PARADISE HILLS START: 29.8. 2019

Uma (Emma Roberts) erwacht in einem Krankenbett. Ihre Kleidung ist verschmutzt. Sie reibt sich die Augen und weiss nicht wo sie ist.

Gelandet ist sie auf einer Felseninsel namens Paradise, wo es aussieht wie im Garten Eden. Schnell bemerkt sie, das der Ort mit dem Paradis nichts zu tun hat. Es ist eine Besserungsanstalt für junge, unartige privilegierte junge Mädchen, die zu gesellschaftsfähigen Frauen gemacht werden sollen.

In einer Gesellschaft irgendwann nach unserer Zeit, wird es den jungen Frauen aus reichem Hause schwer gemacht ein individuelles Leben nach ihren Vorstellungen.zu führen. Wer sich dagegen auflehnt, soll in diesem prachtvollen, mit Rosenhecken bewachsenen, mit märchenhaftem Dekor ausgestattetem Paradis, in nur zwei Monaten, so geformt werden, um dem gewünschten Bild ihrer Eltern und der Gesellschaft zu entsprechen. Ausser Uma, die Hauptfigur des Films, sind neu eingetroffen eine mürrische Asiatin, eine Dicke und ein renitenter Popstar. Die Mädchen müssen weiße, enggeschnürte Kleider tragen, werden auf Diät gesetzt, auch die, die es gar nicht nötig haben,und in Make-up Kursen wird ihnen beigebracht, wie man sein Gesicht optimal verschönt. Bedient werden sie von weißbehandschuhten, devoten Lakaien. Bis jetzt klingt alles nach einem harmlosen Märchen, wenn man dazu neigt den Verlust der Eigenständigkeit mit dem Auftreten einer folgsamen Barbiepuppe zu tauschen, als harmlos zu bezeichnen. Da wir es aber mit einem Sci – Fi – Thriller zu tun haben und wie es sich auch für ein Märchen gehört, darf das Böse nicht fehlen.

Das erscheint in Gestalt der Anstaltsleiterin (Milla Jovovich), hinter deren exellent geschminkter Fassade, das Böse lauert. Eine bitterböse Hexe. Ach so, ein Märchen hat ja immer einen guten Ausgang: Nicht umsonst ist die Insel mit zahlreichen dornigen Rosenbüschen bewachsen. Und das man innerhalb von zwei Monaten aus rebellischen Wesen, keine gefügigen Frauchen machen kann, zeigt das prachtvoll aus gestattete Filmdebüt der Spanierin Alice Waddington, die bisher fast nur Werbefilme gedreht hat, auch. An der Ausstattung, der Kostüme und dem Styling kann man sich nicht satt sehen.Wenigstens ein Ausgleich für die überambitionierte Dystopie, in der reiche Mädchen zu funktionierenden Zombies umerzogen werden und in der wenigstens Emma Roberts noch etwas schauspielerischen Glanz entwickelt, im Gegensatz zu einigen Darstellern, die trotz aller Farbenpracht ziemlich blass daherkommen.

Werbung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s