WIENER DOG START:28.07.2016

Todd Solondz ( Willkommen im Tollhaus, Happiness) hat eine rabenschwarze Satire über die amerikanische Mittelstandsgesellschaft gedreht. Mehrere Episoden reihen sich aneinander, verbunden  durch einen Dackel  ( Wiener Dog), der unfreiwillig den Besitzer wechselt. Auf jeden von Ihnen übt er einen positiven Einfluss aus. Es gibt einen Jungen, der seine Krebskrankheit überstanden hat, dessen Eltern aus falsch verstandener Liebe, alles verhindern, was dem Jungen Freude macht. Ein Drehbuchautor  und Dozent ( Danny De Vito ), der regelrecht von seinen Studenten verlacht wird und aus Frust den treuherzigen Hund als tickende Zeitbombe los schickt. Die Großmutter ( Ellen Burstyn ) sieht ihre Enkelin nur noch selten, immer nur dann, wenn sie dringend Geld braucht. Nicht grundlos hat sie sich dazu entschieden, den Dackel Tumor zu nennen. Auch der introvertierten Tierarzthelferin ( Greta Gerwig ) fällt nichts besseres ein, als den krummbeinigen Gefährten Kacka zu nennen. Alle diese Menschen sind irgendwie auf  üble Art und Weise vom Leben gebeutelt. Solondz ist bekannt, für seinen klugen, hintersinnigen düsteren Humor, der trotz seiner pessimistischen Attituden,  den Zuschauer in seinen Bann zieht. Besonderes Highlight, Julie Delpy, die als alles schwarzsehende Mutter, einen von Sarkasmus strotzenden Auftritt hinlegt. Niemand hält die Balance zwischen Tragik und Komik so am Leben wie Solondz , der sich mit seiner einfühlsamen Beobachtungsgabe näher an gesellschaftliche Untugenden heranschleicht, als uns allen lieb ist. Was für ein Hundeleben!

 

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