ZU GUTER LETZT Start: 13. April 2017

„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s gänzlich ungeniert“. Die einst erfolgreiche Geschäftsfrau Harriet (shirley MacLaine) möchte auch im Ruhestand alles unter Kontrolle haben.Die verbitterte, von rücksichtsloser Ehrlichkeit beseelte alte Dame, überlässt aber auch nichts dem Zufall. Also engagiert sie schon zu Lebzeiten die junge Lokalreporterin Anna (Amanda Seyfried),die für sie einen respektvollen und zugleich rührenden Nachruf verfassen soll, am besten gespickt mit wohlwollenden Zitaten ihrer Mitmenschen. Schwierig, schwierig, keiner hat etwas Nettes über den grantigen alten Drachen zu sagen. Nicht einmal der Pfarrer hat ein gutes Wort für sie übrig. Es bleibt Harriet nichts anderes übrig, als sich zu überlegen, wie sie ihr ramponiertes Image ändern kann. Auch für Anne wird es nicht leicht, am liebsten würde sie den Auftrag hinschmeissen. Ihr Boss Ronald (Tom Everett Scott), der sie mit der alten Dame bekannt gemacht hat, besteht darauf.

Schliesslich hat Harriet, als Leiterin der Anzeigenakquise 25 Jahre lang dafür gesorgt, dass die Gazette ein profitables Blatt war. Jetzt hat sich das Blatt gewendet und er hofft, dass sie ihr Vermögen der Zeitung hinterlassen wird. Annes Entwurf fällt kurz und nichtssagend aus. Harriet ist entsetzt. Sie zwingt die junge Journalistin mit ihr zusammen ihr Leben von grundauf umzukrempeln. Sie kümmert sich um ein Problemkind, startet den Versuch, sich mit ihrer Tochter Elisabeth (Anne Heche) zu versöhnen und lernt dabei, über ihren eigenen Schatten zu springen.

So ganz nebenbei scheut sie sich nicht, bei einem alternativen Radiosender den „Discjockey“ zu mimen. Auch für die zutiefst verunsicherte Anne, beginnt ein neues Leben. Zwischen den beiden unterschiedlichen Frauen entwickelt sich nach und nach eine anrührende Freundschaft. Harriet, Anne und das Problemkind Brenda (Annjewel Lee Dixon) entwickeln sich zum Besseren und sehen die Welt in einem neuen Licht. Harriet schärft ihnen ein, sich nicht vor dem Sprung ins kalte Wasser zu fürchten, keine Angst vor dem Scheitern zu haben.“ Wer scheitert ist lebendig, traut euch zu sagen, woran ihr glaubt“.

„Zu guter Letzt“ ist eine herzergreifende Komödie, trotz gut besetzter Nebendarsteller, eine One-Woman-Show für die 82-jährige Shirley Maclaine. Sie sorgt für liebevolle, amüsante Unterhaltung. Es macht grossen Spass, ihr bei ihrer Verwandlung zuzuschauen. Noch „rockt“ sie jede ihrer Szenen.   ( Regie: Mark Pellington, Arlington Road, The Mothman Prophecies)

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