FENCES START: 16.02.17

Denzel Washington hat das das Theaterstück „Fences“ des afroamerikanischen Pulitzer Preisträgers August Wilson für die Leinwand adaptiert. Er führt Regie und spielt auch selbst die Hauptrolle.

Angsiedelt, im Arbeitermilieu in Pittsburgh zur Zeit der 1950er Jahre. Er spielt den verbitterten Müllmann TroyMaxson,der es nicht verwunden hat, daß ihm eine Baseballkarriere wegen seiner Hautfarbe verweigert wurde. Seinen geplatzten Traum ertränkt er ab und zu im Alkohol. Mit seiner Frau Rose ( Viola Davis) führt er eine langjährige Ehe, bescheiden und zufrieden. Die Leidenschaft der früheren Jahre ist jedoch verloren gegangen. Das Verhältnis zu seinen beiden Söhnen ist von brachialer Strenge und Distanz geprägt. Sein jüngerer Sohn leidet sehr unter der Lieblosikeit des Vaters. Ganz besonders, da er ihm den Erfolg seines Herzenwunsches, nämlich ein Fussballprofi zu werden, missgönnt.Er spielt sich als Patriarch auf und wiederholt die rüden Verhaltensmuster seines Vaters. Als er nicht umhin kommt seiner Frau Rose zu gestehen, daß seine Geliebte ein Kind von ihm erwartet, zeigt sie eine bewundernswerte Stärke. Bei der Frage, was denn eigentlich aus ihren Träumen wird, legt sie mit einem grossartigen Monolog los, der für mich das absolute Highlight in dem Drama ist. Als die Mutter des Babys bei der Geburt stirbt, nimmt sie das Neugeborene in ihrem Haus auf. Washington hat sich entschieden, den Film wie auf einer Theaterbühne zu inszenieren. Es spielt sich alles in und um dem bescheidenen Haus und Hof ab. Die Figuren sprechen in langen, einwandfreien Monologen. Alles ist etwas sehr theaterhaft. Pures Schauspielkino, mit einer überwältigenden Viola Davis. Es geht nicht immer gut, wenn Regisseure auch noch die Hauptrolle übernehmen. Washington hat offensichtlich die Kamera mit der Präsenz der Bühne verwechselt. Sein Spiel ist übertrieben gross und wuchtig. Etwas Zurücknahme hätte dem 2-fachen Oscargewinner besser gestanden. Fazit: Es sind nicht immer die Weissen, die am Elend der Schwarzen schuld sind. Man kann sich auch selbst im Wege stehen.

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