ROCCA VERÄNDERT DIE WELT START: 14.3. 2019

„Angst bringt ja nichts“, so lautet das Motto der elfjährigen Rocca. Die Mutter ist bei Roccas Geburt gestorben, der Vater befindet sich für längere Zeit auf der Raumstation ISS. Aufgewachsen ist Rocca auf einer Raketenstation in der kasachischen Wüste, eine Schule hat das patente und unbefangene Mädchen bisher nicht von Innen gesehen. Das ändert sich, als ihr Vater sie nach Hamburg zu ihrer Oma schickt, solange, bis er wieder Boden unter den Füssen hat. Auf dem Flug, landet sie mal eben einen Airbus 380 sicher auf dem Boden und rettet 180 Menschen das Leben, weil die Crew unter einer Fischvergiftung leidet. So richtig erfreut ist Oma Dodo (Barbara Sukowa) nicht. Gibt sie doch ihrer Enkelin tief in ihrem Innern, die Schuld am Tod der Mutter. Ihr Zusammenleben ist von kurzer Dauer. Roccas Eichhörnchen „Klitschko“ erschreckt Oma Dodo so sehr, dass sie nach dem Tier wild um sich schlägt und über den reissausnehmenden Klitschko unglücklicherweise stolpert und im Krankenhaus landet. Rocca und Klitschko allein zu Haus.

In der Schule duzt Rocca frisch – fröhlich den Direktor, setzt sich auf kluge Weise gegen dumm – dreistes Mobbing ein, freundet sich fröhlich mit dem obdachlosen Flaschensammler Caspar an. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, schickt die Schulbehörde die Dame vom Jugendamt vorbei, denn wo kommen wir denn hin, eine 11 – Jährige, die allein in einem Haus lebt? Das geht ja gar nicht. Angst vor Obrigkeiten? Kennt Rocca nicht. Und da ist ja auch noch Caspar (Fahri Yardim), der mal kurz in eine andere Rolle schlüpft und die Dame vom Jugendamt verunsichert aussehen lässt. Ein braves Vorzeigemädchen sieht anders aus.

Die Ähnlichkeit zu Astrid Lindgrens Kultfigur „Pippi Langstrumpf“ lässt sich nicht verleugnen. Die selbstbewusste Rocca, hinreissend gespielt von Luna Maxeiner, verströmt nicht nur eine liebenswerte Warmherzigkeit und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, sondern verfügt über eine „Herzensbildung“, die man in keiner Schule lernen kann. Man kann sich nur wünschen, dass Kinder und Eltern sich von Roccas Wesen eine Scheibe abschneiden und so die Welt vielleicht zu einer besseren verändern. Den Mut dazu, hat noch Niemandem geschadet.  Eine nicht ganz ernstzunehmende Geschichte für Gross und Klein.

Regie: Katja Benrath. Sie hat mit ihrem Langfilmdebüt eine witzige, rührende und positiv verrückte, moderne Pippi Langstrumpf Geschichte erzählt.

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