JULI START: 17.01. 2019

Erzählt wird die Geschichte des kleinen Jungen Carlos Acosta, der von seinem Vater Juli, genannt wird. Es ist der Name eines bedeutsamen Kriegers. Sie basiert auf seinen Erinnerungen „No Way Home“. Carlos, einer der grössten Tänzer der Welt, tritt in einigen Szenen selber auf.

Auf Kuba herrscht eine bittere Wirtschaftskrise. Juli und seine Geschwister wachsen in ziemlicher Armut auf. Sein Vater, ein von Sklaven abstammender Lkw – Fahrer, sieht zufällig, wie sein Sohn mit grosser Begeisterung Break danct. Hinter seinen Bewegungen erkennt er, das der Junge über ein grosses Tanztalent verfügt. Innerlich verwundet durch seine eigene Geschichte, reift in ihm nur ein Gedanke: Der Junge muss zum Ballett. Gegen seinen Willen, meldet er ihn bei der kubanischen Ballettakademie an. Das Kind ist ausser sich. Es dauert nicht langeund July wird von den Jungen auf der Strasse als Schwuchtel gehänselt. Gegen die harte Hand des Vaters, der auch vor Schlägen nicht Halt macht, kann der Junge sich nicht wehren. Da er immer wieder abhaut, sorgt sein Vater dafür, dass er in einem entfernten Internat für Balletteleven aufgenommen wird.

Carlos Acosta schafft es auf die grössten Bühnen der Welt. Doch wirklich glücklich ist er nicht, Während alle anderen froh sind, Kuba zu verlassen, sehnt er sich zu seiner Familie zurück.

Als er 16 war, nahm er an einem Wettbewerb in Lausanne teil, der ihm den internationalen Durchbruch bescherte. Äusserst aussergewöhnlich für einen Schwarzen.

Erzählt wird die berührende Geschichte seines Aufstiegs auf zwei Ebenen. Da wären die politischen Verhältnisse in Kuba und ihre Auswirkungen auf die Menschen, die private Situation der Familie Acosta, besonders die seines Vaters, der für zwei Jahre im Knast verschwindet und das tragische Ende seiner schizophrenen Schwester. Unterbrochen von unglaublich betörenden Baletteinlagen, die von Acosta selbst inszeniert sind und teilweise auch von ihm getanzt werden. Er tanzte als erster Schwarzer den Romeo.

In einem Interview im Tagesspiegel vom 20. 1. erzählt er, dass sein Vater, der wie viele Kubaner an die Götter der Santeria – Religion, ein Erbe der afrikanischen Sklaven, glaubte und Tiere opferte. Er war überzeugt, dass mein Erfolg auf seinen Opfergaben beruht.

Was für Juli ein Fluch war, entpuppte sich für Carlos letztendlich als Segen.

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