CAFÉ SOCIETY START: 10.11.2016

Im Dezember 1935 wurde Woody Allen , sein ursprünglicher Name Allen, Stewart Königsberg, geboren. 1969 kam sein Film „ Woody, der Unglücksrabe“ in die Filmtheater, der Film, bei dem zum ersten Mal  für Buch, Regie und Darsteller verantwortlich war. Weit über 50 Filme hat der „ Meister“ bis jetzt gedreht. Nun ist er 80 und beamt sich mit seinem neuen Werk „ Cafè Society“ ins Hollywood der 1930-Jahre zurück. Für ihn ungewöhnlich, denn Hollywood mit seiner Filmindustrie war nie so seine “ Cup of Tea“, wie es im englischen so schön heisst.

Ein schmunzelnder Streich, den sich der mittlerweile Achtzigjährige nun leistet. Sein junger Neffe Bobby Dorfman ( Jesse Eisenberg) verlässt New York und macht sich auf den Weg nach Los Angeles. Ihn zieht es in das Mekka der Schönen und Reichen. Sein Onkel Phil  (Steve Carell), ein mächtiger Hollywoodagent soll ihm einen Job verschaffen. Der hockt in seinem noblen Büro und telefoniert wie ein Weltmeister mit angesagten Stars und Sternchen, als Bobby unangekündigt bei ihm auftaucht. Aus Zeitmangel verweist er ihn an seine Sekretärin, die soll sich um ihn kümmern. Bobby, der in seiner schwatzhaften und unruhigen Art, das Alter Ego Allens verkörpert, ist sofort in die hübsche Vonnie ( Kristen Stewart) verliebt. Man merkt ganz schnell, dass er in der Welt der High –Society wenig zu suchen hat. Was er nicht ahnt ist, das Vonnie die Geliebte seines Onkels ist. Ein Thema, welches Allen oft in seinen Filmen verarbeitet hat. Junges Mädchen liebt älteren Mann. Es entspinnt sich eine Dreieckskonstellation, bei der Bobby auf der Strecke bleibt. Enttäuscht kehrt er nach New York zurück. Mit Hilfe seines Bruders, ein Mafioso, schafft er es, einen noblen Nachtclub zu eröffnen, der ihm den Weg in die New Yorker Upperclass  ebnet. An seiner Seite, seine bildschöne Frau ( Blake Lively ). Tja, wenn Woody ruft, dann kommen sie alle! Als unverhofft sein Onkel nebst seiner Geliebten auftaucht, reisst die alte Wunde wieder auf.

Ein grosser Wurf ist „ Café Society“ nicht. Allens Kameramann Vittorio Storaro hat wunderschöne Bilder komponiert, Hollywood getaucht in sonniges Licht. Es gibt die typischen humorvollen Dialoge, besonders bissig ,die Streitereien in Bobbys jüdischer Familie. Leider, leider vermisst man einige ironisch freche Seitenhiebe auf die von Allen so ziemlich verhasste Traumfabrik. Magische Bilder und altmodisches Liebesgeschwätz ist doch ein bisschen wenig. Mann könnte meinen, der Meister ist von einer gewissen Altersmilde umseelt.

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