MIDSOMMAR Start: 26.9.2019 (Ein Meisterwerk des Horrorgenres)

Nach seinem düsteren Horrorschocker „Hereditary“ schickt Ari Aster seine Protagonisten in einen sonnendurchfluteten Albtraum. Eine Gruppe junger Studenten aus Amerika reist nach Schweden, um dort am Mittsommerfest teilzunehmen. Dani (Florence Pugh), die unter dem Schock einer Familientragödie steht und zusätzlich an der Lieblosigkeit ihres Freundes Christian (Jack Reynor) leidet, verspricht sich von dieser Reise eine tröstliche Ablenkung. Eingeladen zu diesem Trip, hat sie der schwedische Gaststudent Pelle (Vilhelm Blomgren). Eigentlich möchte Christian lieber mit seinen Freunden, ohne Dani, die Reise, die auch als Bildungsurlaub gedacht ist, antreten. Aber aus Mitleid und weil er zu schlaff ist, ihr das ins Gesicht zu sagen, nimmt er ihre Anwesenheit in kauf. Empfangen werden sie von weissgekleideten Menschen, die Frauen tragen Blumenkränze im Haar, alles wirkt friedlich und herzlich, fast wie in einer fröhlichen Hippie-Kommune. Pelle, der mit diesen Leuten aufgewachsen ist, verabreicht seinen Freunden zur Entspannung erst einmal einen halluzinogenen Drogencocktail. Besonders Dani setzt die Droge arg zu.

Die freundliche Idylle trügt. Das Grauen in „Midsommar“ entfaltet sich langsam.Dani und die Jungen werden Teil heidnischen Rituale, bestehend aus Runen, Opfer-und Paarungszeremonien, bis hin zu Foltermethoden. Schon am ersten Tag nach ihrer Ankunft, springt ein alter Mann vor aller Augen von einer Klippe in den Tod. Und weil er nicht sofort tot ist, wird er erschlagen. Es folgen weitere, unter die Haut gehende Schockmomente, die in dieser heidnischen Sekte völlig normal sind. Die Sekte folgt einer heidnischen Tradition, genannt Harga, die tagelang rituell gefeiert wird. Man ahnt, dass es für die jungen Amerikaner schlimm ausgehen könnte aber es wird zusehens verstörender. Aster ist ein Meister des Horrorgenres. Die lichtdurch- flutenden Bilder, die malerische Kulisse, der unheimliche Soundtrack und die visuellen Effekte, machen dieses Drama zu einem Meisterwerk. Getragen wird das alles von einer herausragenden Florence Pugh, deren bitterböse Entliebungsgeschichte, dem ganzen noch eine persönliche Horrorattitude verschafft.

Nicht unbedingt ein Film für schwache Nerven.

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