TOD DEN HIPPIES, ES LEBE DER PUNK START: 26.03.2015

Satire! In seinem neuen Film „ Tod den Hippies, es lebe der Punk“ unternimmt  Oskar Roehler einen Ausflug ins alte West-Berlin der 80-Jahre. Bei jungen Provinzlern ein Ort bekannt für zügelloses Leben. Berlin,da kann man so richtig die Sau raus lassen. So auch Punk Robert,gespielt von Tom Schilling. Der landet erst einmal bei seinem Freund Schwarz ( Wilson Gonzales), dem Inhaber einer Peepshow.  Da Tom dringend einen Job braucht, darf er die Kabinen reinigen und eimerweise Sperma von den Wänden und Böden wischen. Ansonsten holt er Pizza für die Mädchen und verliebt sich prompt in eine von ihnen, nicht wissend, daß das American Girl hacke drogenabhängig ist. Die damalige Peepshow am Bahnhof Zoo , sexueller Zufluchtsort für so manches „Hohe Tier“ in dieser Stadt, gibt es längst  nicht mehr. Schade eigentlich.  Für viele Studenten , die sich auf dem drehenden Teller obszön spreizen konnten, ein netter Nebenverdienst. Doch zurück zu Robert. Der trifft seine abgedrehte Mutter Gisela Elsner, Nachtigall ick hör dir trapsen, diesmal gespielt von Hannelore Hoger, als „ Ledertriene“ zu recht gemacht, die ihm den Tipp gibt, wenn er Geld braucht, so könne er doch zu seinem Vater, dem alkoholkranken Klaus Roehler, geh`n. Der verwahrt noch 200.000Mark, die aus Banküberfällen von Gudrun Ensslin stammen. Ja und sonst treibt sich Robert, die Alter-Ego Figur Roehlers, in der angesagten Kneipe Risiko herum . Treffpunkt der abgefahrenen Punkerszene um Blixa Bargeld und Nick Cave. Ein buntes Völkchen der Nacht, zu gedröhnt von Koks und hämmerndem Punkrock. Zwischendrin Frederick Lau als schwuler Neonazi,ständig auf der Suche nach einem Fick,  begleitet von seinem Schäferhund, der Gott sei dank, nicht auch noch Blondie heisst. Bis auf Robert, sind alle Figuren total überzeichnet, die Weiber sind alles Nutten oder sonst wie gestört, die Männer drogen- oder sexsüchtig, apathisch oder merkwürdig verblödet. Klar doch, Satire darf alles.  Ich, als „ olle West- Berlinerin, in der Stadt geboren und aufgewachsen, fühle mich fast persönlich beleidigt. Mein heiss geliebtes Berlin, so in den Dreck zu zieh`n, das wird der damals  als aussergewöhnlich geltenden  Stadt nicht gerecht, auch wenn ich ab und zu kräftig lachen musste.  Über dramaturgische Schwächen will ich gar nicht reden.

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Ein Gedanke zu „TOD DEN HIPPIES, ES LEBE DER PUNK START: 26.03.2015

  1. vor allem auch so schlecht recherchiert… Fassbinder lebt noch und es wird bereits Musik von Sandra „In the heat of the night“ von 1986 rauf und runtergenudelt, das gab es vor 1982 noch nicht, so wie auch weitere Titel, die er lange nach Fassbinders Tod veröffentlicht wurden…
    und sowas bekommt Filmförderung, ein Jammer

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