DUNKIRK START: 27.07.2017

Vom 26.Mai bis zum 4.Juni 1940 dauerte die größte Rettungsaktion der Geschichte, in und um die nordfranzösische Stadt Dünkirchen. Fast 400.000 alliierte Soldaten sollten gerettet werden. Belgier, Franzosen und das gesamte Britische Expeditionskorps sitzen in der Hafenstadt Dünkirchen fest. Hinter ihnen die deutschen Streitkräfte, vor ihnen das Meer, über ihnen eine dichte Wolkendecke und die Stukas der deutschen Luftwaffe, die bei schlechter Sicht ihre Runden drehen. Da das Wasser um Dünkirchen herum äußerst flach ist, ist es der Navy unmöglich mit Kriegschiffen an den Strand zu schippern. Hunderte von freiwilligen Zivilisten stechen mit ihren kleinen Booten in See, um die festsitzenden Infanteristen aus ihrer fatalen Situation zu retten. Man kann sie fast sehen, die heimatliche Küste Englands, nur 40 Kilometer Luftlinie entfernt. Christopher Nolan drehte das Überlebensdrama überwiegend an Originalschauplätzen, vor der niederländischen Küste und in einem riesigen Wassertank der Universal Studios. Nolan erzählt die Rettungsaktion, die fast an ein Wunder grenzt, in drei verschachtelten Handlungssträngen: Zu Land, zur See und in der Luft. Wer Nolan kennt, weiss, dass er kein Freund von irrealen Computereffekten ist. Über 1000 Statisten wurden beschäftigt. Auf dem Wasser waren jede Menge historische Fischerboote im Einsatz und aus einem Museum in Nantes, wurde ein 133 Meter langer Zerstörer herangeschleppt. In der Luft, RAF Kampfpilot Farrier ( Tom Hardy), der bei schlechter Sicht in seinem Spitfire versucht, deutsche Sturzkampfbomber abzuschiessen. Bewusst hat Nolan keinen Kriegsfilm gedreht. Sein Augenmerk liegt ausschliesslich auf der Rettung der verzweifelten Soldaten, wobei er drei junge Männer in den Mittelpunkt stellt, deren Gesichter noch unverbraucht sind. Auch ein Leinwandneuling, Harry Styles, Mitglied der Boygroup ONE DIRECTION ist mit dabei. Oscar-Preisträger Mark Rylance spielt einen der Retter, der mit seinem Boot einen völlig erschöpften Soldaten aus dem eisigen Meer fischt, gespielt von Cillian Murphy, der versucht nach England zu schwimmen. Commander Bolton (Kenneth Branagh) ist unterwegs als Befehlshaber der englischen Flotte, die die aussichtslos erscheinende Rettungasaktion leitet.

Nolans Bildsprache ist gewaltig. Er vermeidet lange Erklärungen, die Dialoge sind knapp und kurz. Die Kamera konzentriert sich beeindruckend am Überlebenskampf seiner Protagonisten. „Christopher Nolan hat DUNKIRK überwiegend mit den extrem hochauflösenden IMAX-Filmkameras gedreht, um dem IMAX-Publikum eine unvergleichliche Bildqualität zu präsentieren. Nur i IMAX-Kinos werden diese Szenen vertikal „aufmachen“ und die komplette IMAX-Leinwand füllen. Das bedeutet, 40% mehr Bild, das in Sachen Schärfe, Farbenvielfalt und Klarheit seinesgleichen sucht“. Ein Meisterwerk, für das es sich mehr als lohnt ins Kino zu gehen.

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