THE KING: MIT ELVIS DURCH AMERIKA START: 19.04.2018

ELVIS PRESLEY, sein Name ist noch immer eng verbunden mit der Erfüllung des amerikanischen Traums: Mit viel Fleiss und Gottvertrauen, kann es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, jeder schaffen.

Elvis, ein Kind der weissen Unterschicht, aufgewachsen im Schwarzenviertel in Ost- Tuepolo, lernte schon früh das Singen im Kirchenchor. Heimlich besuchte er die Clubs der Schwarzen., deren Musik ihn faszinierte. Seine erste Platte nahm er im Studio von Sam Phillps in Mephis auf. „Als That`s Allright Mama“ im  Radio lief, konnten es die Hörer kaum glauben, dass diese Stimme einem Weissen gehörte.

Jetzt, 60 Jahre nach seinem Tod hat sich Regisseur Eugene Jarecki Elvis´alten Rolls  Royce geschnappt und  sich auf die Spurensuche des „King of Rock`n Roll“ begeben. Sein Roadtrip führte ihn von Tuepolo über Memphis, Nashville, New York nach Las Vegas. Es ist das Wahljahr 2016. Elvis verkörpert sinnbildlich den Aufstieg und den Niederga des amerikanischen Traums.

„Was nützt dir aller Reichtum, wenn du kein innerliches Glück verspürst“, sagt er gleich am Anfang dieser interessanten Doku. Elvis, the white man with a negro sound, scheffelte Millionen. Jarecki lud ehemalige Weggefährten des „King“ ein, in der stilvollen „Karre“ Platz zu nehmen und fuhr mit ihnen überLand und liess sie erzählen. Nicht jeder von ihnen hat eine gute Meinung über den Weltstar. Man wirft ihm vor, sich während seines Aufstiegs, nicht mit den politischen Rassenkonflikten auseinandergesetzt zu haben. In kritischen Interviews antwortete er lapidar, dass er ja nur ein Entertainer sei und seine politische Meinung lieber für sich behalten wolle.

Auch Stars aus der Filmbranche äussern sich kritisch über das Showgeschäft.  Ethan Hawke, Ashton Kutcher zeigen auf, was Ruhm und der enorme Bekanntheitsgrad mit einem macht. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere war Presley nur noch die  Marionette seines Managers Tom Parker, genannt The Colonel, dessen Verträge von  Experten bitterböse als Pakt mit dem Teufel bezeichnet wurden.

Um der Welt zu zeigen, was er doch für ein guter Junge sei, schickte das Militär ihn nach Deutschland. Man munkelt, dass er zu der Zeit mit Drogen in Kontakt kam, denn der Pseudodienst in der Kaserne war mehr als langweilig.

Parallel werden ganz normale Leute nach dem Zustand der Nation im Jahr 2016 befragt. Er ist erschütternd, in welchem „Zerfall“ sich das Land befindet und die Schere zwischen Arm und Reich auseinanderklafft. Anhand der Person Presleys, seinem Aufstieg und Fall, hat Jarecki in seiner intelligenten und pointierten Montage aufgedeckt, was für ein Irrsinn es sei,  noch immer zu glauben, dass „The American Dream“ für jeden erfüllbar ist oder anders ausgedrückt: Jeder ist seines Glückes Schmied.

„Der Blues entsteht, wenn ein guter Mann sich schlecht fühlt“.

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