MARY POPPINS RÜCKKEHR START: 20.12. 2018

Wir Älteren erinnern uns gerne noch an den Musical – Fantasyfilm MARY POPPINS 1964. Damals spielte die bezaubernde Julie Andrews die Titelfigur und wurde dafür 1965 mit einem Oscar ausgezeichnet. Insgesamt wurde der Film mit 5 Oscars belohnt. Damals, sowie heute (2018), kam die resolute Nanny mit aufgespanntem Regenschirm vom Himmel geschwebt, um sich um die Kinder der Familie Banks, Kirschbaumweg Nummer 17, mit ihren ganz eigenen Erziehungsmethoden zu kümmern.

Nun ist es wieder da, das berühmteste Kindermädchen der Welt. Diesmal in Gestalt der hinreissenden Emily Blunt. „Mary Poppins Rückkehr“ ist kein Remake, sondern eine Fortsetzung.

London 1930, Zeit der Weltwirtschaftskrise. Die Geschwister Jane (Emily Mortimer) und Michael Banks (Ben Wishaw) sind erwachsen geworden. Jane ist eine Aktivistin, die sich für Frauenrechte einsetzt und der Witwer Michael lebt mit seinen drei Kindern Anabel, Georgie und John und der Haushälterin Ellen (Julie Walters) noch immer im Kirschbaumweg 17. Der Vater sorgt sich um sein Haus, was ihm die Bank, bei der schon sein Vater gearbeitet hat und auch er halbtags beschäftigt ist, wegnehmen will. Die Situation scheint auswegslos. Für die Pflege seiner verstorbenen Frau, musste er einen Kredit auf das Haus aufnehmen und ausgerechnet sein gieriger Chef (Colin Firth) will sich nun des Hauses bemächtigen.

Wie heisst es so schön: Alles Gute kommt von oben. Just in dieser angespannten Situation, landet Mary Poppins, sein damaliges Kindermädchen, mit ihrem Regenschirm vom Himmel, geradewegs vor der Tür des Hauses Kirschbaumweg 17.

Mit ihren magischen Kräften und der Hilfe des stets gutgelaunten Laternenanzünders Jack (Lin-Manuel Miranda), bringt sie der Familie wieder Freude und Hoffnung bei und entführt die Kinder und Erwachsenen ins Reich der Fantasie.

Die wunderbare Emily Blunt tritt köstlich in die Fussstapfen ihrer Vorgängerin. In ihrer unterkühlten Art und mit berühmt britischen Humor singt und tanzt sie sich in die Herzen der Zuschauer. Einen Ohrwurm wie „Chim Chim Cheree“, gibt es allerdings nicht.

Auch unter der Regie von Rob Marshall („Chicago“) fehlt es nicht an wunderschönen Trickfilmsequenzen, die technisch weitaus perfekter gedreht werden konnten , als damals 1964.

Wunderbar choreographiert die Szene, als die Londoner Lampenputzerbrigade sich auf ihre Fahrräder schwingt und auf ihren Leitern den Big Ben in aller letzten Minute hinaufklettert, um die Uhr zurückzustellen und somit versucht, die Familie vor dem Auszug zu retten. All das ist herrlich kitschig und warmherzig inszeniert und mit klugen Dialogen versehen, dass man dem Vorgänger keine Träne nachweint. Statt des etwas verquasten Auftritt von Meryl Streep, wäre es eine liebenswerte Überraschung gewesen, wenn die heute 83-jährige Julie Andrews kurz aufgetreten wäre und gewunken hätte.

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