar nominiert wurde. Auch ihr Song STAND UP, den sie mitgeschrieben hat und den sie selbst singt, bekam eine Nominierung. Das Pathos, welches den Film durchweht, ist in diesem Fall durchaus angebracht. Es verstärkt den Zusammenhang von Religion, und Gemeinschaft.

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