DER FALL RICHARD JEWELL (Eine wahre Geschichte) Kinostart: 2. Juli 2020

Atlanta, 27.Juli 1996. Während einer Feier im Rahmen der Olympischen Sommerspiele entdeckt Richard Jewell, Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma, einen verdächtigen Rucksack, der eine Nagelbombe enthält. Er informiert sofort die Polizei und hilft bei der Evakuierung. Als die Bombe explodiert, sterben zwei Menschen und 111 werden verletzt. Ohne sein beherztes Eingreifen, wären es womöglich hunderte von Opfern gewesen. Presse und Medien feiern ihn tagelang zum Helden. Man bietet ihm sogar an, seine Biografie zu schreiben. Plötzlich wird aus dem Helden ein Hassobjekt. Durch eine Denunzierung und weil die Ermittlungen ins Stocken geraten sind, hält das FBI Jewell selbst zum Täter. Plötzlich passt er in das Profil eines Bombenattentäters. Er ist ein dicker, frustrierter, weisser Mann, ein Waffennarr, der noch immer bei seiner Mutter (Kathy Bates) lebt und der aus dem Polizeidienst entlassen wurde. Ausserdem soll er sich gerne als Held aufspielen. Die Information sickert schnell durch, Medien und Öffentlichkeit stürzen sich auf den ungeschickten, dicken Mann, auf den eine gnadenlose Hetzjagd beginnt, gegen die er sich alleine nicht mehr wehren kann. In seiner Verzweiflung wendet er sich an den heruntergekommenen Anwalt Watson Bryant (Sam Rockwell).

Clint Eastwood, der sich seit jeher für Alltagshelden interessiert („Sully“, „The Mule“), hat „Der Fall Richard Jewell“ packend und hochemotional verfilmt, mit einem sensationellen Titelhelden Paul Walter Hauser und einer grossartigen Kathy Bates als seine Mutter.

Ein wütendmachendes Beispiel gegen die Zerstörungskraft öffentlicher Diffamierung.

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