Papst Franziskus – Ein MANN seines WORTES START:14.6.2018

„Am 13. März wird Jorge Mario Bergoglio, Kardinal von Buenos Aires, zum 266.Papst der katholischen Kirche gewählt. Er ist der erste Papst vom amerikanischen Kontinent, der erste Papst, der sich den Namen Francesco gibt, nach Franz von Assisi (1181 – 1226), der sich der Armut widmete, aber auch seine Liebe zur Natur und allen Lebewesen auf unserem Planeten, den er zärtlich „Schwester Mutter Erde“ nannte.“

Wim Wenders Dokumentarfilm PAPST FRANZISKUS – EIN MANN SEINES WORTES ist eine ganz persönliche Reise mit dem Papst.

Herausgekommen ist ein weitreichendes und ungemein sympathisches Portrait eines Mannes, der unermüdlich auf die gewissenlose Ausbeutung und die horrende Verschmutzung unseres Planeten hinweist. Sein ganz besonderes Interesse gilt den Armen der Ärmsten, „die Armut heute ist ein einziger Aufschrei“ betont er sorgenvoll. „Niemand kann sagen, er habe damit nichts zu tun“.

Auch geht es in Wenders Film um die Grundeinstellung des Papstes und der katholischen Kirche.

Wenders scheut sich nicht, die Frage nach der weitverbreiteten Pädophilie zu stellen. „Sie gehört bestraft. Sie lässt die Opfer zerstört zurück“.

Wenders wendet eine besondere Kameratechnik an, in der Franziskus sozusagen mit jedem von uns, von Angesicht zu Angesicht, spricht. So entsteht ein Gespräch zwischen ihm und der ganzen Welt.

Er spricht zu denen, die in Elendsvierteln leben, Gefängnisinsassen. Flüchtlingen, Kindern und Erwachsenen. Wir Zuschauer begleiten ihn auf seinen zahlreichen Reisen, erleben seine eindringliche Rede vor den Vereinten Nationen und dem US – Kongress. Eingeblendet sind nachgestellte Szenen aus dem Leben des zutiefst bescheidenen Heiligen Franz von Assisi.

Es ist egal, ob gläubig oder nicht, hier spricht ein Mensch zu uns, der das ausspricht, was uns alle angeht. Der zu seinem Wort steht und wirklich unermüdlich uns allen ins Gewissen spricht. Wie verzweifelt muss er oftmals sein, wenn er allein in seinem Zuhause ist und feststellt, dass er vor den „Grossen“ dieser  Welt,  wie gegen Windmühlen redet und dennoch die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht aufgibt. Mir hat es fast die Tränen in die Augen getrieben.

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