VIER GEGEN DIE BANK START:25.12.2016 ( Weihnachten)

Wer hat nicht schon mal geträumt, einer Bank so richtig die Leviten zu lesen. Drei der erfolgreichsten Schauspieler und Filmemacher dürfen das nun tun. In Wolfgang Petersens „ Vier gegen die Bank“ können sie sich so richtig austoben. Peter ( Jan Josef  Liefers) ein Schauspieler, der mal bessere Zeiten erlebt hat und dessen Geld immer weniger wird, der leicht minderbemittelte Boxer Chris (Til Schweiger), der cholerische Werbefuzzi Max ( Matthias Schweighöfer) stellen online fest,dass mit ihren Aktien etwas schief gelaufen ist.

Chris plant ein eigenes Trainingsstudio, Max will eine eigene Agentur eröffnen und Peter ist pleite. Alle drei brauchen dringend Kohle. Also muss ein Sündenbock her. Der ist schnell gefunden. Tobias ( Michael Bully Herbig), ein verklemmter Angestellter der Bank hat offensichtlich Mist gebaut. Doch er ist selbst ein Opfer. Sein Chef ( ( Thomas Heinze) will ihn los werden. Auch er, von Rachegelüsten gepackt, schliesst sich mit den Dreien zusammen. Die Wut, dass ihre Ersparnisse den Bach runter gegangen sind, vereint sie nun ,  die „ Drecksbank“ zu überfallen und sich zurückzuholen, was ihnen zusteht. Um für den entsprechenden Humor zu sorgen, gehen die Vier wahrlich nicht zimperlich miteinander um. Die Sprüche sind derb und unter der Gürtellinie, die Maskerade ein Witz. Die vier „ Egos“ der deutschen Filmindustrie lassen sich nicht lumpen. Ich fress einen Besen, wenn die keinen Spass beim Drehen hatten. Bedauerlich ist nur, dass der Spass im Publikum, ziemlich auf der Strecke bleibt. Was Spass macht, ist der Erkennungswert der zahlreichen Berliner Drehorte. Der monumentale Gebäudekomplex des Alten Stadthauses in Mitte, wo die Senatsverwaltung für Inneres residiert, im Film der Sitz der „ Bärenbank“. In den Gebäuden des Flughafens Tempelhof wurde gedreht, kurzum, 62 verschiedene Orte in Berlin dienten als Kulisse. Somit bekommt die Räuberklamotte eine Menge Lokalkolorit verpasst.

Warum Wolfgang Petersen nun ausgerechnet mit derartigem Klamauk auf die grosse Leinwand zurückkehrt, muss man ihn selber fragen. Schon 1976 adaptierte er für die ARD den Roman “ Gentlemen in roten Zahlen“ von Ralph Maloney. “ Vier gegen die Bank“, das heute ziemlich antiquierte Fernsehspiel wurde damals mit Herbert Bötticher, Walter Kohut, Harald Leipnitz und dem wunderbaren Günther Neutze besetzt. Petersen: “ Meine Frau war damals Regieassistentin. der Dreh hat ihr so viel Spass gemacht, dass sie meinte, der Stoff gehört auf eine grosse Leinwand. Und einer Bank, einer solch mächtigen Institution, mal richtig eins reinzuwürgen – das kann heutzutage jeder nachvollziehen“. Den letzten Satz kann auch ich schmunzelnd nachvollziehen.

 

 

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