Es (Horrorschocker) START: 28.09.2017

In den USA ein Riesenerfolg. ES ist wieder da. Der Horrorclown aus der Kanalisation.Hinter der weissgeschminkten Maske, dem grellroten Mund, den gelb-leuchtenden Augen, den feuerroten Haaren, verbirgt sich der Schauspieler Bill Skarsgard. Sein teuflisches Lachen, seine verzerrten Grimassen lehren einem das Fürchten. Andrés Muschietti hat die Neuverfilmung des Horrorklassikers in die Achtziger verlegt. Der Ort des Grauens ist Derry, ein fiktiver Ort, der öfter in Stephen Kings Geschichten auftaucht. Es verschwinden Kinder, keiner weiss wohin und warum. Auch der kleine Bruder von Bill (Jaeden Lieberher) wird vermisst. In Regenkleidung verlässt der kleine Georgie das Haus. Es macht ihm grossen Spass, sein gefaltetes Papierschiffchen in den Regenbächen an der Strasse schwimmen zu lassen, bis es in einem Gully verschwindet. In dem Gully hockt das Böse. ES lockt den Jungen mit weicher Kinderstimme näher heranzutreten, um ihm das Spielzeug wiederzugeben. Das hätte das Kind mal nicht tun sollen. ES reisst ihm den Arm ab und zieht ihn in die Kanalisation.

Bill glaubt nicht, dass sein Bruder tot ist. Mit seinen Freunden aus dem Loser- Club, macht er sich auf die Suche nach dem verschwundenen Kind. Es sind sieben Aussenseiter, die sich im Club der Verlierer zusammengefunden haben. Bill, der Stotterer, Stan ein Jude, Mike , dessen Hautfarbe dunkel ist, Richie mit seinen dicken Brillengläsern, der dicke Ben, der kranke Schwächling Eddie und das Mädchen Beverly, die von ihrem Vater misshandelt wird, gepiesackt von den Grösseren. Brüderlich haben sie sich ewige Treue geschworen. Noch ahnen sie nicht, dass der Horrorclown Pennywise mit seinem roten Luftballon, in die Gestalt ihrer eigenen Ängste schlüpfen kann.

Kings Meisterwerk ES, an dem er über vier Jahre geschrieben hat, ein Buch mit über 1500 Seiten, ist in seiner Ganzheit unmöglich zu verfilmen. Muschietti hat sich für seinen Film auf das Erwachsenwerden seiner jungen Protagonisten konzentriert. Den Wert der Freundschaft, dem Phänomen Angst mit den Facetten des Grauens in Gestalt des Bösen, dem kinderfressenden Clown Pennywise. Jeder von ihnen hatte eine Begegnung mit dem Fratzenmonster. Als wieder Kinder verschwinden und Benny in der Bücherei herausfindet, dass das gefrässige Monster alle 27 Jahre wieder auftaucht und sein Unwesen treibt, wird ihnen klar: Es ist wieder so weit. Sie können dem Bösen nur gemeinsam entgegentreten. Was hat mich mehr erschreckt? Die Schreckensgestalt des Clowns oder das Böse in Gestalt von Erwachsenen, die Ihre Kinder prügeln, vernachlässigen oder gar missbrauchen. Die Mischung macht`s. Der holprige Weg von der Pubertät zum Erwachsenwerden, die grauenhafte Gewalt an Kindern, das furchteinflössende Spiel von Skarsgard in seiner Horrormaske, die tollen Kinderdarsteller, besonders Jeaden Liebher, die brillianten Bilder des koreanichen Kameramannes Chung-hoon Chung, all das macht den Gruselschocker zum Erschrecken gut. Wäre da nicht die Länge von 135 Minuten, in der sich manches unnötig wiederholt, dann wäre an dem perfekt gemachten Albtraum nichts auszusetzen.

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