FIRST STEPS DER DEUTSCHE NACHWUCHSPREIS 2017

FIRST STEPS PREISVERLEIHUNG 2017 (18.09. 2017)

„Heute ist der Tag, an dem die jungen Filmemacher ihre Arbeit endlich mit uns teilen können“.

Die Freude der Gewinner zeigte sich in den Dankesreden der noch ungeübten Filmemachern auf ganz besonders berührende Weise. Weit entfernt von den routinierten Ausführungen der „Alten Hasen“. Die beiden Moderatoren, Aylin Tezel und Jerry Hoffmann eröffneten die Veranstaltung mit einer schmissigen Tanzeinlage und führten mit einer gekonnt lässigen Moderation durch das Programm, wie man es schon lange nicht mehr erlebt hat. Chapeau! Iris Berben hielt in ihrer Eröffnugsrede ein Plädoyer für die Künstlerische Freiheit und die damit verbundene Pressefreiheit in unserem Land, eine Errungenschaft, die man in die ganze Welt hinausposaunen sollte. Neu in diesem Jahr, ein Preis für das Beste Drehbuch und der  Götz – George – Nachwuchs  – Preis, vorgestellt von seiner Frau Marika. Längst überfällig, die Stiftung, die Georges Frau im Sinne ihres verstorbenen Mannes gegründet hat, älteren Schauspielern, deren Rollenangebote auf Grund ihres Alters ausbleiben, finanziell zu unterstützen und ihnen bei der Möglichkeit verschiedener Auftrittsmöglichkeiten behilflich zu sein. Auch hier: Chapeau!. Eine Vertreterin der Mediengruppe Pro7/Sat 1 lud die jungen Filmemacher zu einer Masterclass ein, allerdings mit der Auflage, Filme für ein Millionenpublikum zu realisieren und damit die 20:15 Zuschauer zu versorgen. Für mich eine etwas strittige Forderung. Sherry Hormann, Regisseurin und Witwe von Michael Ballhaus richtete sich mit den besonderen Worten an die Jungregisseure/innen, keine Abbilder zu liefern sondern Bilder. “ Werdet Liebende und nicht Techniker. Schaut den Schauspielern ins Gesicht und schaut, ob sie Schutz brauchen“. Wunderschöne Worte, die man so bisher noch nicht gehört hat.

Alle Auschnitte der eingereichten Filme waren so beeindruckend, dass man sie alle unbedingt in voller Länge sehen möchte. Ganz besonders hat mich gefreut, dass der Preis der Abendfüllenden Spielfilme von der Jury an den Film DIE BESTE ALLER WELTEN ging. Ein Film, der zutiefst berührt, bei dem wirklich alles stimmt, bewegend und wichtig. Regisseur Adrian Goiginger hat erstaunlich viel Empathie für seine Figuren entwickelt und stellt bei dem heiklen Thema seine Protagonisten in keinster Weise bloss. Der Film kommt demnächst ins Kino und ich kann ihn nur jedem wärmstens empfehlen. Insgesamt war es wieder  eine gelungene Veranstaltung und man kann den jungen Filmemachern nur ganz viel Glück auf dem Weg in ihre künstlerische Zukunft wünschen.

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