EIN VERBORGENES LEBEN (Portrait eines überzeugten Widerstandkämpfers) Start: 30.1.2020

Der rechtschaffene und zutiefst religiöse österreichische Landwirt Franz Jägerstätter (August Diehl) lebt mit seiner Frau Fani (Valerie Pachner) und ihren 3 Töchtern glücklich auf seinem Bauernhof in St.Radegrund. Der Ort liegt im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet. Das ändert sich, als die Nationalsozialisten, in Österreich die Macht übernehmen. Er weigert sich in der Wehrmacht zu dienen und einen Schwur auf Hitler zu leisten. Der Regiepoet Terrence Malick („Der schmale Grat“) hat in seinem Epos „Das verborgene Leben“ dem integeren Jägerstätter ein Denkmal gesetzt. Klug hat Jägerstätter erkannt, was der Nationalsozialismus in Zukunft bedeuten wird. Sein Gewissen zwingt ihn dazu Nein zu sagen. Als sich das in seinem Ort herumspricht, werden er und seine Famile angefeindet. Wegen Wehrkraftzersetzung wird er inhaftiert, gefoltert und hingerichtet. Ein Mensch wird ermordet, nur weil er seinem Gewissen gefolgt ist. „Herr, gib mir Kraft“ betet er zu Gott. Als sein Pflichtverteidiger ihm anbietet, die Widerrufserklärung zu unterschreiben, dann wäre er frei, entgegnet er: „Ich bin frei“. Sein Kontakt zu Fani, besteht aus einem intensiven Briefwechsel. Fani, die nicht nur die schwere Landarbeit alleine bewältigen muss, sondern auch ihre Kinder vor den nachbarlichen Anfeindungen schützen muss, steht, ohne zu jammern, aufrecht hinter ihrem Mann.

Franz ist kein politischer Rebell, sondern ein Mensch, der nicht tun kann, was er nicht für richtig hält. Malick gelingt es, den religiös motivierten Gewissenskonflikt, indem sich Jägerstätter befindet, auch für Nichtgläubige begreifbar zu machen.

Gemeinsam mit seinem Kameramann Jörg Widmer wählt Malick für das ländliche Idyll, in dem die Familie wohnt, Bilder von betörender Schönheit, die das Grauen des sich einschleichenden Nationalsozialismus um so bedrohlicher machen.

August Diehl, der die Selbstqual Jägerstätters eindrucksvoll spielt, treibt einem Tränen in die Augen. Besonders der Moment als er zur Hinrichtung geht.

In weiteren Rollen tauchen auf Ulrich Matthes, Tobias Moretti Alexander Fehling, Martin Wuttke, Maria Simon und Bruno Ganz, in seiner letzten Rolle.

Die wahre, erschütternde Geschichte des Franz Jägerstätter wirkt noch lange nach.

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