FREE SOLO START: 21.03. 2019

„Free Solo“ wurde im Februar 2019 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Free Solo ist ein feststehender Begriff für: Ohne Seil,ohne jegliche Absicherung. Nur ein Fehltritt kann den Tod bedeuten.

Der Extremsportler Alex Honnold bereitet sich im Sommer 2017 auf die Erfüllung seines Lebenstraums vor. Im Alleingang will er den bekanntesten Felsen der Welt erklimmen, die fast senkrechte El – Capitan –  Wand im Yosemite – Nationalpark in Kalifornien. Zur Verfügung stehen ihm sein jahrelanges körperliches Training und seine eiserne mentale Konzentration.

Die preisgkrönte Dokumentarfilmerin Elisabeth Chai Vasarhelyi und ihr Kameramann, Profi – Bergsteiger Jimmy Chin, begleiten Honnold dabei. Doch bevor er den ersten Schritt wagt, beleuchten sie den Menschen Alex Honnold und fragen nach dem Warum?

Schon als Kind verfolgte ihn der Satz seines Vaters, der unter dem Asberger Syndrom litt, gut ist nicht gut genug. So lernte er frühzeitig, seine Angst hundertprozentig zu kontrollieren, egal ob sein Leben davon abhängt. Er musste sich immer wieder von neuem mit der Frage auseinandersetzen, seinen Ehrgeiz über die Familie und seine Beziehungen zu stellen und wieviel Risiko er auf sich nimmt, um Erfolg zu haben? Als Alex eine Beziehung mit seiner Freundin, Sanni Mc Candless eingeht,

eröffnet sich dem Eigenbrötler eine neue Herausforderung. Es ist aufeinmal ein liebender Mensch an seiner Seite, für den er mitverantwortlich ist. Auch Sanni muss mit dem Gedanken leben, ein einziger Fehltritt bedeutet Alex`s Tod. Es gibt nur den Felsen, den Kletterer und nicht den geringsten Spielraum für Fehler. Es geht immer um Leistung und Perfektion.

Honnold: „Schicksal beeinflusst mein Leben in keiner Weise. Aber ich denke definitiv über Sterblichkeit nach und über die Tatsache, dass das Leben jederzeit vorbei sein kann. Ich bin mir sehr bewusst, dass ich nur eine begrenzte Zeit hier habe und will das Beste daraus machen, will das tun, was ich kann. Ich denke, dass mein Wunsch, beim Klettern alles zu geben, teilweise auch daher stammt, dass ich weiss, dass ich nur für eine gewisse Zeit hier bin.“

Einen ersten Anlauf bricht er ab.

Es ist tut gut mitzuerleben, wie gross das Verantwortungsgefühl des Kamerateams ist. Trägt ihre Anwesenheit womöglich dazu bei, dass er Fehler macht oder dass einer von ihnen unkonzentriert ist? Fragen, die die Männer mit grosser Ernsthaftigkeit diskutieren. Honnols Worte: „Alleine abstürzen ist okay, aber vor deinen Freunden ist es übel“. Es ist soweit. Er setzt sein unmöglich erscheinendes Vorhaben in die Tat um. Vier Kameraleute sind im Einsatz an der Felswand. Eine Kamera mit Fernobjektiv war auf dem Boden am Fusse des El Capitan positioniert, zwei ferngesteuerte Kameras über der Crux und eine oben auf dem Berg für den Moment, wenn Alex die Spitze erklimmt.

Spannend wie ein „Thriller“ erlebt der Zuschauer aus schwindelerregender Perspektive den unglaublichen Aufstieg eines furchtlosen Kletterers, dessen Kräfte fast übermenschlich erscheinen, aus allernächster Nähe.

Werbung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s