BROADWAY THERAPY START: 20.08.2015

Dreizehn Jahre hat es gedauert, bis Peter Bogdanovich mit einer „ Screwballkomödie “ auf die Leinwand zurückkehrt. Ich bin sicher, dass es genug Zuschauer gibt, die die  BRODWAYTHERAPIE“ rasend komisch finden und das ist auch gut so. Ich gehöre leider nicht dazu. Die Geschmäcker sind nun mal verschieden. Die Story ist überwiegend im Theatermilieu angesiedelt. Arnold  ( Owen Wilson ), ein New Yorker Theaterregisseur, empfängt in einsamen Nächten unter dem Namen Derek gerne und oft junge Callgirls. Das besondere an diesen Treffen besteht darin, dass Derek den Mädchen eine ansehnliche Summe Geld spendiert, damit sie ihr Leben verändern können. Glow , Imogen Poots, sehr hübsch und sehr charmant , ist eine von ihnen, die ihre Geschichte einer Therapeutin erzählt. Glow heisst natürlich  auch nicht Glow, die kleine Nutte, die eigentlich Isabella heisst, sich für eine Muse hält, möchte viel lieber den Beruf einer Schauspielerin ergreifen. Mit Hilfe der 30.000Dollar ihres Gönners , kann sie es sich nun leisten, andere Wege einzuschlagen.

Ihr erstes Vorsprechen führt sie ausgerechnet auf die Bühne, auf der das neue Stück von Arnold stattfinden soll. Ihr Vorsprechtext kommt bei allen Beteiligten gut an.  Natürlich nicht bei Regisseur Arnold, dem das Aufeinandertreffen ziemlich unangenehm ist. Das Callgirl spielt ein Callgirl. Ausserdem  gibt es da ja auch noch seine Ehefrau, die in dem Stück nicht nur eine Rolle spielt, sondern sich vehement für Isabellas hervorragende Vorsprech- leistung  einsetzt. Es begegnet uns noch Jennifer Aniston als durchgeknallte  Psychotante, die selber auf die Couch gehört. Verfolgt wird die arme Isabella von einem schmierigen Lustgreis, der alles dran setzt,sein Objekt der Begierde weiterhin zu treffen, was ihm auch mit Hilfe der  verrückten Therapeutin Jane mehr oder weniger gelingt. Es geht hin und her, die  Wege der Darsteller kreuzen sich ständig auf die chaotischste Art und Weise.

Es geht um Lug und Trug , verbotenen und erlaubten Sex, verbunden mit einer nervenden Hektik. Es geht zu wie im Boulevard – Theater wo eine Tür aufgeht wenn die andere gerade zu geht. Ich kam mir vor, wie im Theater am Kurfürstendamm, wo sich  die Insassen einer Reisebustruppe auf`s köstlichste amüsieren. Prima für sie, aber leider nicht für mich.

Gut gemeint könnte man sagen, es ist eine charmante, etwas angestaubte altmodische Boulevardkomödie mit aüsserst beliebten Stars.

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