HIDDEN FIGURES-UNERKANNTE HELDINNEN START: 02.o2.2017

  1. Die Sowjets erobern das All. Fieberhaft treten die Amerikaner in einen Wettstreit. Mit aller Macht arbeiten sie daran, den ersten Menschen die Erde umkreisen zu lassen. Ihre Computer waren damals riesig und es gab kaum jemand, der sie bedienen konnte. Im NASA-Forschungszentrum arbeiteten zwar  schwarze Frauen, aber das Leben in den USA war immer noch in Schwarz und Weiß geteilt. Die Frauen wurden behandelt wie Menschen 2. Klasse. 3 von ihnen glänzten durch besondere Qualitäten. Sie verdienten ihr Geld als Ingenieurinnen und Mathematikerinnen. Katherine Johnson kalkulierte die Flugbahn, die Geschwindigkeit und die Rückkehr. Dorothy Vaughn schrieb das erste Betriebssystem für den IBM-Computer. Mary Jackson leitete später die Experimente im Windkanal. Drei Frauen, die zu Heldinnen wurden und die weißen Männer blass aussehen liessen. Dargestellt von Taraji P. Henson, Octavia Spencer und der Soulsängerin Janelle Monàe. Trotz ihrer Genialität wurden sie von ihren männlichen Kollegen gedeckelt und gedemütigt. Schon der Begriff „Colored Computers“, der Name ihrer Abteilung, in der 30 afroamerikanische Frauen arbeiteten, war einer Demütigung gleich zu setzen. Es schien schier unmöglich aus ihrem Großraumbüro im Keller herauszukommen und einige Etagen höher zu steigen. Die hochbegabte Katherine Johnson (Taraji P. Henson) schafft es, dank ihrer genialen Rechenkünste, als erste schwarze Frau in die Space Task Group versetzt zu werden. Als sie pünktlich auf der Bildfläche erscheint, drückt ihr ein weißer Mitarbeiter einen Mülleimer in die Hand. Er hält sie für eine Putzkraft. Eine weitere bemerkenswerte Szene zeigt den Weg von ca. 45 Minuten, um die Toilette, speziell für Schwarze, zu erreichen. Katherine ist gezwungen mit ihren Unterlagen in der Hand,um keine Minute Arbeitszeit zu versäumen, in ein Nebengebäude der Nasa zu hetzen, um ihre Notdurft zu verrichten. Das klack, klack, klack ihrer hohen Schuhe auf dem Betonboden, wurde der Rhythmus zum Titelsong „ Runnin“ dieses Films. Ihr Chef  Al Harrison Kevin Kostner) entwickelt langsam eine klamme Bewunderung für die Schnelligkeit und Präzision, mit der Katherine ihre Berechnungen auf eine grüne Tafel mit weisser Kreide schreibt. Sie muss dafür auf eine Leiter steigen. Er ist es, der das Toilettenschild „ Only for White Women“ kaputt schlägt und dafür sorgt, dass die Diskriminierung in dem Gebäude ein Ende nimmt. Seine Worte: „Hier bei der Nasa pinkeln wir alle in derselben Farbe“. Es ist Katherine, die das Vertrauen des Astronauten gewonnen hat. John Glenn, der bereits in seiner Mercury- Kapsel auf den Start wartet und dessen Abflug durch auftretende Unstimmigkeiten verzögert wird, besteht da drauf , dass sie , die alles minutiös ausgerechnet hat, die Daten noch mal nachrechnet und bestätigt. Erst dann startet er beruhigt. Die etwas dümmlich dreinschauende Männerriege steht peinlich berührt daneben, als ihr klares JA ertönt. Auch Katherine`s zwei Freundinnen schaffen es mit eiserner Willenskraft in der Männerdomäne einen leitenden Posten zu erkämpfen. Theodore Melfi ist es zu verdanken, dass dieser Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht, der breiten Öffentlichkeit einen Blick in die Zeit der kaum überbrückbaren Rassendiskriminierung ermöglicht und sie teilhaben lässt an der Stärke und Unbeirrbarkeit dieser drei Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen. Pointierte Dialoge und die unglaubliche Spielfreude der drei Hauptdarstellerinnen machen regelrecht glücklich. Man kann durchaus von einer kulturellen Revolution sprechen.
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