AM STRAND START: 21. 06. 2018

1962. Auf einer politischen Versammlung in Oxford lernen sich zwei junge Menschen kennen, die unterschiedlicher nicht sein können. Florence Pontig (Saoirse Ronan) ist die Tochter einer wohlhabenden Familie, die in den besten Kreisen verkehrt. Ihr Vater (Samuel West), ein erfolgreicher Geschäftsmann, ihre Mutter (Emily Watson) eine kühle, total pragmatische Frau, für die nichts anderes in Frage kommt, als das ihre Tochter ein genauso konservatives Leben führt, wie die Eltern es gewohnt sind.

Der junge Edward Mayhew (Billy Howle) hingegen, lebt in einer chaotischen aber warmherzigen Familie. Seine Mutter Anne-Marie Duff) hat bei einem Unfall einen Hirnschaden erlitten, ist auf sympathische Weise etwas „verrückt“ und malt phantasievolle Bilder. Edwards Vater (Adrian Scarborough) tut  alles, um die Familie zusammenzuhalten.

Florence, eine virtuose Geigerin, hat grosse Pläne. Als berühmte Geigerin, will sie mit ihrem Streichquartett eines Tages in ausverkauften Konzertsälen spielen.

Edward hat gerade sein Geschichtsstudium beendet und möcht liebend gerne Schriftsteller werden. Er ist ein Rock`n Roll Fan, von klassischer Musik hat er keine Ahnung.

Zwischen den beiden entwickelt sich eine zärtliche Liebesgeschichte.

Florence Mutter ist entsetzt. Sie hält Edward für einen Bauerntölpel, der der nicht mal ein Baguette von einem Croissant unterscheiden kann. Die beiden lassen sich nicht beirren und heiraten. Es ist wahrscheinlich die Andersartigkeit des jeweiligen Partners, die eine starke Anziehungskraft auf beide ausübt. Immer wieder sagen sie sich gegenseitig, wie sehr sie sich lieben. Ihre Flitterwochen verbringen sie in einem einfachen Hotel am Strand von Chesil Beach in Dorset. Man spürt ihre Angst vor der ersten sexuellen Begegnung. Es ist eine Zeit, in der Gepräche über Sexualität total tabu sind. Über so etwas spricht man nicht. Besonders Florence lenkt immer wieder ab, indem sie Edward bittet aus seinem Leben zu erzählen. Doch der Moment rückt immer näher. Edward beginnt Florence  langsam zu entkleiden. „Ich bin ein Idiot, ich kriege nicht mal einen Reissverschluss auf,“ stammelt er in  freudiger Erwartung. Florence wirkt irgendwie abwesend. In seiner Unerfahrenheit und Aufregung, ejakuliert er auf ihren Bauch. Florence ist wie umgewandelt. Sie springt auf, zieht sich an und läuft völlig aufgelöst zum Strand. Edward ist verzweifelt und wütend zugleich. Er weiss nicht, was er falsch gemacht hat. Am Strand kommt es zu einem heftigen Streit. In Rückblenden erfährt man einiges Mehr über das ungleiche Paar. Florence bittet ihn, doch ins Hotel zurückzukehren. Doch Edward fühlt sich hintergangen und ist zutiefst verletzt. Ein Gespräch findet nicht mehr statt. Wenn man genau hinschaut, dann weiss man, dass Florence ein unaussprechliches Geheimnis  mit sich herumschleppt und man versteht ihre überstürzte Reaktion. Nach Jahren sehen sich die beiden wieder. Florence gibt ein grosses Konzert. Edward sitzt im Publikum, Florence erkennt ihn und beide weinen bittere Tränen. Es hätte alles anders sein können, wenn nicht…….ja, wenn nicht…..aber und überhaupt.

Es ist eine der traurigsten Liebesgeschichten, die sehr berührt. AM STRAND ist die Verfilmung des 2007 erschienenen, gleichnamigen Romans von Bestseller – Autor IanMcEwan ( Der Zementgarten, Saturday, Abbitte). Der Roman, sowohl als auch der Film, zeigen die Beziehung eines jungen Paares, das zum Opfer einer prüden Zeit und ihrer damit verbundenen Erziehung wurden. Eine Geschichte über Liebe, Begierde und Angst und die Unerbittlichkeit des Schweigens und deren Folgen.

„The Thrill is gone“.

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