THE REVENANT- DER RÜCKKEHRER START: 06.01.2016

Basierend auf dem Roman „Der Totgeglaubte“ von Michael Punke, schickt der mexikanische Regisseur Alejandro Gonzáles Inárritu Leonardo Di Caprio in die raue Wildnis Nordamerikas.
In bester Westernart erzählt er in dem Survival-Thriller den Überlebenskampf des Trappers Hugh Glass ( Di Caprio) der mit einer Horde weiterer Männer um 1823 in dem damals wenig erschlossenen Gebiet, bewohnt von Indianern, Fallen stellt, um Pelze zu verkaufen. Mit dabei sein Sohn Hawk, ein Halbindianer. Pfeile zischen durch die Luft, bohren sich in die Körper der Fallensteller, Indianer greifen an. Die Überlebenden flüchten so schnell sie können. Glass wird von einem kräftigen Grizzlybären angefallen. Das Tier reißt ihm die Kehle auf, zerfetzt seinen Körper. Blutüberströmt, röchelnd, dem Tode nahe, versuchen die Männer den Schwerverletzten auf einer Bahre mitzuschleppen. Doch das Gelände ist zu steil, es ist eiskalt und der Schnee ist glatt und rutschig. Sein Sohn und zwei Männer bleiben bei ihm. Sie gehen davon aus, dass er den Angriff des Bären nicht überlebt. Hilfe kann er von den wilden Kerlen nicht erwarten. Halb im Delirium muss er mit ansehen, wie der kaltblütige Fitzgerald ( Tom Hardy) seinem Sohn das Messer in den Körper rammt ( wegen eines früheren Erlebnis hat er einen unbändigen Hass auf Indianer), ihre Waffen an sich reißt, seinem jungen Kumpel klar macht abzuhauen, denn jeden Moment können die kampfbereiten Indianer zurückkehren. Von Rache und Trauer zerfressen, kraucht Glass durch das unwegsame Gelände. Wutverzerrt, höllische Schmerzlaute von sich gebend, hungrig, frierend, robbt er sich durch Schnee und eiskalte Gewässer auf der Jagd nach denen, die ihn zurück gelassen haben. Besondere Rache gilt Fitzgerald, der den Tod seines Sohnes bitter bereuen soll. Vor dem Hintergrund grandioser Naturbilder erlebt der Zuschauer einen unerbittlichen Kampf zwischen Mensch und Tier, die sich in der eisigen Natur einen gegenseitigen Wettkampf um Nahrung und das nackte Überleben liefern. Glass trifft auf einen einzelnen Indianer, der ihm von seiner Beute rohes Fleisch abgibt, ihm eine Art Zelt baut und seine Wunden mit heilenden Kräutern bedeckt. Ein fast kindlicher Moment unterbricht die Brutalität, als sie ausgelassen rieselnde Schneeflocken in ihrem Munde zergehen lassen. Di Caprio in einem Interview ( Variety): „ Es war der schwierigste Film, den ich jemals
gedreht habe“. Er musste ein Stück rohe Bisonleber essen. „Es ist wie ein Ballon. Wenn man hineinbeißt, platzt es im Mund“.
Mehrere Jahre hat Inárritus nach unberührten Landschaften gesucht. Hoch im Norden Canadas hat er sie gefunden. Als die Schneeschmelze begann, zog er weiter bis nach Argentinien. Er drehte nur bei Tageslicht. Auf Spezialeffekte wollte er unbedingt verzichten. Die mit den Dreharbeiten verbundenen Strapazen, sorgten für einigen Ärger. Vielleicht zu vergleichen mit einigen Filmen von Werner Herzog.
Ein Film mit atemberaubender Wucht. Ob Leo den Oscar für sein Spiel verdient, daran spalten sich die Geister. Er kraucht und robbt , ächzend und stöhnend mit wutverzerrtem Blick durch unwegsame Landschaften. Sein bösartiger Widersacher Tom Hardy stiehlt ihm nicht weniger die Show. Man wird seh`n.

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