WHAT HAPPENED TO MONDAY? START: 12.10.2017

2073. In nicht allzuferner Zukunft sieht es düster aus auf unserem Planeten. Es herrscht Überbevökerung und Lebensmittelknappheit. Die globale Regierung beschliesst drakonische Massnahmen. Was man in der Realität bereits aus China kennt, ist es unter Androhung strengster Strafen erlaubt, pro Familie nur noch ein Kind zu bekommen. Wer sich diesen Maßnahmen widersetzt, dem werden vom Kinder – Zuteilungsbüro, unter der strengen Leitung von Nicolette Cayman ( Glenn Close) die verbotenen Geschöpfe gnadenlos weggenommen, eingefroren, solange, bis sich die verheerenden Zustände wieder ändern. Eine Mutter, die es gerade noch schafft Siebenlinge auf die Welt zubringen, stirbt nach der Geburt, der Vater ist unbekannt. Der Großvater Terrence Settman (Willem Dafoe) nimmt sich der sieben Mädchen an und versteckt sie in seiner Wohnung. Er benennt sie nach den einzelnen Wochentagen. Von Monday bis Sunday. Die herangewachsenden Mädchen sehen alle aus wie Noomi Rapace. Das ist kein Zufall, denn sie werden alle sieben von ihr gespielt. Rapace, ist vielen Zuschauern bekannt als Lisbeth Salander aus Stieg Larssons „Millennium – Trilogie. Jede von ihnen darf nur an einem Tag in der Woche das Haus verlassen. Immer nur unter dem Namen Karen Settman. Wer sich draussen aufhält, trägt elektronische Armbänder, die von Kontrollorganen auf den Einzelkindstatus überprüft werden. Die sieben Geschwister verbringen ein Leben in der Illegalität. Der eintägige Ausflug nach draussen beginnt mit aufwendiger Schminkerei und der Einhaltung von körperlichen Gesten und Bewegungen, denn offiziell verlässt nur die Karrierefrau Monday das Haus. Doch eines Montags kommt Monday nicht zurück. Keiner weiss, ob ihr etwas zugestossen ist oder ob die Behörde dem verbotenen Spiel auf die Schliche gekommen ist. Die grandiose Verwandlungskunst von Rapace macht diesen Sci – Fi – Thriller zu einem visuellen Erlebnis. Die Charaktere der eineiigen Schwestern sind grundverschieden und jede von ihnen hat ein anderes Verhältnis zum Grossvater. Eine Mammutaufgabe für Rapace, die nicht nur darin bestand ihr Äusseres zu verändern, sondern auch die technischen Herausforderungen, die so einen Dreh begleiten, perfekt auszuführen. Nach ihrem plötzlichen Verschwinden liegt es nun an den sechs anderen, zu überlegen, was zu tun ist. Bis hierhin ist das gesellschaftskritische Drama durchaus sehenswert. Glenn Close, biestig böse und Willem Dafoe als besorgter und auch irgendwie überforderter alter Mann, glänzen in ihren Rollen. Dann entwickelt sich das Geschehen zu einem rasanten Actionkracher mit knallhart choreografierten Prügelszenen, in denen die Mädchen einem Bond das Wasser reichen können. Eine Verdichtung der klaustrophobischen Umstände und das, was sie mit der Familie macht, kommt leider etwas zu kurz.

Regie: Tommy Wirkola ( Hänsel und Gretel: Hexenjäger)

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