A WAR START: 14.04.2016

In Tobias Lindholms dramatischem Kriegsfilm wird das Desaster Krieg von zwei Seiten beleuchtet. Der Kommandant Claus Pedersen ( Pilou Asbaek) ist mit seiner dänischen Truppe in Afghanistan stationiert. Auf einer Patrouille tritt einer seiner Soldaten auf eine von den Taliban  gelegten Mine. Trotz Wiederbelebungsversuchen stirbt der Kamerad elendig. Pedersen muss nicht nur seiner traumatisierten Truppe Trost zusprechen, sondern auch deren Führung weiterhin managen. Die Männer stehen unter dem Druck eines hinterhältigen Angriffs und der Gefahr weiterer Todesfälle durch heimtückisch versteckte Minen. Ferner tun sie alles Menschenmögliche, um die Zivilbevölkerung vor den Taliban zu schützen. Die Unterscheidung zwischen Freund und Feind fällt nicht leicht. In einem Dorf verarzten sie die kleine Tochter einer Familie, die schwere Verbrennungen am Arm erlitten hat. Kurze Zeit darauf erscheint die gesamte Familie im Militärlager und bittet um Unterschlupf. Die Talibankämpfer drohen, alle zu töten, wenn der Vater sich weigern sollte, sich ihnen anzuschlissen. Kann man ihnen glauben? Verunsichert schickt Pedersen sie zurück mit dem Versprechen, sich am morgigen Tag um sie zu kümmern und für ihren Schutz zu sorgen. Doch zu spät. Die Familie wurde in ihrem Haus bestialisch ermordet. Sie sind in einen Hinterhalt gelangt. Die Taliban eröffnen das Feuer auf die Einheit. Wieder wird ein Soldat schwer verletzt. Um dessen Leben zu retten, fordert Kommandant Pedersen die Luftunterstützung an. Er übermittelt eine so genannte PID ( Positive Identification)d.h., er behauptet , dass er die Position, aus der die feindlichen Schüsse kamen, eindeutig lokalisieren kann. In Wahrheit weiss  er nicht, wo genau sich der feindliche Trupp befindet. Nach dem Bombardement wird klar, er hat zwar seine Männer gerettet, doch statt der Taliban befanden sich in dem Haus zivile Opfer, unter ihnen Frauen und  Kinder. Während dessen  versucht seine Frau Maria , tausende Kilometer entfernt , den Alltag mit ihren drei Kindern so gut wie möglich alleine zu bewältigen. Ein nicht leichtes Unterfangen, denn Sohn Julien leidet sehr unter der Abwesenheit des Vaters. Das äussert sich in  Aggressionen  und Prügeleien in der Schule. Nicht nur der abwesende Vater wird durch seinen Einsatz  in ein moralisches Dilemma verwickelt , auch seine Familie gerät an die Grenzen der Belastbarkeit. Zurück in seiner Heimat muss er sich vor Gericht  wegen eines Kriegsverbrechens verantworten. Es droht ihm eine längere Gefängnisstrafe. Man kann sich vorstellen, was das für seine Familie bedeutet.

Was für eine Entscheidung! Einerseits die Verantwortung für seine Familie, andererseits die Verantwortung für seine Einheit. Ein Film, der nachdenklich macht. Da fällt mir wieder der Satz ein:

Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Dieses fesselnde Drama wurde als bester ausländischer Film nominiert.

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