VENOM START: 3.10.2018 (MARVELS DUNKLE SEITE)

Der Journalist Eddie Brock (Tom Hardy, sensationell wie immer), wohnhaft in San Francisco, gehört zu denen, die schonungslos Missstände und Gräueltaten aufdecken. Schon seit längerem ahnt er, dass der skrupellose Wissenschaftler Dr. Carlton Drake (Riz Ahmed) des mächtigen Konzerns Life Foundation Übles im Schilde führt. Als sich Brock heimlich in den Computer seiner Verlobten, der Rechtsanwältin Anne Weying (Michelle Williams) einklinkt, weiss er, dass mit seiner Vermutung richtig liegt. Schnell begreift er, dass er sich besser nicht mit ihm anlegen soll. Er verliert nicht nur seinen Job, sondern auch seine grosse Liebe Anne.

Drake führt mit menschlichen Probanden Experimente mit ausserirdischen Symbionten durch, um diese zu optimieren. Sie bestehen aus einer beweglichen schwarzen, klebrigen Masse und entfalten ihre Wirkung in dem Moment , wo sie einen menschlichen Wirt gefunden haben und fördern dessen dunkle Seiten.

Als Drakes Mitarbeiterin Dr. Dora Skirth (Jenny Slate), geplagt von schlechtem Gewissen, Brock heimlich ermöglicht in den Konzern einzudringen und er dabei mit einem dieser Parasiten in Berührung kommt, mutiert er zu einem Venom.

Eine Kreatur, die ihm übernatürliche Kräfte verleiht und fortan in seinem Körper hockt. Aus der schleimigen, teerähnlichen Masse, erwächst sie zu einer riesigen Gestalt mit einer dämonischen Visage, messerscharfen Zähnen und einer ellenlangen Zunge. Ein Wesen mit unglaublichen Kräften.

Das interessanteste und spannende in VENOM ist Brocks innerer Kampf zwischen seiner eigenen Persönlichkeit und dem schleimigen, sabbrigen Monster, á la Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

In Spider- Man 3 , in der Gestalt von Topher Grace, trat dieses Monster schon erstmalig in Erscheinung.

Nun hat Regisseur Ruben Fleischer ( Zombieland, einer meiner Lieblingsfilme) dem Symbiont mehr gruseligen Spielraum gegeben.

Hardy macht das grossartig. In seiner zwiegespalteten Person kann er sämtliche Register seines schauspielerischen Talents ziehe. Von rebellisch über fucked up, ernst und taurig und auch komisch.

Um den Film noch besonders aufzupeppen , hat man für den Soundtrack den Rapper Eminem verpflichtet, dessen Track aus seinem Album „Kamikaze“ stilgerecht eingebaut wurde: „Knock, knock, let the devil in“.

Die Figur des Dr. Carlton ist etwas zu blass. Sie schafft es nicht, dem Urgestein Brock, die nötigen Paroli zu bieten und die Rahmenhandlung ist etwas zu klischeehaft gestaltet.

Egal, auf jeden Fall, unbedingt noch den Abspann verfolgen. Es taucht noch Woody Harrelson mit einer spannend klingenden Aussage auf.

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