THE HATE U GIVE START: 28.2.2019

Angie Thomas Debüt – Roman „The Hate U Give“ erzählt die berührende Geschichte der 16-jährigen Starr, die mitansehen muss, wie ihr unbewaffneter Freund Khalil von einem Polizisten bei einer Routinekontrolle erschossen wird. Ihr Manuskript wurde zuvor von 150 Agenten abgelehnt. Seit dem Erscheinen vor etwa zwei Jahren, erntete sie einen grossartigen Erfolg. Ihr Buch hat sich weltweit mehr als zwei Millionen mal verkauft, stand 100 Wochen auf der Bestsellerliste der „New York Times“, erhielt unzählige Auszeichnungen, unter anderen, den Deutschen Jugendbuchpreis.

Gerade ist ein Nachfolgeband auf Deutsch erschienen, unter dem Titel „On the ComeUp“. In beiden Bänden gibt sie der schwarzen Jugend eine Stimme.

Der Film, der den gleichen Titel trägt, zeigt auf spannende und mitreissende Weise, das Rassimus – Elend, in dem der 16-jährige Teenager lebt.

Starr war 9, als ihr Vater ihr das erste Mal eindringlich erklärte, wie sie sich zu verhalten habe, wenn sie in eine Polizeikontrolle kommt. „Als Afro – Amerikanerin, musst du immer damit rechnen, eine Bedrohung für die  Weißen darzustellen.

Starr lebt mit ihrer Familie, ihrem Vater Maverick, der genau weiss, wovon er redet, denn er sass bereits im Knast, ihrer Mutter Lisa, ihrem älteren Halbbruder Seven und dem einjährigen Sekani, in einem fast ausschliesslich von Schwarzen bewohnten Viertel. Die Kriminalitätsrate ist hoch. Keine Party, auf der nicht rumgeballert wird. Starr geht auf eine Privatschule, die überwiegend von Weißen besucht wird. Ihre Eltern haben es nicht geschafft, das Ghetto zu verlassen, also soll wenigsten Starr es einmal besser haben. Sie verhält sich so unauffällig wie möglich. Das sie aus einem Vorort kommt, in dem die Bandenkriminlität zum Alltag gehört, versucht sie zu verschweigen. Als ihr bester Freund in ihrem Beisein bei einer Fahrzeugkontrolle von einem Polizisten erschossen wird, gerät ihr Leben, zwischen den zwei ungleichen Welten aus den Fugen. Der Tod des unschuldigen Jungen führt zu Ausschreitungen der schwarzen Bevölkerung. Starr, die einzige Zeugin des ungeheuerlichen Vorfalls, steht vor einer schwierigen Entscheidung. Soll sie schweigen, um ihre Zukunft nicht zu gefährden oder soll sie laut werden und ihre Stimme gegen die ungerechte Tat erheben. Auch bei ihren weißen Freundinnen bemerkt sie plötzlich rassistische Vorurteile.

Wie schon in der literarischenVorlage, richtet sich auch der Film an ein jugendliches Publikum. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der jungen Starr, bewegend gespielt von Amandla Sternberg („Du neben mir“), der es grossartig gelingt, ihre Ambivalenz zwischen Schwarz und Weiß zum Ausdruck zu bringen. Deutlich wird gezeigt, was die Auswirkung von Rassismus mit Jugendlichen und Kindern macht, wie sie leiden und ihr Leid von Generation zu Generation weitergetragen wird. Regisseur George Tillmann Jr. hat sich für eine ruhige und gelassene Erzählweise entschieden.

Das Leitmotiv des Teenagerdramas stammt von dem Satz des Rappers Tupac Shakur „The hate u give  little infants fucks everybody“. (Der Hass, den du an die Kinder weitergibst, versaut alle.)

Ein besonderer Einfall Tillmanns ist die Lichtveränderung, die er für die zwei verschiedenen Welten wählt. Starrs Viertel ist in warme dunklere Töne getaucht, die Gegend der Wohlhabenden, in der ihre Schule steht, in kühle, bäuliche Töne.  Am Ende gibt es einen Hoffnungsschimmer.

 

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