SUBMISSION Start: 19.9.2019

Ted Swenson (Stanley Tucci) ist Professor für kreatives Schreiben an einer amerikanischen Privatuniversität in Vermont. Die Anzahl seiner Schüler ist überschaubar. Beim Vorstellen ihrer Werke, steht er ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Vor etlichen Jahren hat er selbst einen erfolgreichen Roman geschrieben . Sein Verleger drängt ihn, ein weiteres Buch zu schreiben, doch er kommt nur schwerlich damit voran. Angela Argo (Addison Timlin), eine seiner Schülerinnen hält ihn für den grössten Schritsteller aller Zeiten. „Sein Buch habe ihr das Leben gerettet, nachdem ihr Vater sich umgebracht hat“. Nun hat sie selbst mit dem Schreiben angefangen. Sie bittet ihn, das erste Kapitel ihres Romans „Eier“ zu lesen und hofft auf ein positives Ergebnis. Sein Urteil lautet lautet: „Gut. Weiter schreiben“. Nach und nach gerät er in den Bann ihrer sexuellen Fantasien, die sie ihm Kapitel für Kapitel zum lesen gibt. Um weiterschreiben zu können, bittet sie ihn, beim Kauf eines neuen PC`s zu begleiten, da ihr alter hinüber ist und sie niemanden kennt, der ein Auto hat. Swenson ist nicht unbedingt ein kluger Mann. Das Publikum ahnt mehr als er. Er ist höflich, freundlich und zuvorkommend. Nach kurzem zögern, willigt er ein. Der Kauf endet in ihrem Zimmer im Studentenwohnheim. Angela verführt ihn. Als ihre Berechnungen nicht aufgehen, entpuppt sie sich als regelrechtes Miststück.. Sie klagt ihn der Vergewaltigung an. Das von der Universität einberufene „Gericht“, bestehend aus seinen Professorenkollegen, hält ihn für schuldig. Das es gar nicht zu einem sexuellen Akt kam, da ihm beim küssen ein Zahn abgebrochen ist, steht nicht zur Debatte. Es hört ihm sowieso keiner zu. Auch seine Frau (Kyra Sedgwick) nicht mehr.

Die Vorlage für „Submission“ (Hintergründe, Unterwerfung) liefert der Roman „Blue Angel“ von Francine Prose. Der Titel ist angelehnt an den Film „Der blaue Engel“ mit Marlene Dietrich in der Titelrolle. In dem Film gibt es eine Szene, in der wandert Professor Unrath durch verschneite Strassen, wahnsinnig vor Gram, gebrochen und erniedrigt wegen seines eigenen Ruins. Er starb in seinem Klassenraum allein und verlassen.

„Submission“ ist ein wichtiger Film, nicht nur, weil hier die Frau als Täterin einen Mann zerstört und in die Rolle des Opfers schlüpft, weil ihre Berchnungen nicht aufgegangen sind und der man auch noch glaubt und die obendrein als Siegerin mit einem Buchvertrag nach Hause geht und man den Spieß einfach mal umgedreht hat, sondern weil hier schonungslos gezeigt wird, wie hoffnungslos die Situation des wirklichen Opfers ist und wie feinfühlig und unvoreingenommen die zuständige Gerichtsbarkeit solche Fälle auf Herz und Nieren prüfen muss. Regie: Richard Levine.

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